Promotion abbrechen aufgrund von Alter?

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Pitar
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Promotion abbrechen aufgrund von Alter?

Beitrag von Pitar » 09.04.2019, 00:58

Hallo Leidensgenossen,

ich bräuchte gerade mal eine ehrliche und realistische Meinung von euch, da es mir zunehmend schwer fällt, die Situation richtig einzuschätzen. Kurz zur Situation:

Ich bin Ingenieur (Maschinenbau, RWTH Aachen), gerade 31 Jahre alt geworden und bin zurzeit wissenschaftlicher Mirarbeiter an einem Lehrstuhl in einem Forschungs-/Industrieprojekt im Bereich künstliche Intelligenz. Bei diesem bin ich vor allem im Bereich IT-Entwicklung/Programmierung (Python) und Projektmanagement tätig. Vorher war ich 2 Jahre ebenfalls auf Industrie-/Beratungsprojekten als IT-Entwickler bei Fraunhofer. Ich hatte eigentlich schon immer den Wunsch zu promovieren und mein bisheriger Lebenslauf ist demnach recht stark auf Wissenschaft/Forschung ausgerichtet, was meine Tätigkeiten während und nach dem Studium betrifft (Tätigkeiten an Uni als Hiwi, nur zwei Industriepraktika + Bachelor-/Masterarbeit in Unternehmen). Aufgrund von privaten Problemen bin ich erst mit fast 27 mit dem Studium fertig geworden. Aufgrund der schlechten Promotionsbedingungen bei Fraunhofer hatte ich mich vor 1,5 Jahren dazu entschieden, an die Uni auf eine Vollzeit-Drittmittelstelle zu wechseln - im Nachhinein gesehen eventuell ein Fehler. Die Finanzierungsmöglichkeit ist durch das Projekt und eine mgl. Verlängerung noch für etwa 2 Jahre gesichtert.

Zur Situation: Das Forschungsprojekt sowie Projektakquise und Lehre haben bislang soviel Zeit weggenommen, dass ich bisher kaum zur Diss. gekommen bin. Ich habe lediglich mit dem Prof. grob das Thema festgelegt und eine Literaturrecherche gemacht ( ca. 30 Paper gelesen/zusammengefasst). Zwar konnte ich durch das Forschungsprojekt relativ viel praxisrelevante Erfahrungen im IT-Bereich sammeln und das Thema der Diss. soll im wesentlichen auf den Projektergebnissen basieren, die tatsächlich bereits ziemlich umfangreich und vielversprechend sind, dennoch leide ich seit Monaten unter starken Angstsymptomen (Schlaflosigkeit etc.), dass ich aufgrund meines Alters nach weiteren Jahren an der Uni den Einstieg in die Industrie nicht mehr schaffen könnte bzw. zu sehr als Theoretiker angesehen werde (der ich definitiv nicht bin!). Eigentlich arbeite ich auch gerne in der Wissenschaft und würde danach am liebsten entwicklungs-/forschungsnah in der Industrie/angewandten Forschung tätig sein. Doch diese extremen Zukunftsängste und die Ungewissheit bezüglich der weiteren Dauer der Promotion machen wir zurzeit sehr zu schaffen. Nun stehe ich vor der Entscheidung, den Vertrag entweder nochmals zu verlängern oder die Promotion aufzugeben und in die Wirtschaft zu gehen in der Hoffung, einen passenden Job im IT-Bereich (wohlbemerkt als Quereinsteiger) zu finden. Realistisch brauche ich für die DIss. wenn wirklich alles gut läuft, noch 1,5 Jahre, im schlechten Fall länger. Die Betreuung durch meinen Doktorvater ist leider nicht sonderlich gut. D.h., er kann mir inhaltich zu meinem Thema relativ wenig Unterstützung leisten, findet das Thema aber sehr interessant und wird mir wohl keine Steine in den Weg legen.

