Promotion neben Projektarbeit

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achsas
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Promotion neben Projektarbeit

Beitrag von achsas » 08.02.2019, 18:20

Hallo,

ich bin neu im Forum und würde gerne mal die Meinung anderer Doktoranden zu meinem Fall hören.

Ich wurde Mai 2017 über ein BMWi-Projekt an der Uni angestellt. Im Bewerbungsgespräch hieß es, aus den Ergebnissen der Arbeit im Projekt soll eine Promotion erfolgen. Ich muss noch erwähnen, dass DV und Projektleiter zweierlei sind, beide angestellt an der Uni.

Nach einiger Zeit hat mir mein DV eröffnet, dass er das Projekt für nichtpromotionswürdig hält und ich die Promotion parallel zum Projekt machen soll.
Das habe ich eine ganze Zeit lang versucht, jedoch bald gemerkt, dass die Zeit (Vertrag für 3 Jahre) nicht ausreicht beiden Aufgaben vollumfänglich gerecht zu werden. Ich habe mein Problem dann auch mehrfach meinem DV mitgeteilt und er meinte dann sinngemäß dass ich halt Pech hätte bzw. nicht mehr im Projekt arbeiten solle. Allerdings fordert er von mir, dies mit dem Projektleiter abzuklären.
Nun wird jedoch meine Stelle über das Projekt bezahlt und ein Großteil des Projektes wird von mir bearbeitet.

Ich habe erst ein Paper (gefordert sind drei) und schreibe hauptsächlich am WE und nach Feierabend an der Promotion. Ich sehe nicht, dass ich in 15 Monaten fertig sein werde, eine Weiterfinanzierung wird es aber auch nicht geben. Zugegeben bin ich auch etwas neidisch auf die anderen Doktoranden, welche nahezu 100% ihrer Zeit an der Diss arbeiten können.
Seit knapp 2 Jahren habe ich eigentlich kein Leben mehr und der Ausblick in die Zukunft macht mir Angst (ohne Promotion von der Uni --> keinen Job). Ich fühle mich ausgelaugt, permanent gestresst. Seit Monaten denke ich schon darüber nach, die Promotion abzubrechen und mir eine andere Anstellung zu suchen. Diese Woche habe ich angefangen, erste Bewerbungen zu schreiben.

Was kann ich machen?
Der DV scheut sich vor einem Gespräch mit dem Projektleiter und möchte, dass ich die Sache kläre. Ich sehe diese Aufgabe (für klare Verhältnisse zu sorgen) jedoch eigentlich beim DV. Das Projekt einfach nicht weiterbearbeiten ist keine Option für mich, weil ich mit dem Projektleiter gut verstehe und weiß, dass Folgeprojekte auf der Kippe stehen, wenn das derzeitige Projekt nicht gemacht wird.
Mir fehlt aber auch Zeit für meine Promotion.
Promotion und Projekt in 3 Jahren zu einem guten Ende zu bringen ist nicht möglich. Was kann ich tun?

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Wierus
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Re: Promotion neben projektarbeit

Beitrag von Wierus » 08.02.2019, 20:59

Hallo,

kannst du das Projekt nicht einfach abschließen und deine Promotion danach mit Stipendium/Nebenjob weitermachen? Dann hast du schonmal Studium + Projekt/Arbeitserfahrung vorzuweisen, was dir etwas den Stress nimmt. Frag deinen DV doch einfach, wie viel Zeit er dir nach dem Projekt noch einräumen bzw. ob er dir überhaupt ein Zeitlimit setzen würde.

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Re: Promotion neben projektarbeit

Beitrag von achsas » 08.02.2019, 21:14

Ich muss vielleicht noch erwähnen, dass ich Naturwissenschaftler bin und auf dementsprechend Infrastruktur angewiesen bin. Ohne Anstellung an der Uni promovieren ist daher nicht möglich.
Zuletzt geändert von Sebastian am 09.02.2019, 10:09, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Dieser Beitrag wurde erst am Sa. 9.02. ca. 09:00 Uhr freigegeben und war daher vorher für andere nicht sichtbar.

spirograph
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Re: Promotion neben projektarbeit

Beitrag von spirograph » 08.02.2019, 21:40

Hi achsas,

das Projekt klingt nicht so übel, Du kannst auch mit dem Projektleiter. Mach das doch geordnet zu Ende. Damit bist du berechtigt Alg1 zu beziehen für ein Jahr. Im Notfall. Da hast Du nch 12 Monate, um deine Diss eingleisig zu Ende zu führen. Oder: interamt.de; bund.de; hsozkult.de sind Stellenportale, kannste ja ma rumschnorcheln.

