Qual der Wahl zwischen 2 Doktorvätern + 2 Themen

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Rotbaeckchen
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Qual der Wahl zwischen 2 Doktorvätern + 2 Themen

Beitrag von Rotbaeckchen » 04.02.2019, 22:23

Liebes Forum,

ich habe zwei Betreuer zur Betreuung meiner Promotion in Aussicht. Es handelt sich um zwei Professoren, die ich beide aus vorigen Lehrveranstaltungen kenne: Bei Prof A war ich mal Hiwi, er hat mich schon während des Studiums auf eine Promotion angesprochen. Auch von Prof B kam ein direktes Angebot. Während Prof A allerdings bald emeritiert wird und keine Stelle für mich hat, könnte ich bei Prof B für ein halbes Jahr als geprüfte Wissenschaftliche Hilfskraft (20 Std/Woche) arbeiten.

Die Crux ist nun Folgende: Ich würde lieber bei Prof A promovieren (Fach liegt mir mehr und hier habe ich schon ein sehr konkretes Thema, das auf meiner Abschlussarbeit aufbaut) - allerdings habe ich hier keine Finanzierung. Bei Prof B hätte ich eine Finanzierung für ein halbes Jahr, allerdings möchte ich nicht so gern in dieses Fach gehen.

Dazu sollte ich noch sagen, dass ich vorhabe, mich auf ein Stipendium zu bewerben. Ich denke, dass es im Falle von Fach A schneller gehen würde, ein Exposé zu verfassen (allerdings kann ich auch hier die Dauer gar nicht einschätzen). In Fach B habe ich nämlich bisher "nur" das Thema - aber noch nicht wirklich daran gearbeitet.

Ich wäre total dankbar über ein paar Einschätzungen von außen. Entscheiden muss ich ja selbst, aber vielleicht habt ihr ein paar Denkanstöße für mich.

DANKE!!!

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Re: Qual der Wahl zwischen 2 Doktorvätern + 2 Themen

Beitrag von daherrdoggda » 05.02.2019, 08:13

Ein halbes Jahr bei B ist zwar gut fuer den Anfang, aber danach steht du vor dem selben Problem wie bei A.
Ich wuerde danach gehen, was ich lieber 3-5 Jahre lang machen will (deine Dauer kommt natuerlich aufs Fach an).
Ist denn bei A eine Finanzierung unwahrscheinlicher als eine Anschlussfinanzierung bei B?
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Re: Qual der Wahl zwischen 2 Doktorvätern + 2 Themen

Beitrag von Cybarb » 05.02.2019, 09:33

Hallo,

m. E. überwiegen die Gründe für A recht deutlich, auch aufgrund des Hinweises des herrndoggda zur Finanzierung bei B.

Du solltest noch klären, wie sich die Betreuung bei A gestalten soll, sobald er emeritiert ist. Bestenfalls hat er dann wunderbar viel Zeit für Dinge, die ihn interessieren, wozu natürlich auch deine Diss. gehört. :wink: Schlechtestenfalls nutzt er seine neugewonnene Freizeit, um die Welt zu bereisen, sich für irgendwas ehrenamtlich zu engagieren, sein großes Alterswerk zu schreiben etc. - aber für dich ist er physisch schon mal gar nicht und per Mail nur dann zu erreichen, wenn es ihm gerade passt.

Da du schon eine positive Vorgeschichte mit ihm hast, gehe ich nicht davon aus, dass dieser worst case eintritt, aber du solltest das Thema Betreuung nach Emeritierung zumindest mal ansprechen.

Gruß
Cyb
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Re: Qual der Wahl zwischen 2 Doktorvätern + 2 Themen

Beitrag von spirograph » 05.02.2019, 10:13

Hi Rotbaeckchen,

gehe nach deiner Intuition. Die kleine Anstellung als HiWi ist nicht der Rede wert. Checke auch, ob Prof. A schoneinmal jemanden promoviert hat - ich kenne nicht wenige, die lange keinen oder noch nie jemand promoviert haben, sondern nur Abbrüche angeleitet haben. Und das hat auch je und je Gründe, die nicht stets im Promovenden lagen. Also: (1) Guter Draht/ gutes Thema, (2) Promovenden-Erfolgs-Erfahrung wären so meine Aspekte. Wenn Prof A auch noch gut vernetzt ist und Dich ggf später mal iwo draufheben kann - so läufts doch - wäre das auch nicht schlecht: eben gutes Verhältnis zu seinen nun in Positionen sich befindenden Post-Docs. Solche Seilschaften eben.

