Publikationen zum Bewerbungszeitpunkt (vor dem Doktorstudium)

... und die Fragen, die sich davor und dabei ergeben.
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skog
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Re: Publikationen zum Bewerbungszeitpunkt (vor dem Doktorstudium)

Beitrag von skog » 11.05.2019, 20:49

Dell, Danke für die Antwort. Die Anforderungen meiner Uni scheinen dann für manche wohl doch nicht so utopisch zu sein.
Hast du bei deinen Publikationen damals selbst die Initiative ergriffen oder ging das eher von deinem Betreuer o.ä. aus?

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flip
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Re: Publikationen zum Bewerbungszeitpunkt (vor dem Doktorstudium)

Beitrag von flip » 12.05.2019, 15:52

Also, dafür dass du gerade einmal mit dem Master angefangen hast ("nächstes Jahr fertig"), nimmst du den Mund ganz schön voll, um das mal vorsichtig zu sagen. Wie kannst du über das Niveau einer Konferenz oder eines Workshops sprechen wenn du - ich spekuliere mal - noch gar nicht aktiv daran teilgenommen hast.

Es ist doch so, dass du an deiner präferierten Uni gelesen hast, dass Publikationen im Vorfeld gewünscht sind und du dir das jetzt, ohne weiter darüber nachzudenken, in den Kopf gesetzt hast. Artikel publizieren ist nicht einfach wie Abschlussarbeit schreiben. Du musst an vorderster Front dabei sein, sonst ist das, was du erforschst veraltet. Das ist ein full-time Job! Es ist auch mit Nichten so, dass du einen Artikel einreichst und dann später das Niveau erhöhen kannst, in dem du weitere Artikel einreichst. Wie soll das denn gehen? Du musst schon das Niveau von Anfang an haben. Alleine dieser Prozess dauert Minimum ein bis zwei Jahre. Und zwar unabhängig der Fachrichtung.
Ich habe während meiner Promotion und danach mehrere Artikel in referierten Fachzeitschriften publiziert. Und zwar anfangs mit Koauthoren und am Ende auch alleine. Wenn ich mir überlege, das während des Masterstudiums hätte versuchen zu wollen, dann wäre das schlicht nicht möglich gewesen.

Übrigens, dass du wissenschaftlich arbeiten kannst, zeigst du in deiner Masterarbeit. Im Gegensatz zu irgendwelchen Studentenjournalen wird die nämlich von jemandem korrigiert, der wirklich Ahnung hat. Mal abgesehen davon, dass ich von diesen Journalen noch nie gehört habe, würde kein seriöser Wissenschaftler seine Zeit damit verschwenden, neben dem normalen Pensum auch noch Studienarbeiten zu referieren.

Wenn du wirklich denkst, dass es dir was bringt. Dann versuche es. Das heißt, aber, dass du dich massiv mit deiner Freizeit einschränken musst und dass du dann evtl. nach Monaten der harten Arbeit kommentarlos bei den Journals abgelehnt wirst. Dann sag aber nicht, dass man dich nicht gewarnt hätte.

skog
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Re: Publikationen zum Bewerbungszeitpunkt (vor dem Doktorstudium)