Wenn Du zu 100% angestellt bist (ohne deine genauen Verhältnisse zu kennen), vllt. kannst Du etwas Geld für n halbes Jahr oder so auf die hohe Kante packen, so dass Du selbstfinanziert deine Diss zu Ende bringen kannst. Die 15 Monate jetzt und ca. 6 Monate noch dazu: sind fast zwei Jahre. Schreibphasen, also das wirkliche "Zusammenschreiben", das geht schon. Das geht auch "nebenbei". Is nich schön, weil immer iwas dazwischen kommt, aber es geht. Man kommt - word anschmeißen, letzte Passage lesend - schnelle wieder rein.

Ich würde Dir raten: mach das Projekt zu Ende, sprich mit deinem DV und dem Projektleiter, wie es weitergehen könnte; HiWi? Iwas?. Es gibt an Uni auch so "Abschlussstipendien" (also: ma an deiner Uni nachfragen nach Abschlussfinanzierung!). Wenn die nix haben, machste zur Not Alg1, Nebenjob oder Du hast ne andere Anstellung bis dahin oder Du finanzierst Dich selbst mal ne zeitlang.

Du schreibst bspw. nich, dass Dich deine Diss an sich nervt, Du schreibst, dass es dich nervt, dass Du wenig Zeit dafür hast! Das ist ein wichtiger Unterschied: Nur weil Du JETZT wenig/weniger Zeit hast, heisst es nicht, dass das stets so sein muss. Iwann ist Projektschluss, dann hast Du mehr Spielraum. Mach jetzt das MÖGLICHSTE und wenn es länger dauert (das ist - so leite ich deine Zeilen analytisch ab - der einzige "Nachteil" bzw. neuralgische Punkt!!!!), dauert es länger. Du wirst 120 Jahre alt, was soll das Heckmeck um n Jahr oder zwei. Pffff.

Schau, JETZT bist Du abgesichert, gehst deinem Beruf nach, sammelst Projekterfahrung, DV kann Dich auch leidern (Probleme schreibst Du ja nicht; Diss läuft, ja?) - und kommst nu nich - wie deine Kollegen zu 100% - zu deiner Diss. Egal, mach jetzt das, was für Dich in deiner speziellen Situation möglich ist. Das Leben verlangt gerade nicht mehr von Dir. Du machst das, es ist also alles ok und in Ordnung.

Ich habn volles Lehrdeputat, sind 9 SWS, tausend Mails jeden Tag....immer will iwer iwas. Diss ist Feierabend und am weekend und in meinem angesparten Urlaub (hab dieses Jahr mir 7 Wochen Urlaub zusammen gespart dafür!). Andere Kollegen haben ne Lehrverpflichtung von 2 sws und sind so gar nicht "belastet". Weißt Du, das sehe ich, das irritiert mich etwas, aber ich begegne dem stoisch und gucke - wie son Fußballer nachm Spiel (https://www.youtube.com/watch?v=6QPxAkNujcs) ! - nur auf mich und mein Leben. Ich tue, was mir jetzt zu diesem Zeitpunkt mit meiner Kraft mgl ist. Thats it. Panik, Nervösität und Zeitdruck: Ich erkenne deine Zeilen, die Du schreibst wieder. Aber: Du hast alle Zeit, die Dir für deine Diss zur Verfügung steht. Das macht man einmal im Leben. Is doch hupe, obs n Jahr oder zwei länger dauert. Diss ist btw nicht an ne Anstellung gekoppelt. Zurechtschreiben geht auch @ home, ohne andere. Entkoppel also Projekt-Vertrag u die Zeit, die Du noch zur Abwicklung der Diss brauchst.
achsas hat geschrieben:
08.02.2019, 18:20
ohne Promotion von der Uni --> keinen Job
Ist das so? Oder ist das deine ultimative Annahme? Vllt auch gewachsen aus nem meltdown-Nervositäts-Moment? :?

