Indirektes Zitieren einer Quelle, die eine Fundstelle benennt

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Heyman
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Indirektes Zitieren einer Quelle, die eine Fundstelle benennt

Beitrag von Heyman » 30.08.2019, 16:53

Liebes Forum,

ich bearbeite gerade einen Teilbereich meiner juristischen Dissertation und bin mir etwas unsicher, was den Umgang mit Quellen angeht, die sich offensichtlich eingehend mit der Thematik befasst haben, aber ihrerseits Quellen benennen, die zum selben Ergebnis gelangen. Es geht hier nicht um den Fall, dass schlicht auf das Forschungsergebnis eine andere Quelle verwiesen ist. Nur in seltenen Fällen finden sich in den Fußnoten bereits Anmerkungen wie "ebenso" oder "siehe auch", was für mich darauf hindeutet, dass der Autor aus eigenen Überlegungen heraus zum selben Ergebnis gelangt ist. Hier hätte ich weniger Bedenken, beide Quellen (natürlich nicht blind) zu zitieren.

Die Quellen liegen mir jeweils vor, ich könnte somit auch ausschließlich die chronologisch erste Quelle benennen. Von Bedeutung wäre für mein Thema jedoch auch, wie verbreitet diese konkrete Auffassung in der Literatur ist. Ein unbeabsichtigtes Sekundärzitat oder andere Unsauberkeiten möchte ich aber um jeden Preis vermeiden.

Wie würdet ihr vorgehen? Ist eine Quelle, die eine andere benennt, zwangsläufig nur eine sekundäre Quelle?

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Re: Indirektes Zitieren einer Quelle, die eine Fundstelle benennt

Beitrag von flip » 31.08.2019, 09:56

Also, wenn es nur um die Häufigkeit geht, dann ist es wichtig, dass die die Quellen nicht nur vorliegen, sondern dass du sie auch zuordnen kannst. Dann geht es nur noch darum, dass du sie elegant umschreibst. Die nachfolgenden Autoren werden ja nicht 1:1 das getan haben, was die Primärquelle getan hat.

Also, als Beispiel (man verzeihe den amerikanischen Stil):

Laut Huber (2002) befinden sich durchschnittlich zehn Stifte in einer Federmappe. Neure Untersuchungen von Heinzman (2008) und Müller (2014) bestätigen dies für Grund- bzw. Hauptschüler.


Das ist sauberer als:

Laut Huber (2002, Heinzmann (2008) und Müller (2014) befinden sich in jeder Federmappe durchschnittlich zehn Stifte.


Im zweiten Fall zeigst du auch, dass du die letzten beiden nicht wirklich gelesen/verstanden hast.
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