Viel Erfolg!

spiro :blume:
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Re: Qual der Wahl zwischen 2 Doktorvätern + 2 Themen

Beitrag von flip » 05.02.2019, 10:41

Also ich würde nicht bei einem Prof promovieren, der emeritiert (gibts das noch?) ist. Und zwar weil:

1. Er eine ziemlich stark gefestigte Meinung von seinem Forschungsschwerpunkt haben wird. Also du hast nur verminderte Gestaltungsfreiheit.
2. Keinen Anreiz hat, dich schnell gehen zu lassen (vor allem, wenn du der/die letzte bist). Das heißt, im Zweifel macht er dir mit Korrekturwünschen das leben zur Hölle.
3. Er macht was er will, wie oben schon geschrieben, und du kannst dagegen nicht vorgehen.
4. Er hat keinen Antrieb bei neuartigen Forschungsprojekten, also Drittmittelfinanzierung.

Wenn dir ein Prof im hohen Alter und ohne Finanzierung eine Promotionsstelle anbietet, dass also für ihn eigentlich nur Mehrarbeit ist, dann ist es wahrscheinlich, dass diese Punkte zutreffen. Nichts ist schlimmer als jemand, der von seinem Thema nicht loslassen kann.

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Re: Qual der Wahl zwischen 2 Doktorvätern + 2 Themen

Beitrag von Eva » 05.02.2019, 11:26

@Flip: Das kann eine Gefahr sein, aber ich würde das hier nicht so negativ sehen. Zumal: "Während Prof A allerdings bald emeritiert wird" = er ist es im Moment noch gar nicht, also auch noch nicht raus aus allem, er hat noch Kontakte, die nicht seit > 5 Jahre eingetrocknet sind bzw. nur noch zu Leuten, die auch nichts mehr zu sagen haben.

Insofern schließe ich mich den anderen an und plädiere für Variante A. Wenn das nicht klappt, kannst du dir immer noch (dann aber bald) was anderes suchen, ggf. auch zu Prof B zurückgehen. Dem solltest du also möglichst so absagen, dass dir eine Rückkehr nicht verbaut ist, falls sich das Betreuungsverhältnis mit Prof A doch so gestaltet, wie Flip befürchtet.

Ein Bekannter von mir hat eine sehr positive Erfahrung mit dieser Konstellation (Prof frisch emeritiert, er kannte den Promovenden noch vom Studium) gemacht.
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Re: Qual der Wahl zwischen 2 Doktorvätern + 2 Themen

Beitrag von Wierus » 05.02.2019, 16:02

Eva hat geschrieben:
05.02.2019, 11:26
Ein Bekannter von mir hat eine sehr positive Erfahrung mit dieser Konstellation (Prof frisch emeritiert, er kannte den Promovenden noch vom Studium) gemacht.
Genau so war das bei mir auch. Also die Betreuung war individuell auf mich zugeschnitten: Hatte im ersten Jahr mehrmalige Besprechungen und Richtungskorrekturen des Themas und war danach dann ganz auf mich alleine gestellt beim weiterpromovieren, wie es mMn auch eigentlich sein soll. Ich hatte immerhin die Gewissheit, dass ich mich bei etwaigen Problemen jederzeit an den Prof. wenden kann. Aber ihn ständig am Lehrstuhl im Nacken zu haben, das blieb mir zum Glück erspart.

@Rotbaeckchen:
Ich weiß nicht aus welchem Fachbereich du kommst, aber wenn du z.B. in Geistes-, Sozial- oder Kulturwissenschaften promovierst, dann ist das halbe Jahr Finanzierung wie ein Tropfen auf dem heißen Stein. Versuche dich also dringend langfristig abzusichern, was die Finanzierung deines Promotionsprojekts angeht. Hilfreiche Lektüre für dich wären in dieser Frage einige ältere, lebhafte Diskussionen hier im Forum zum Thema Nebenjob/Finanzierung.
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Re: Qual der Wahl zwischen 2 Doktorvätern + 2 Themen

Beitrag von Rotbaeckchen » 05.02.2019, 22:03

Liebe Leute,

erstmal DANKE für Eure schnellen Antworten - das ist einfach nur großartig. Möchte kurz auf Eure Fragen und Anregungen eingehen:

@daherrdoggda: Eine Finanzierung bei A ist nicht wahrscheinlicher oder unwahrscheinlicher als eine Anschlussfinanzierung bei B. Zum derzeitigen Zeitpunkt kann A nicht sagen, ob er ggf. eine geprüfte Hiwi-Stelle hat. B will, dass ich mich um ein Stipendium bewerbe, sodass es dann einen nahtlosen Übergang von Hiwi-Stelle zum Stipendium gibt. Problem dabei: Ein Stipendium hätte ich - wenn es denn klappt - frühestens im November (habe mir heute mal Fristen und die Dauer der jeweiligen Auswahlverfahren angeschaut), die Stelle läuft aber im September aus. Und: Ich muss ja noch das Exposé schreiben und mich ins Thema einarbeiten. Zu dem Thema habe ich bisher kaum was gemacht, d.h. die Erstellung des Exposés im Zuge der Stipendienbewerbung würde bei B wesentlich länger dauern als bei A, so meine Einschätzung, und: Bei B hätte ich ja auch "nur" die Hälfte der Zeit, da ich 20h die Woche für B arbeite.

@Cybarb: Prof B ist super gut per Mail erreichbar (ich wohne nicht am Hochschulort! Die Hiwi-Arbeit könnte ich auch von zu Hause aus machen), hat mir Telefon bzw. Skype angeboten. Prof A hingegen ist per Mail schlecht bis gar nicht erreichbar, allerdings kann man persönliche Treffen ausmachen. Eine vor kurzem bei ihm Promovierte hat mir erzählt, dass er ein super Betreuer ist hinsichtlich Fachlichkeit, Kritik etc., allerdings im persönlichen Gespräch und nicht via Mail. Emeritiert wird er erst in anderthalb Jahren und wird noch viele Posten weiter innehaben (ist hochkarätig in seinem Bereich und hat viele Funktionen inne).

@Spirograph: Prof B hat momentan Promovenden und hat auch schon Leute promoviert. Prof A hat just jemanden promoviert, war in den letzten Jahren aber mehr Zweitkorrektor als Erstkorrektor. Soweit ich weiß, hatte er in den letzten Jahren zwei Leute promoviert. Gut vernetzt ist Prof A meines Wissens auf jeden Fall.

@flip: Punkt 4, keine Forschungsprojekte mehr und Drittmittelfinanzierung, trifft ab der Emeritierung auf jeden Fall zu.

@Eva: Genau, Prof A wird erst in anderthalb Jahren emeritiert. Problem bzgl. Rückkehr zu Prof B: Beide haben Lehrstühle an derselben (Geisteswissenschaftlichen) Fakultät, aber in anderen Fächern. Ich stelle es mir sehr schwierig vor, ggf. zu B zurückzukehren... hmm...

@Wierus: So ähnlich habe ich es mir auch vorgestellt. Das Jahr über fixe Termine beim Prof, eine kontinuierliche Begleitung, aber nicht zu engmaschig.

@alle: Ich komme aus dem geisteswissenschaftlichen Bereich. Ich möchte mich auf ein Stipendium bei den Begabtenförderungswerken bewerben (ich wurde bereits im Studium durch eines gefördert und möchte es dort gern wieder versuchen). Meine große Herausforderung ist nun diese: Wie finanziere ich die Exposéphase (März bis November): a) Mein Mann und ich leben bis dorthin von seinem Gehalt; b) Ich unterrichte am Gymnasium (hier wäre aber die Frage: Wieviele Stunden?); c) andere Möglichkeit - habt ihr noch eine Idee? Meine Überlegung ist gerade: Wenn ich keiner anderen Tätigkeit nachgehe, und tatkräftig am Exposé arbeite, dieses so früh wie möglich fertig habe und mich bewerben ist, ist es ggf. besser, als neben einer 50%-Stelle mit der Promotion zu beginnen. Wie seht ihr das? Wieviel "fachfremde Arbeit" neben der Anfangsphase ist machbar?

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Re: Qual der Wahl zwischen 2 Doktorvätern + 2 Themen

Beitrag von Wierus » 06.02.2019, 01:16

Rotbaeckchen hat geschrieben:
05.02.2019, 22:03
b) Ich unterrichte am Gymnasium (hier wäre aber die Frage: Wieviele Stunden?)
Ich weiß nicht genau wie sich das Arbeitspensum als Gymnasiallehrer genau rechnet, aber wenn du mit unter 20 h pro Woche Brutto-Arbeitspensum rauskommst, bist du mMn gut bedient. Wobei jedoch weniger mehr ist, will sagen: In den arbeitsintensiven Phasen der Dissertation ist jede unnötige Ablenkung ein psychischer Mühlstein, auch und gerade der Nebenjob.
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Re: Qual der Wahl zwischen 2 Doktorvätern + 2 Themen