Beitrag von skog » 12.05.2019, 19:53

flip hat geschrieben:
12.05.2019, 15:52
Also, dafür dass du gerade einmal mit dem Master angefangen hast ("nächstes Jahr fertig"), nimmst du den Mund ganz schön voll, um das mal vorsichtig zu sagen. Wie kannst du über das Niveau einer Konferenz oder eines Workshops sprechen wenn du - ich spekuliere mal - noch gar nicht aktiv daran teilgenommen hast.
Ich glaub, du hast da meine vorherige Aussage etwas in den falschen Hals bekommen. Mit der Aussage (Und diese kleineren Konferenzen sind definitiv nicht weniger gut angesehen, das Themengebiet ist in den meisten Fällen einfach begrenzter.) wollte ich schlichtweg darauf hinweisen, dass man nicht von der Teilnahmegebühr oder der Teilnahmerzahl auf das Niveau der Konferenz schließen kann. Beziehungsweise konkreter, dass die kleinere Teilnahmerzahl eine Konferenz nicht unbedingt wissenschaftlich „unwichtiger” macht, sondern dass die Größe der Konferenz eben oft auch vom Thema abhängt. Konferenzen mit sehr weit gefassten Themen (sei es z.B. Konferenzen zur kognitiven oder zur generativen Linguistik allgemein) bieten eben Platz für ein weitgefächertes Spektrum an Vorträgen, im Gegensatz zu Konferenzen, die sich auf einen Teilbereich der Linguistik oder eine Sprache bzw. Sprachgruppe beschränken. Und kleinere Konferenzen mit sehr begrenztem Themengebiet haben (zumindest, soweit ich das in der Linguistik bisher mitbekomme habe) meist auch eine deutlich kleinere Teilnahmegebühr.

Kurz gefasst: Man kann an einer wissenschaftlichen Konferenz teilnehmen, ohne dafür hunderte Euros hinblättern zu müssen. Und ja, ich habe an so Konferenzen teilgenommen, sowohl aktiv als auch passiv, letzteres aus verständlichen Gründen natürlich deutlich mehr. Und auch wenn ich als Masterstudent vielleicht noch nicht die nötige Qualifikation haben sollte, das Niveau einer Konferenz einschätzen zu können, seh ich ja trotzdem, wer sonst an der Konferenz teilnimmt. Und wenn da Wissenschaftler sitzen bzw. Vorträge halten, die für mein Themengebiet relevante Publikationen schreiben, kann das Niveau der Konferenz ja nicht vollkommen im Keller sein.
flip hat geschrieben:
12.05.2019, 15:52
Es ist doch so, dass du an deiner präferierten Uni gelesen hast, dass Publikationen im Vorfeld gewünscht sind und du dir das jetzt, ohne weiter darüber nachzudenken, in den Kopf gesetzt hast. Artikel publizieren ist nicht einfach wie Abschlussarbeit schreiben. Du musst an vorderster Front dabei sein, sonst ist das, was du erforschst veraltet. Das ist ein full-time Job!
Kommt auf den Fachbereich und das Thema an. Zum Thema meiner Masterarbeit wurde zuletzt Ende der 70er Jahre was publiziert. Von daher ist die Gefahr gering, dass meine Forschungsergebnisse auf einmal veraltet sein werden.

Ja, es ist so, dass meine präferierte Uni Publikationen voraussetzt bzw. wünscht. Wenn ich mir das selbst aber schon in den Kopf gesetzt hätte, würde ich hier doch kein Thema dazu aufmachen.
Ich bin mir dessen bewusst, dass ich selber den Arbeitsaufwand und überhaupt meine Chance, bei einem Journal etwas publizieren zu können, nicht einschätzen kann. Wie denn auch, ohne eigenen Erfahrungen? Daher frag ich ja hier, ob denn schon mal jemand vor dem Doktorstudium schon mal etwas publiziert hat.
Aber klar - Uni setzt Publikationen voraus, ich will an diese Uni; natürlich komm ich da nicht drum herum, zumindest den Versuch einer Publikation in Erwägung zu ziehen, auch wenn mir hier davon abgeraten wird. Das ändert nichts daran, dass ich eure ehrlichen Einschätzungen zu schätzen weiß. Zumal es wie schon gesagt wirklich erleichternd ist, dass diese Anforderung auch anderen zu hoch gegriffen vorkommt.
flip hat geschrieben:
12.05.2019, 15:52
Übrigens, dass du wissenschaftlich arbeiten kannst, zeigst du in deiner Masterarbeit. Im Gegensatz zu irgendwelchen Studentenjournalen wird die nämlich von jemandem korrigiert, der wirklich Ahnung hat. Mal abgesehen davon, dass ich von diesen Journalen noch nie gehört habe, würde kein seriöser Wissenschaftler seine Zeit damit verschwenden, neben dem normalen Pensum auch noch Studienarbeiten zu referieren.
Natürlich zeig ich meine Fähigkeiten (unter anderem) in meiner Masterarbeit. Ein Artikel in einem Journal zeigt doch aber wiederum, dass ich außerdem in der Lage bin, aus meiner Masterarbeit das Wesentliche herauszufiltern und zu präsentieren. Darum, dass jemand später einmal meinen in einem Studentenjournal veröffentlichten Artikel liest, geht es in dem Fall doch gar nicht, sondern allein darum, dass ich durch das Vorweisen eines solchen Artikels zum Bewerbungszeitpunkt zeigen kann, dass ich im Grunde dazu fähig bin, meine Arbeit auch in so einer Form zu präsentieren.