Suche nochmal das Gespräch mitm DV u dem Projektleiter. Von Mensch zu Mensch. Kiek och mal nach Möglichkeiten an Deiner Uni. Frag auch ma die Nachwuchsförderung, irgendwelche Kolloquien dort oder mal ganz freundlich im Dekanat nach Möglichkeiten. EInfach freundlich sich erkundigen. Möglichkeiten ausloten, abgrasen. Nich jeder, der sagt, dass es nix für dich gebe, weiß vollends Bescheid...........

:-)

Viel Erfolg!

spiro

P.S.: Du kannst davon ausgehen, dass es vielen, vielen Leuden im Uni-System so geht wie Dir. Mir ging es auch mal so. Bis ich einige Punkte raffte, z.B. dass ich auch außerhalb des Mirkokosmos Uni meine Diss schreibn kann! Das is nicht an irgendwelche Stellen (rar! rar! "Krieg ich die Stelle, ja, nein? *bibber*bibber) an der Uni gekoppelt. Das warn Befreiungsschlag! Es gibt auch Berufsperspektiven in diesem Land, die weniger menschenverachtend bspw. Verträge gestalten. Man soll es kaum glauben! Aber: auch solche meldown-Momente wie Du ihn vllt. nun mal hast, lehren einen bestimmte Dinge. Dass es weiter geht, so oder so. Man muss schon sagen, das großes Feld des "Diss-Schreiben" bürgt viele Lehr-und Erfahrungsmomente. Rundum Lernen, auch an sich selbst. Vllt. kannst Du das, was Dich irritiert nun, so auflösen und einordnen.
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Re: Promotion neben projektarbeit

Beitrag von flip » 08.02.2019, 22:08

achsas hat geschrieben:
08.02.2019, 18:20

Ich wurde Mai 2017 über ein BMWi-Projekt an der Uni angestellt.
Ist das eine 100%-Stelle?

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Re: Promotion neben projektarbeit

Beitrag von achsas » 08.02.2019, 22:25

Vielen Dank für die guten Tipps und Hilfe.

Meine Stelle ist eine 75% Stelle. Die Promotion nach Projektende fertig zu stellen hatte ich auch überlegt. Ich bin jedoch als Naturwissenschaftler auf die Labore, Geräte und Software der Uni angewiesen.

Ja, die Promotion an sich gefällt mir. Das Verhältnis zum DV ist allerdings angespannt, weil er eben meint ich würde nicht genug für die Promotion machen (zu wenig Paper abliefern). Ich weiß daher nicht, wie er dem Vorschlag der Promotion ohne ein weiteres Angestelltenverhältnis gegenüber steht.

In der Tat habe ich große Angst, nach Projektende mit leeren Händen da zu stehen und keinen Job zu finden, da mir der Abgang von der Uni ohne Dr. vermutlich als Scheitern ausgelegt wird. Und in meinem Berufsfeld sind einigermaßen bezahlte Stellen auch rar und lange Zeiten an der Uni nicht unbedingt ein Vorteil (zumindest ohnen Dr.).

Einen Tip versuche ich mir zu Herzen zu nehmen: Nur auf die eigenen Situation schauen und nicht auf Situationen anderer Doktoranden.

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Re: Promotion neben projektarbeit

Beitrag von spirograph » 09.02.2019, 14:06

achsas hat geschrieben:
08.02.2019, 22:25
Meine Stelle ist eine 75% Stelle. Die Promotion nach Projektende fertig zu stellen hatte ich auch überlegt. Ich bin jedoch als Naturwissenschaftler auf die Labore, Geräte und Software der Uni angewiesen.
Hi,

