Fragen zur Disputation

... und die Fragen, die sich davor und dabei ergeben.
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Wierus
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Fragen zur Disputation

Beitrag von Wierus » 23.12.2018, 13:04

Hallo Leute!

Nach der fakultätsinternen Auslage meiner Diss steht jetzt laut einer Email vom Prüfungsamt die Terminfindung für die Disputation an. Ich dachte ich freue mich riesig, wenn es mal soweit ist, aber irgendwie kommt doch eher die Aufregung hoch.
:stressed:

Das Prüfungsamt schreibt, die Prüfung "muss" innerhalb von zwei Monaten stattfinden, in der aktuellen Promotionsordnung findet sich dazu - wie immer - lediglich eine Soll-Vorschrift.

Daher meine Frage: Wie lange hat es bei euch nach Auslage der Diss noch zur Disputation gebraucht und wie lief die Terminfindung konkret ab?
Irgendwie scheue ich auch davor, es jetzt zur Weihnachtszeit bzw. vor Neujahr bei meinen Profs klingeln zu lassen um den Termin abzusprechen.

btw:
Eigentlich wollte ich dieses Thema und weitere Fragen in einem älteren (Quasi-)Sammelthread platzieren. V.a. gibt es in viewtopic.php?f=11&t=2011 eine interessante Diskussion mit vielen hilfreichen Hinweisen, aber dieser und weitere Threads sind mittlerweile gesperrt.

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Re: Fragen zur Disputation

Beitrag von Elbfroggi » 23.12.2018, 13:37

Hallo Wierus, bei mir lagen zwischen dem Ende der Auslagefrist und der Disputation zwei Wochen. Ich habe mich wegen der Terminfindung an die Erstgutachterin gewendet, sie hat dann ein Doodle an alle Beteiligten geschickt. Nachdem der Termin feststand, hat sich die Graduate School um einen Raum gekümmert.

Jetzt über Weihnachten Mails wegen der Terminfindung zu schicken, finde ich unproblematisch (da lässt sich ja prima ein frohe-Feiertage-Wunsch unterbringen und wer Urlaub hat und keine Mails checkt, antwortet einfach nicht bzw. später). Aber da gehen die Meinungen sicher auseinander.

Ich war vor der Disputation auch sehr aufgeregt, aber letztlich war es eine schöne, feierliche Veranstaltung. Freu dich ruhig, du bist so gut wie fertig! :blume:

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Re: Fragen zur Disputation

Beitrag von flip » 23.12.2018, 17:29

Wierus hat geschrieben:
23.12.2018, 13:04
Daher meine Frage: Wie lange hat es bei euch nach Auslage der Diss noch zur Disputation gebraucht und wie lief die Terminfindung konkret ab?
Ich habe geschaut, an welchen Tagen Fakultätssitzungen sind, wo alle Profs anwesend sein müssen (das ist so alle ein, zwei Monate mal). Dann habe ich bereits vor Einreichung bei den Kommisisonsmitgliedern kurz im Büro vorbei geschaut und gefragt, ob sie an dem Termin vor der Sitzung zwei Stunden entbehren können und fertig aus.
Die Auslagezeit bis zu Verteidigung dann tatsächlich die Mindestzeit. Also zwei Wochen, wenn ich mich recht entsinne. Also Fasttrack. ;)
Das geht natürlich nur, wenn die Gutachter weite Teile der Diss vorher schon kennen, bzw. wenn sie aus mehreren Publikationen besteht.

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Re: Fragen zur Disputation

Beitrag von Geuer » 23.12.2018, 18:15

Ich glaube das ist auch immer uniabhängig. Mein Prüfungsamt verschickt bei solchen Sachen bspw. grundsätzlich keine E-Mails, sondern nur Briefe. Da steht dann drin, dass man sich als Doktorand um einen Termin innerhalb einer bestimmten Frist kümmern und denen rückmelden muss. Auch der Raum muss hier vom Doktoranden gesucht, gefunden und belegt werden.

Ich hab da aber einfach mit meinem DV drüber gesprochen - auch was die erwarteten Gepflogenheiten während der Disputation betrifft (und die ändern sich ja nicht nur von Uni zu Uni, sondern auch von Fakultät zu Fakultät). Das ist besonders ratsam, wenn du dir, aus welchen Gründen auch immer, noch keine Disputation aus deinem Fachbereich anschauen konntest.