Wie beurteilt ihr das Ganze? Ist das Alter als Kriterium wirklich so relevant? Wie werden Kenntnisse aus Forschungsprojekten in der Wirtschaft tatsächlich gesehen - völlig nutzlos oder ggf. doch relevant? Welche Konsequenzen hätte so ein Abbruch in meinem Alter? Und was kann man tun gegen diese ständige Versagensangst?

Vielen Dank im Voraus!

Pitar

spirograph
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Re: Promotion abbrechen aufgrund von Alter?

Beitrag von spirograph » 09.04.2019, 15:24

Grüße,

ganz schön große Last, die Du da in deinen Zeilen anreißt. Versagensangst, Zukunftsangst, warum denn eigentlich? Ich hatte das auch mal, gerade im Verbund mit Diss und Uni. Aber immer, wenn Angst dabei ist, hat man eigentlich Menschenfurcht: Versagen vor wem, man steht vor dem und dem doof da, man wird von dem nicht mehr anerkannt, ich kann nicht mithalten, ich kriege keine krasse Arbeitsstelle, kann nich repräsenten, ..., mit was auch immer Du deine >Versagensangst/Zukunftsangst< füllst. Wenn man völlig allein wäre auf der Welt und würde ne Diss nich hinkriegen, heija, aber - ich habe das für mich so bis auf diesen Grund analysiert - in dieser Welt dekliniert einen bei jeglichen Ängsten eigentlich im Grunde Menschenfurcht durch. Vllt sagt Dir das was, vllt auch nicht. Ich in jedem Fall habe das durchgekaut, hin und her gesiebt und es stimmt für mich so. Es war auch Ausgangspunkt für mich, mich mit der Frage zu beschäftigen, warum ich Furcht vor Menschen habe (keine Sozialphobie), sondern Anerkennungs- und Wertigkeitsknoten in mir, mit mir selbst. Eigentlich bin ich n schwacher Kandidat, aber weil ich mir das nicht zugeben u aussprechen und ungestraft alle wissen lassen darf, brauch ich Insignien, die alle vom Gegenteil überzeugen...und da geht der ganze Bums los...das ist der Steigbügel von solchen Unternehmungen wie Diss, Uni, Laufbahnen, Materialismus,...die ganze äußeren Lesbarkeiten u Repräsentationsformen.

Frag Dich doch einfach, was Du willst. Wo Du deine Aufgabe u deinen Dienst siehst. Wo kannst Du am besten deine Talente, skillz, know-how einbringen und nutzbar machen? Dann gehe danach. So lange, wie es dauert, dauerts. Was es braucht, braucht es. Ohne Menschenfurcht und Weltenangst.

Solche Geschichten wie Diss u Uni u Positionen u Stellen schütten btw ein wenig Wasser auf den Durst nach Wert u Anerkanntsein. Aber nur wenig u nur kurz. Tragen tut einen das nicht, nicht tatsächlich, nicht langfristig. Im Gegenteil es beißt einen was ab und man muss zusehen, dass das Loch, die Leere nicht zusehends größer wird. Ich kann Dir aus persönlicher Erfahrung sagen, dass wenn man im Leben Warnschüsse erhält, z.B. ne krasse Krankheit oder deine Eltern sterben, da denkt man nicht mehr an Zertifikate oder Stellen oder Uni, der ganze Mumpitz. Das ist alles Illusion und Illusionen. Sachen, die man machen kann. Aber doch nicht wert, Angst zu unterhalten in sich. Denkst Du nicht, dass es einen Ort, eine Tätigkeit gibt, wo Du freudvoll wirken kannst? Mit der Du abends pennst oder feiern gehst und nicht im Nest liegst und Angst schiebst? Was macht man da eigentlich mit seiner Lebenszeit, die unwiederbringlich u nicht kaufbar ist, wenn man die in Angst verbratet? Was ist da an einem dran, der einen so durchdekliniert, dass da eine solche Angst entsteht? Nur so Impulse.