Da die Uni meiner Wahl nun mal solche Forderungen stellt (Publikationen zum Bewerbungszeitpunkt), wäre das eine Idee, wie ich den Anforderungen zumindest etwas gerecht werden könnte, ohne gleich großspurig Paper an renommierte Fachzeitschriften zu schicken. Ist das denn so abwegig?

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Re: Publikationen zum Bewerbungszeitpunkt (vor dem Doktorstudium)

Beitrag von flip » 12.05.2019, 23:28

Nein, ich habe nichts in den falschen Hals bekommen.
Noch einmal. Keine Uni auf der Welt stellt für die Aufnahme in ein Dokorandenprogramm die Bedingung bereits wissenschaftlich publiziert zu haben. Das wäre überhaupt nicht praktikabel, denn - wie du vielleicht noch lernen wirst - kannst du allein(!) den Veröffentlichungsprozess nicht steuern.
Der Sinn einer Promotion ist, dass du genau das bzw. diese Abläufe lernst.
Was die Uni schreibt, ist dass es vorteilhaft ist, was ja durchaus auch plausibel ist.

Die Ratschläge verschiedener erfahrener User hier (inklusive mir) waren eindeutig. Verwende deine Energie auf die Masterarbeit, schreib sie zu Ende und bespreche mit deinem Betreuer ob es sich lohnt, da etwas publikationsfähiges heraus zu machen. Das geht logischerweise nur am Ende.

Der Hinweis, dass seit den 1970er über das Thema keiner mehr geschrieben haben führt zu drei Möglichkeiten:
1. Es ist sehr "nieschig" (schlecht für Publikation, da nicht "general interest", nur wenige Fachzeitschriften und damit hohe Anforderungen).
2. Es ist verbrannt (sehr schlecht/unmöglich für Publikation).
3. Du hast noch keinen ausreichenden Literaturüberblick.

Da du noch nicht mal mit der Masterarbeit angefangen hast, gehe ich mal stark von Punkt 3 aus.
Und noch einmal, ein Studentenjournal ist nicht referiert, das heißt du bezweckst damit genau das gegenteilige. Denn darin kann praktisch jegliches Niveau "publiziert" werden.

Und damit du das nicht in den falschen Hals bekommst:
Es will dir hier keiner was Böses. Viele Doktoranden verbringen Monate bzw. Jahre(!) damit Artikel zu verfassen um in einer adäquaten Zeitschrift zu landen. Daraus für dich abzuleiten "Die Uni sieht das gerne, also mache ich das." wird bei dir während des normalen Studiums einfach nur zu massivem Frust führen, weil du das Ganze gerade massiv überschätzt.

skog
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Re: Publikationen zum Bewerbungszeitpunkt (vor dem Doktorstudium)

Beitrag von skog » 13.05.2019, 00:29

Das mit den "in den falschen Hals bekommen" war allein auf deine Reaktion auf meine Aussage bzgl. Konferenzen bezogen.

Was die Anforderungen der Uni angeht - dort steht schwarz auf weiß, dass bei der Bewerbung u.a. "die Anzahl und Qualität der Publikationen" bewertet werden. Nichts von wegen vorteilhaft. Die Aussage, dass man es auch ohne schaffen kann, aber dass Publikationen von Vorteil sind, stammt von einer Doktorandin, die dort momentan angestellt ist.