Beitrag von spirograph » 06.02.2019, 15:42

Rotbaeckchen hat geschrieben:
05.02.2019, 22:03
@alle: Ich komme aus dem geisteswissenschaftlichen Bereich. Ich möchte mich auf ein Stipendium bei den Begabtenförderungswerken bewerben (ich wurde bereits im Studium durch eines gefördert und möchte es dort gern wieder versuchen). Meine große Herausforderung ist nun diese: Wie finanziere ich die Exposéphase (März bis November): a) Mein Mann und ich leben bis dorthin von seinem Gehalt; b) Ich unterrichte am Gymnasium (hier wäre aber die Frage: Wieviele Stunden?); c) andere Möglichkeit - habt ihr noch eine Idee? Meine Überlegung ist gerade: Wenn ich keiner anderen Tätigkeit nachgehe, und tatkräftig am Exposé arbeite, dieses so früh wie möglich fertig habe und mich bewerben ist, ist es ggf. besser, als neben einer 50%-Stelle mit der Promotion zu beginnen. Wie seht ihr das? Wieviel "fachfremde Arbeit" neben der Anfangsphase ist machbar?
Hi,

na kommt drauf an. Steckst Du in deinem Diss-Thema schon drin? Kannst Du ggf. die Arweit am Gymn. mit a bissl Schwellendidaktik oder musst Du dich da hart drauf vorbereiten. Nebensachen sollen als solche auch behandelt werden. D.h. vom Anspruch/Inhalt und/oder vom Umfang her sollten sie als Nebensache angegangen werden können. Für Schule und Unterricht soll das nu nich heißen, das man das lulli lulli macht, eher, dass man sich nur so und so viele Stunden zumutet, die dann solide größtenteils hinlegt; hier und da mal Schwellekunst lang hin.

Ist auch d Frage, wie man Promovieren für sich zeitlich-inhaltlich interpretieren will? Nur Diss, dann wäre n Stipendium nicht schlecht, ist man aber nicht sozialversichert i.d.R., also Krankenkasse für 150 Euro noch bezahlen. Oder Split-Modelle: Nebenjob (bei Dir Gymn.) und so angstellt sein immerhin und daneben/ lateral Diss. Diss entspricht auch halben Stellen. Volle WiMa Stelle ist wieder son Ding. Da hat man dann 8SWS Lehre und noch mehr und muss sich Zeit suchen für die Diss. Das kann dir bei ner halben WiMa och passieren, dass man viel Lehre abbekommt und n irgendwelche Schleifen gelegt wird for good. Gymn. nebenbei ist gar nicht soooo schlecht: die machen genau Auge auf Stunden, da weißte, wasde hast und wie viel, ist auch ÖD, Geld kommt pünkltich und vollständig. Vielleicht kannste deinen Didaktik-Schwerpunkt noch ausbauen. Aber cool, dass du den erstma so hast. Breit uffstellen. Plus tolle Lehrerfahrung, außerhalb der Uni (FH-Ausschreibungen!)! Plus: Wenn Du Schule und Klasse hinkriegst, kriegste Uni-Lehre och hin, da hat man ja keine Disziplinprobleme oder so; Uni-Lehre ist viel feier, da macht kinner Auge. Ggf. später nochma n Lehrauftrag iwo an Land ziehen, so dassde och universitäre Lehrerfahrung hast. Schöne rund. Plus: Wenn es bei der Diss mitm Dvater mal beef gibt, hast Du n vollkommen autonomes Standbein mit/in der Schule. Mir half das immer dabei, Diss als das zu nehmen, wasses für mich is, n eigenständiger Forschungsnachweis. Nich Bibel-Hexenwerk-Geniestreich. Wenn Dvater sagt, ich werde nicht verlängert (Stelle - Diss - link), weil ich ihm nicht gefalle, kostet mich das n Lächeln und n stoisches Grinsen. Geh ich woandershin. Nimmste Diss und gehst zum Nächsten. Man ist nicht so anfällig für Ausgeliefertsein und Zitterpartien. Viel wert! Man kann seinen Standpunkt dann viel souveräner vertreten. Glaub mir. Mach ma Schule weiter, das klingt super. Plus: wenn Du Stipendium nicht kriegst, isses nich schlimm. Unterricht geht von Jahr zu Jahr besser und wird angereichert durch Erfahrung. Das kann Dir keiner Wegnehmen. Du hast die Fusion dann aus beidem: Schule, Unterricht, Lehre und deiner Forschung. Super! Du bist um Längen freier und autonomer. Nicht drauf angewiesen, obs irgendnem "Ja, Herr Generaldirektor, bitte schön, Herr Generaldirektor!" passt oder nicht passt.


Viel Erfolg.

Schankbube spiro :blume:
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