Weißt Du, ich kann Dir fachlich nix sagen. Das können andre hier. Aber ich kann Dir sagen, dass es mir auch mal gegangen ist wie Dir. Aber diese Fragen von oben habe ich mir gestellt in so ganz klaren Momenten. Und heute: nahezu angstfrei. Was geschehen muss, soll geschehen. Ich habe gerafft, dass wenn ich Angst hab in der Welt, ich Furcht habe vor Menschen. Letztlich. Und da muss ich mich fragen, wie ich mein mir gegebenes Leben und die mir überangestellte Lebenszeit da "nutze". Wem ich da gerade den "Gefallen" tue. In meiner christlichen Weltdeutung weiß ich, wer/was mich da durchdeklinieren will, aber es gibt ja ein Wort dafür.


Dir alles Gute.

spiro
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Re: Promotion abbrechen aufgrund von Alter?

Beitrag von flip » 09.04.2019, 15:27

Also, fassen wir mal zusammen.

- Du bist auf einer Projektstelle, in deren Rahmen du promovieren kannst.
- Du hast bereits das Thema festgelegt und abgestimmt.
- Die Betreuung ist nicht optimal, aber dir wird bei Problem geholfen werden.
- Du planst selber mit einem realistischen Horizont für die Beendigung der Diss ein.

Und die Argumentation ist, weil du mit 33 schlechtere Karten als mit 31 hast, brichst du ab?



...


Nein.

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Re: Promotion abbrechen aufgrund von Alter?

Beitrag von Apollo » 09.04.2019, 16:36

Pitar hat geschrieben:
09.04.2019, 00:58
Wie beurteilt ihr das Ganze? Ist das Alter als Kriterium wirklich so relevant?
Nein, insbesondere bei dem momentanen Fachkräftemangel. Übrigens bist Du nicht so alt. An vielen Lehrstühlen ist der Median für die Promotionsdauer so um die 7 Jahre. Du bist also jünger, wenn Du raus kommst. Es gibt übrigens auch viele Lehrstühle an denen keiner eine Promotion schafft. Du hast eine gute Ausgangslage.

Pitar hat geschrieben:
09.04.2019, 00:58
Wie werden Kenntnisse aus Forschungsprojekten in der Wirtschaft tatsächlich gesehen - völlig nutzlos oder ggf. doch relevant?
Nutzlos, aber dass Du selbst ein Projekt gemanaged hast, etwas längeres von vorne bis hinten durchgezogen hast ist sehr, sehr wertvoll. Es zeigt, dass Du das kannst.
Pitar hat geschrieben:
09.04.2019, 00:58
Welche Konsequenzen hätte so ein Abbruch in meinem Alter?
Du wirst es ein Leben lang bedauern.
Pitar hat geschrieben:
09.04.2019, 00:58
Und was kann man tun gegen diese ständige Versagensangst?
Such Dir nen Coach oder Psychotherapeuten. Ehrlich. Das ist besser bevor es Dich so lähmt, dass Du gar nichts mehr machen kannst.

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Re: Promotion abbrechen aufgrund von Alter?

Beitrag von spirograph » 09.04.2019, 19:39

Apollo hat geschrieben:
09.04.2019, 16:36
Welche Konsequenzen hätte so ein Abbruch in meinem Alter?

Du wirst es ein Leben lang bedauern.
Das geht übers Wissbare hinaus. Man kann auch Promovieren jetzt lassen, fängt in 15 Jahren nochmal an. Tausend Lebensverläufe denkbar. Ich hab auch (viele) Sachen angefangen, Studiengänge sogar, da denke ich heute nur noch: Oida, ein Glück, dass das nicht geklappt hat. Zum Bedauern gehört viel. Eigentlich viel mehr als ne Diss im Stande ist Dir zu geben.
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Re: Promotion abbrechen aufgrund von Alter?