Ich schreibe tatsächlich schon an meiner Masterarbeit und ja, es ist ein sehr nieschiges Thema. Aber trotzdem bzw. gerade deswegen bin ich mir relativ sicher, dass es - zumindest thematisch - in ähnlich nieschige Fachzeitschriften passen würde.

Die Kritik an Studentenjournals (nicht aussagekräftig, da dort jegliches "Niveau" publiziert werden kann) ist womöglich tatsächlich ein Argument. Werd wohl einfach nochmal bei derzeitigen Doktoranden nachfragen, ob und wenn ja, wo sie zum Bewerbungszeitpunkt publiziert hatten.

Ich werfe hier niemanden böse Absichten vor und fühl mich auch nicht angegriffen - ich bin wie schon gesagt froh über ehrliche Einschätzungen.
Zwischen der Verteidigung meiner Masterarbeit und dem Bewerbungsschluss für die Doktorandenstelle wird höchstwahrscheinlich ein halbes Jahr liegen. In dem Sinn hätte ich theoretisch nach der Fertigstellung meiner Masterarbeit Zeit, zum selben Thema etwas zu schreiben. Zum Publizieren wird das wohl aber nicht reichen. Und ja, meinen Betreuer würde ich in dem Fall natürlich auch um Rat fragen, das steht außer Frage.

Danke jedenfalls nochmal in die Runde für den Input und das Zurückholen auf den Boden der Tatsachen. :wink:

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Re: Publikationen zum Bewerbungszeitpunkt (vor dem Doktorstudium)

Beitrag von SSCI » 13.05.2019, 02:42

Schreibst Du Deine Thesis in englischer Sprache?

Ich frage nur, weil in meinem Fachbereich praktisch keine deutschsprachigen Zeitschriften existieren, die international wahrgenommen werden.

Falls ja...lies doch einfach mal in ein in Frage kommendes Journal rein und prüfe für Dich, ob Du denkst, dass Du das auch drauf hast. Lass Dich auch nicht abschrecken hier von den Erfahrungen anderer User hier. Man muss ohnehin seine eigenen Erfahrungen machen.

Reiche mal einen Aufsatz ein, werde mehrmals abgelehnt, lerne daraus und dann wird daraus früher oder später eine Veröffentlichung.

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Re: Publikationen zum Bewerbungszeitpunkt (vor dem Doktorstudium)

Beitrag von Nomen Nescio » 13.05.2019, 09:27

skog hat geschrieben:
13.05.2019, 00:29
Was die Anforderungen der Uni angeht - dort steht schwarz auf weiß, dass bei der Bewerbung u.a. "die Anzahl und Qualität der Publikationen" bewertet werden. Nichts von wegen vorteilhaft. Die Aussage, dass man es auch ohne schaffen kann, aber dass Publikationen von Vorteil sind, stammt von einer Doktorandin, die dort momentan angestellt ist.
Kannst du diesen Punkt "Anforderungen der Uni" bitte präzisieren? Ich kenne es aus meinem Bereich so, dass man sich eine(n) DV/DM sucht, ein Thema abstimmt, und das war's im wesentlichen. Der Uni ist das zu dem Zeitpunkt Wumpe.
Ich versuche mir die Auswirkungen einer hochschulweiten Gleichschaltung vorzustellen, was "paper vor Diss" angeht. Wie schon geschrieben ist bei uns bestenfalls coauthor als "author + his/her slave" möglich. Vielleicht lassen die Herren und Damen Jura-Profs aber Sitzungen ausfallen um die neuesten paper von Bachellors nicht zu verpassen. In Mathe ist mir ein Fall bekannt, in dem jmd als Student eine bahnbrechende Arbeit zur Veröffentlichung eingereicht hatte, leider so bahnbrechend, dass die Mitglieder der Académie des Sciences sie nicht verstanden. Aus Inf ist mir aus den letzten 20 Jahren 1 Fall bekannt, wo jmd mit seiner Diplomarbeit Bahnbrechendes ablieferte, so bahnbrechend, dass das Potential erst 10-15 Jahre später erkannt/verwertet wurde. In meinem Fach sind 10 Jahre eine (mind. eine!) Ewigkeit!
Trollschutzerklärung: Ich halte mich aus threads mit erhöhtem Trollpotential heraus. Im Fehlerfall möge der Troll bitte "NEIN, ich bin nicht einverstanden." drücken.

