Lehrerin (Sonderpädagogin) mit 20 Std. - nebenbei Promotion möglich?

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LehrerinimRheinland
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Lehrerin (Sonderpädagogin) mit 20 Std. - nebenbei Promotion möglich?

Beitrag von LehrerinimRheinland » 26.01.2019, 14:20

Hallo ihr Lieben

Ich bin Sonderpädagogin, Anfang 30 und habe eine 20 Stunden Stelle an einer Sekundarschule. Im Rahmen meines Studiums hatte ich die Möglichkeit nach dem Ersten Staatsexamen zu promovieren, was ich aber erstmal nicht wollte, da mein bevorstehendes Ref einfach Vorrang hatte. Nun bin ich endlich im Beruf und schon sehr zurfrieden, möchte aber nach wie vor promovieren. Von einer Dozentin weiß ich, dass sie ihre Promotion mit ihrer Lehrtätigkeit an der Schule gekoppelt hat. Das ist etwas, was ich mir auch sehr gut vorstellen kann. Ganz raus aus der Schule möchte ich nicht, da mir die Praxis sehr am Herzen liegt.

Meint ihr, dass es möglich ist, neben dem Lehrerberuf noch zu promovieren? Wie viele Stunden würdet ihr mir erfahrungsgemäß da empfehlen, weiterhin an der Schule zu arbeiten? Sind 20 Stunden eventuell zuviel; ich muss natürlich noch meinen Lebensunterhalt bestreiten. Wenn ich mit der Stundenzahl runtergehe, wird es finanziell evtl eng. Ich leb jetzt nicht wirklich ausschweifend, möchte aber auch am Ende des Monats keinen Stress haben. An der Uni würd' ich evtl. auch was verdienen oder? Mir geht es prinzipiell halt darum, meine Familie versorgen zu können. Ich möchte nicht, dass sie darunter leiden.

Über Rückmeldungen und Erfahrungsberichte freue ich mich sehr!

Herzliche Grüße aus dem Rheinland

spirograph
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Re: Lehrerin (Sonderpädagogin) mit 20 Std. - nebenbei Promotion möglich?

Beitrag von spirograph » 26.01.2019, 17:54

Huhu,

lass Dich doch abordnen. Oder Du suchst Dir ne Stelle (ggf. Teilzeit) anner Uni: interamt.de; bund.de statt Schuldienst. Oder Du nimmst Kontakt zu dem Lehrstuhl deiner Wahl auf und regst eine Einstellung samt Promotion an. Gibt gerade mit Lehramt tausend Varianten. Plus: es ist noch nich ma so, dass wir uns auf den befristeten-tingel-tangel-Bums einlassen müssten. Jeht och so. Nur mit Schule und nebenbei und so. Plus: Wiedereinstellungen an der Schule sind ja jederzeit drin. Per Antrag. Noch nicht ma als klassische Bewerbung mit Fliks-Flaks und Überzeugungsarbeit....
Oder: Du machst Teilzeit Schule und in der restl Zeit dann deine Diss. Kommt drauf an, wie lange Du für Vorbereitungen brauchst oder ob Du Schwellendidaktik machst, wo Du nur aufschlägst dort. Lehre kann man thick und deep machen oder jetzt ohne Laminieren und Think-Pair-Share (was nich ma schlecht sein muss) eben schmaler. Ich kenne auch Leute, die neben 40h Vollzeit promoviert haben, allerdings waren die ledig/ kinderlos. Es ist alles möglich --> dauert ggf länger. Statt regulär 5 oder 6 Jahren dann eben mehr. Aber: ich kenne auch Leude, wo 9 - 10 Jahre an der Uni für ihre Diss brauchen!? Sind gar nicht weniger. Möglich ist Vieles, in vielen Varianten. Ist eben die Frage, wie man promovieren für sich interpretiert: von ich-mach-das-nur-in-Vollzeit-und-nix-anderes zu -läuft-bei-mir-nebenbei-mache-ich-wenn-ich-zu-komme. Ggf dauerts bei dem ersten kürzer, bei dem letzteren länger - vielleicht aber auch nicht, weil man fix arbeiten kann.

Möglich ist es. Nur zu! :-)

Viel Erfolg!

spiro
Wie groß ist das Wort Claudels: „La vie, c’est une grande aventure vers la lumiere“ (Das Leben ist ein großes Abenteuer zum Lichte hin)

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