Beitrag von Grounded » 09.04.2019, 19:55

Lieber Pitar,

gern möchte ich meinen Senf beisteuern :)
Pitar hat geschrieben:
09.04.2019, 00:58
Zwar konnte ich durch das Forschungsprojekt relativ viel praxisrelevante Erfahrungen im IT-Bereich sammeln und das Thema der Diss. soll im wesentlichen auf den Projektergebnissen basieren, die tatsächlich bereits ziemlich umfangreich und vielversprechend sind, dennoch leide ich seit Monaten unter starken Angstsymptomen (Schlaflosigkeit etc.), dass ich aufgrund meines Alters nach weiteren Jahren an der Uni den Einstieg in die Industrie nicht mehr schaffen könnte bzw. zu sehr als Theoretiker angesehen werde (der ich definitiv nicht bin!). Eigentlich arbeite ich auch gerne in der Wissenschaft und würde danach am liebsten entwicklungs-/forschungsnah in der Industrie/angewandten Forschung tätig sein.
Dass du bei Beendigung der Promotion sicherlich nicht zu alt sein wirst wurde dir hier schon mehrfach vermittelt. Ich möchte auf einen anderen Aspekt hinweisen, der mir ins Auge gesprungen ist.
Wenn ich den markierten Abschnitt lese habe ich den Eindruck, dass du dir nicht im Klaren darüber bist, ob du nun Wissenschaftler/ Theoretiker oder Praktiker bist bzw. was von beidem du sein willst. Offenbar spielt dabei auch eine wichtige Rolle, wie andere dich wahrnehmen. Du möchtest nicht als Theoretiker gesehen werden, der du aus Sicht der Praxis wirst, wenn du in der Wissenschaft bleibst. Gleichzeitig arbeitest du gern in der Wissenschaft und möchtest in diesem Bereich bleiben. Vielleicht hängt deine Angstsymtomatik damit zusammen, dass du dir nicht im Klaren darüber bist, wer du bist und wo deine Stärken liegen? Wenn es darum geht, dich zu diesen Fragen zu positionieren, würde ich dir ebenfalls empfehlen, dich coachen zu lassen.

Alles Gute und viel Erfolg
Grounded

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Re: Promotion abbrechen aufgrund von Alter?

Beitrag von Dell » 09.04.2019, 23:20

Lieber Pitar

Jeder hatte mal Zweifel. Flip hat schon vieles gesagt. Der Dr. wird sehr nützlich für deine Karriere sein und es muss keinesfalls eine überlange, perfekte Diss. werden (liest sowieso keiner).
Zieh die 2 Jahre ganz pragmatisch durch und versuche dir die Freude zu bewahren.
Super Fach, super Thema, Daten laufen schon auf, Einleitung schon geschrieben :wink: , Prof. OK, Finanzierung OK, Alter OK.
Super!

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Re: Promotion abbrechen aufgrund von Alter?