mmmh, es gibt doch den Abschnitt d Erhebungen/Versuche und den Abschnitt, wo man das alles in eine schriftliche Form bringt, "Schreibphase". Mach doch bis zum Projektende die ganzen Ergebnisse fertig, dann und ab dann nur noch "Schreiben". Jetzt also alle restliche Zeit nutzen, um Ergebnisse zu produzieren und alles, was man ohne Gerätschaften/Labor machen kann, dann machen, wenn man keinen Zugriff mehr drauf hat. Ggf. lässt dich dein DV auch nach deiner Anstellung zur Fertigstellung der Diss in die Räumlichkeiten!?
achsas hat geschrieben:
08.02.2019, 22:25
In der Tat habe ich große Angst, nach Projektende mit leeren Händen da zu stehen und keinen Job zu finden, da mir der Abgang von der Uni ohne Dr. vermutlich als Scheitern ausgelegt wird. Und in meinem Berufsfeld sind einigermaßen bezahlte Stellen auch rar und lange Zeiten an der Uni nicht unbedingt ein Vorteil (zumindest ohnen Dr.).
Es geht immer irgendwie weiter. Mal backt man große, mal kleiner Brötchen. Bei den wenigstens sieht das von außen und von "in da back" betrachtet wie geleckt aus, der Lebenslauf. Mache jetzt u in der restl Zeit dein Möglichstes. Bahne eine geordnete Entwicklung deiner Diss an. Kann sein, dass deine Diss mit exakt dem Datum des Projektes nu nich fertig ist, aber die Uni muss Dir Möglichkeiten geben das geordnet zu Ende zu bringen. Informiere Dich ggf. beim Personalrat (ma ein vertrauliches Gespräch). Manchmal - weil Diss n jahrelanges Ding ist - nimmt man die Diss mit in diverse Lebens- und Berufsabschnitte. Diss ist wie ein Trabant von einem selbst.

Hier, es wird mit vielen so gemacht: Volle Stellen, bei mir Lehre ohne Ende, aber Vertrag ist befristet weg. Diss, zu der man wegen der ganzen Überladung nicht geordnet kommt. Das nennt sich Ausbeutung und Aufreibung. Mir ist das sehr klar. Hundertmal innerlich analysiert u durchdacht u zu Ende gedacht. Was ich mit mir nicht mehr mache, ist mich zu zerfleischen. Ich mache das, was mir gegenwärtig möglich ist. Fertig ist der Lack. Und was passieren muss, passiert. Was sagt der Joker: “Desire becomes surrender. Surrender becomes power”. Ich übergebe mich den Bedingungen ganz deskriptiv, ich nehme das hin (dass andere bei mir nur 2 SWS machen müssen und Hilfe durch stud. Hilfskräfte bei ihrem "Lehrdeputat" - pffff - bekommen, ich nicht), ich überlasse mich meinen mir gestellten Bedingungen. Und in diesem surrender steigt Kraft und Gelassenheit empor. Guck nur auf Dich, gucke auch noch weiterführenen Stellen (interamt.de; bund.de !!!). Mach Dich selbst frei.

Weißt Du, ich bin nun einige Jahre anner Uni. Meine Zeit hier neigt sich dem Ende zu. Ich habe viel Situationen erlebt, mir Engpässe bevorstanden. An einem Lehrstuhl vor Jahren wurde mir untersagt dort Lehre zu machen, mir wurde kein Lehrauftrag gegeben. Es sollte mir unmöglich gemacht werden. Ich hatte aber immer Ideen, was ich für tolle Seminarinhalte machen könnte....diese Ideen brannten in mir, ich sammelte schon Material, hehe, typisch Lehrerin, gebrauchte Bücher hier, Material dort, rumgoogeln - obwohl die äußeren Umstände ein Nein ergaben. Ich wollte aber das letzte Wort über mich u meine Situation haben. Ich wusste auch, dass ich viel lebhaftere u motivierendere Seminar geben konnte und wollte das, was in mir brannte: I wanted it to bring it to pass!

Und dann: an der gleichen Uni gab es ein Angebot, wo man Lehranträge einreichen konnte, das tat ich - und konnte trotz des Neins meines Lehrstuhles an anderer Stelle meine (!) Seminare halten. Hehe, easy does it. Lässig umgangen, die Hürde. Ich habe da gelernt: so lange ich Feuer, Brennen und Ideen habe, ebnen sich Wege. Die Energie folgt der Aufmerksamkeit. Überlege Dir, wohin Du gern gehen willst. Lass dich von nur gegenwärtig bestehenden Sackgassen u Turbulenzen nicht auf ganze Linie aufhalten. Dinge sind schon angebahnt für Dich auf deinem Weg, auch wenn Du jetzt noch kurz aufgehalten wirst. You be there in a minute, dont worry too much about whats going on in this moment.

Guck, wie gesagt, nur auf Dich. Was andere machen oder nicht machen, its none of your business. You must not be worried about what others are doing. Das ist schon ein großer Schritt. An meinem Badspiegel hängt n Spruch mit so nem Etikettiergerät ausgedruckt: Two things prevent us from happiness: Living in the past and observing others. Wie wahr, wie wahr.
achsas hat geschrieben:
08.02.2019, 22:25
Ja, die Promotion an sich gefällt mir.