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Re: Publikationen zum Bewerbungszeitpunkt (vor dem Doktorstudium)

Beitrag von skog » 13.05.2019, 11:38

SSCI hat geschrieben:
13.05.2019, 02:42
Schreibst Du Deine Thesis in englischer Sprache?
Nein. Hab das zu Beginn in Erwägung gezogen, aber mein Betreuer meinte, das wäre nicht nötig. Er hat das sogar damit begründet, dass man ja später trotzdem noch ein Paper zu dem Thema auf Englisch schreiben könnte, auch wenn die Thesis selbst in einer anderen Sprache geschrieben ist.
Passende Fachzeitschriften veröffentlichen Publikationen sowohl auf Englisch und Deutsch als auch in der Sprache, in der ich meine Thesis schreibe. Natürlich hätte Englisch trotzdem die größte Reichweite und wäre bei einer Publikation somit wohl am sinnvollsten.
Nomen Nescio hat geschrieben:
13.05.2019, 09:27
Kannst du diesen Punkt "Anforderungen der Uni" bitte präzisieren? Ich kenne es aus meinem Bereich so, dass man sich eine(n) DV/DM sucht, ein Thema abstimmt, und das war's im wesentlichen. Der Uni ist das zu dem Zeitpunkt Wumpe.
Gerne.
An der Uni meiner Wahl läuft das so ab, dass man sich eine(n) DV/DM sucht und das Thema abstimmt. Zu dem Thema schreibt man dann ein Exposé, in dem man das Thema, die Fragestellung und Methoden erläutert, eine Übersicht zu bisherigen Forschungen gibt und schon einen ungefähren Zeitplan erstellt. Das Exposé reicht man dann zusammen mit anderen Bewerbungsunterlagen (Lebenslauf, Zeugnisse) bei der Uni ein.
Daraufhin wird man bei der Uni zu nem Vorstellungsgespräch eingeladen, wo dann neben dem/der DV/DM auch andere Mitarbeiter des Instituts sitzen und bei dem man dann u.a. sein Exposé verteidigt. Die endgültige Entscheidung (ob man von der Uni genommen wird oder nicht) liegt beim Institut bzw. dem Ausschuss des Instituts. Und der Ausschuss gibt an, bei der Entscheidung auf zwei Dinge zu achten:
1) Das Thema, dessen Präsentation und Durchführbarkeit
2) Die vorherige wissenschaftliche Tätigkeit des Bewerbers (darunter Anzahl und Qualität der Publikationen)

Wenn die Uni einen ablehnt, hat man immer noch die Möglichkeit, extern zu promovieren (natürlich sofern man eine(n) DV/DM hat, der/die damit einverstanden ist). In dem Fall fällt aber natürlich die Finanzierung durch die Uni weg. Wenn man Vollzeit promovieren will, ist man also auf eine Stelle an der Uni angewiesen, da man sich ja irgendwie finanzieren muss.
Ich kenne einige Beispiele, bei denen Leute nicht beim ersten Bewerbungsversuch angenommen wurden, daraufhin erst einmal extern angefangen haben und sich dann später nochmal um eine Doktorandenstelle an der Uni beworben haben, als sie schon etwas vorweisen konnten. D.h. ehemalige Externe, die sich erneut um eine interne Stelle bewerben, können durchaus schon Publikationen vorweisen, was eventuell der Grund ist, warum dieser Punkt überhaupt extra aufgeführt wird.

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