Beitrag von Nomen Nescio » 10.04.2019, 12:33

Alter wird immer ein Kriterium sein, aber eines von vielen. Und dazu eines, an dem du legal nichts ändern kannst. ;)
Schlag dir das Klischee aus dem Kopf, dass Personaler den/die "25j, 2 Master in synergiegeladenen Fächern mit 1,0 (besser 0,7), dazu Promotion mit SCL und 6 Jahre Berufserfahrung aus mind 3 Auslandspositionen nach der Promotion" suchen. Mir fehlen (bzw habe ich die zuviel) 3 Jahre zum perfekten CV, niemanden hat es gestört, weil ich die Zeit verständlich verkaufen konnte. Ich bin aus dem Bereich Inf. (KI&Robotik), hatte 4 VG, davon 1 beim Drittmittelgeber meiner Diss, die in 3 Angeboten gipfelten, bei 1 lagen die Gehaltsvorstellung zu weit auseinander. Nach der Diss habe ich noch 1/2a auf einer halben Post-Doc-Stelle herumgeeiert und parallel dazu freib. gearbeitet, weil ich mit dem Gedanken an eine W1-Stelle gespielt hatte, 2mal Vortanzen mit dem Ergebnis 2. Platz "zu hause" und 1. "am A*sch der Welt" (AdW-Einstufung wg. familärer Situation). Die AdW-Ausschreibung hatte ich fast ausschliesslich in Angriff genommen, weil ein Listenplatz dort an meiner Wunsch-Uni die Hausberufungsproblematik aushebeln sollte (externe Qualifikationsexpertise). Eine 3. W1-Bewerbung habe ich abgebrochen, weil ich ein Angebot bekam, mit dem W1 nicht konkurrieren konnte. Soll heissen, wenn das Leben dir Zitronen gibt, verkauf Limonade! ;)
Ich betreibe in der Freizeit Kampfsport, und da weiss man, dass von den 2 im Ring höchstwahrscheinlich derjenige verliert, der keine Angst hat. Mach die Angst zu deinem Freund, besser such dir eine(n) Coach/Thera., die/die dir zeigt, wie das gehen kann. @Spiro würde wahrscheinlich sinngemäß sagen "Denk heute das, was du morgen sein willst!". ;) Am Theater heisst es "Ohne Lampenfieber keine gute Premiere/Vorstellung!", und die Dortigen kennen das Geschäft seit ein paar hundert Jahren.

PS Wenn du die Diss erfolgreich durchziehst, kann ich mir vorstellen, dass der Industriepartner verhindern will, dass du überhaupt ins Bewerbungsschreiben einsteigst. ;)
PPS Ein DV, der inhaltlich nicht auf dem aktuellen Stand deiner Diss ist, aber am Thema interessiert, ist wahrlich nicht die schlechteste Situation. Mein DV wusste fast ein wenig zu gut Bescheid, war aber ansonsten in Ordnung. :lol:
Trollschutzerklärung: Ich halte mich aus threads mit erhöhtem Trollpotential heraus. Im Fehlerfall möge der Troll bitte "NEIN, ich bin nicht einverstanden." drücken.

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Re: Promotion abbrechen aufgrund von Alter?

Beitrag von spirograph » 10.04.2019, 12:54

Nomen Nescio hat geschrieben:
10.04.2019, 12:33
@Spiro würde wahrscheinlich sinngemäß sagen "Denk heute das, was du morgen sein willst!".
Im weitesten Sinne vllt. Aber ich bin keine Mentalistin oder sowas. Ich will nur flauschig leben, atmen, chillen, bissl arbeiten und iwann von diesem Globus abtreten. Der Junge im thread redet von >Angst< - das ist n heftiges Konzept und auch ne krasse Umklammerung, die einen festhalten kann. Die Worte vom Eingang klingen beinahe auszugsweise wien Hilferuf. Und: den haben viele, viele gerade im Uni/Diss-Feld. Erst will man das haben, dann hat es einen. Wie viele Gespräche habe ich geführt, wo von Uni/Diss die Rede war und im semantischen Verbund kam >Angst<. Ich muss ehrlich sagen, so ganz add-on und unverlangt, dass ich mir neben meinem Forschungsthema, vor allem über diese Kombination Gedanken gemacht habe. Die Melange aus Uni/Diss u solcher Angst. Was da los? Warum kann man das nicht als Tätigkeit verstehen, die man macht und mal nicht macht, dann weitermacht? Woher diese Aufladung? Aufladung wegen Alter, Eignung, Zukunft, Schaffen, nächster Arbeitsbiographiepunkt,..in was für ner Schleuderdrehzahl ist man da flugs drinnen...und das schöne Leben wird einem dabei vergällt.

Nun gut. Weitermachen.
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Re: Promotion abbrechen aufgrund von Alter?

Beitrag von Kusmar » 17.04.2019, 10:11

Ich habe meine Diss mit Ü35 abgeschlossen und bin damit überhaupt nicht der einzige. Das Alter ist ein Kriterium bei der Stellensuche, aber nicht das einzige. Wichtig ist es, wie du dich im Motivationsschreiben und CV "verkaufst".

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