Na, das ist doch ein positives Verdikt. Bleib dabei. Mach das Ding zu Ende, auch wenn Du bis ans Ende dieser Welt gehen musst. EGAL auch, was dein DV über Dich denkt oder nicht denkt. DIR gefällt das und Du hast bereits heute am Samstag alle skillz das zu nem Ende zu führen. Also: Weitermachen. Allen Widrigkeiten zum Trotz.
achsas hat geschrieben:
08.02.2019, 22:25
Ich weiß daher nicht, wie er dem Vorschlag der Promotion ohne ein weiteres Angestelltenverhältnis gegenüber steht.
....weil Du kündigen willst? Oder weil das in 15 Monaten dann ausläuft?


Be hopeful about what is in score for you.

spiro
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Re: Promotion neben Projektarbeit

Beitrag von Nomen Nescio » 10.02.2019, 19:03

Hast du gegenüber dem PL dargelegt, dass dein DV das Projekt als nicht promotionswürdig ansieht, und damit einen wichtigen Punkt des Projekts, aus dessen Budget aller Wahrscheinlichkeit nach auch Teile in seinen Topf fliessen, negiert?
Trollschutzerklärung: Ich halte mich aus threads mit erhöhtem Trollpotential heraus. Im Fehlerfall möge der Troll bitte "NEIN, ich bin nicht einverstanden." drücken.

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Re: Promotion neben Projektarbeit

Beitrag von kal-el » 11.02.2019, 00:31

Diese Woche habe ich angefangen, erste Bewerbungen zu schreiben.
Dann scheint Deine Zeit doch nicht so knapp zu sein....
was ist das für ein Zeitmanagement????

Mal ganz hart:
die Situation sollte Dich ermutigen, es umso schneller anzugehen. Ich hatte während der Promotionszeit eine halbe Stelle + 3 (!) Nebenjobs in der Erwachsenenbildung mit 4 (!) verschiedenen Fächern und Strukturen.
Weiß noch, wie die Schüler einer meiner Klassen hohl gedreht haben, als es Richtung Abschlussprüfung ging und ich mir pro Woche noch extra Stunden bei ihnen habe zuteilen lassen.... und das war genau die Zeit meiner Abgabe bzw. Dispu 10 Wochen später.....
insgesamt habe ich 1,5 jahre erhoben, 8 Monate geschrieben, 3 Monate ausgewertet und dann Schluss und abgegeben.
15 Monate für das Beenden von zwei Papern - ich bitte Dich...
das schafft man doch! Sag´ Dir, Du darfst ab jetzt nicht länger als 12 Monate brauchen und zieh´ es durch!

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Re: Promotion neben Projektarbeit

Beitrag von Nomen Nescio » 11.02.2019, 11:50

kal-el hat geschrieben:
11.02.2019, 00:31
Diese Woche habe ich angefangen, erste Bewerbungen zu schreiben.
Dann scheint Deine Zeit doch nicht so knapp zu sein....
was ist das für ein Zeitmanagement????
Mir erschliesst sich die Logik deiner Schlußfolgerung nicht ganz, um nicht zu sagen "überhaupt nicht". OP ist in ungekündigter Stellung und überlegt/plant, in eine andere Stelle zu driften. Was hat dies mit Zeitmanagement für die Diss zu tun?
kal-el hat geschrieben:
11.02.2019, 00:31
.... und das war genau die Zeit meiner Abgabe bzw. Dispu 10 Wochen später.....
insgesamt habe ich 1,5 jahre erhoben, 8 Monate geschrieben, 3 Monate ausgewertet und dann Schluss und abgegeben.
15 Monate für das Beenden von zwei Papern - ich bitte Dich...
Laborarbeit in NatWis richtet sich nur selten nach nach einem gewünschten Zeitschema, insofern laufen deine Anekdoten aus deiner Diss ins Leere.
Du schreibst von deiner erfolgten Abgabe, dein Status steht auf "angefangen". Was ist das für ein Statusmangement? Weitere "?" hebe ich mir für später auf. ;)
Trollschutzerklärung: Ich halte mich aus threads mit erhöhtem Trollpotential heraus. Im Fehlerfall möge der Troll bitte "NEIN, ich bin nicht einverstanden." drücken.

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