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Re: Fragen zur Disputation

Beitrag von Wierus » 23.12.2018, 20:31

Vielen Dank für alle bisherigen Antworten! :D
Elbfroggi hat geschrieben:
23.12.2018, 13:37
Ich war vor der Disputation auch sehr aufgeregt, aber letztlich war es eine schöne, feierliche Veranstaltung. Freu dich ruhig, du bist so gut wie fertig! :blume:
Diese Aufmunterung ist sehr nett, aber die Aussicht darauf, die bisher wichtigste mündliche Prüfung meines Lebens in einem freien Vortrag vor mindestens vier Professoren und - im Fall einer öffentlichen Disputation - vor zahlreichen weiteren Zuhörern abzuhalten bleibt dennoch eine "prickelnde" Vorstellung.
:tomate:

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Re: Fragen zur Disputation

Beitrag von Nomen Nescio » 24.12.2018, 13:16

email ist bei Benachrichtigungen vom Prüfungsamt bei uns nicht vorgesehen. Es gibt nach Ende der Auslage eine "tote Woche", anschliessend ein 2 Wochen langes "Soll-Fenster" für Terminwünsche, die üblicherweise erfüllt werden. Freitag(nachmittag) als Wunsch gilt als als unhöfliche Wahl. ;)
Solltest du nicht aktiv in Grabengämpfe verstrickt gewesen sein, wird dir niemand Böses wollen, im Zweifel gibt es die schlechteste Note, die die "Vorzensur" nicht verdirbt.

Die Mitglieder der Prüfungskommission sind hier offiziell den Prüflingen nicht im Vorfeld bekannt, somit läuft die Organisation übers Dekanat. Wie die lokalen Riten bei euch sind, solltest du klären können.
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Re: Fragen zur Disputation

Beitrag von Wierus » 24.12.2018, 14:03

Nomen Nescio hat geschrieben:
24.12.2018, 13:16
email ist bei Benachrichtigungen vom Prüfungsamt bei uns nicht vorgesehen.
Email klingt echt enttäuschend, nicht? :lol: Also die Eröffnung des Promotionsverfahrens wurde mir noch samt Unterschrift der Dekanin per Brief zugesand. Vielleicht ist aus Sicht des Prüfungsamtes die offizielle fakultätsinterne Auslage der Dissertation nur ein wenig bedeutsamer formaler Schritt? Zum Glück kann man so etwas heutzutage mit den elektronischen Promovierenden-Daten der Graduiertenschule abgleichen; etwa, wann welches Gutachten eingetroffen ist.


FRAGE Nr. 2

Mein Vortrag soll maximal 20 min dauern. Das ist sehr knapp, v.a. weil mehrere Themenblöcke wichtig erscheinen: (1) "Forschungsdiskussion im Vorfeld", (2) "Leitgedanken der Arbeit", (3) "Metatheorie/Methodenfragen", (4) "Unternommenen Arbeitsschritte/Fortgang", (5) "Ergebnisse der Arbeit", (6) "aktueller Stand der Forschung/neueste Beiträge", (7) "Eigenkritik".

All das wäre in 20 minuten nur sehr schwer unterzukriegen. Auf welche Punkte habt ihr euch in der Disputation konzentriert (oder würdet ihr euch konzentrieren) ?
Zuletzt geändert von Wierus am 25.12.2018, 02:11, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Fragen zur Disputation

Beitrag von flip » 24.12.2018, 14:17

Einleitende Literatur und damit auch Forschungsfrage präsentieren, dann Methodenvorstellung (kurz), Ergebnispräsentation (das Wichtigste) und meinetwegen noch ne kritische Folie zum Schluss. Wie man es in den ersten Semestern gelernt hat. :D Zu mehr kommst du nicht.

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Re: Fragen zur Disputation

Beitrag von kal-el » 26.12.2018, 22:34

Ich habe mit meinen Prüfern ausgemacht, wann ich abgebe, wann sie dann korrigieren und wann die Disputation sein wird. Ausliegen muss 14 Werktage, die Disputation innerhalb der Vorlesungszeit stattfinden (sonst kriegt man auch nicht alle zusammen....);
die Fakultätsverwaltung hat den Raum gestellt, unsere Hiwis die Getränke. ...den Protokollanten musste ich selbst finden und alles war paletti..... bis:
der Zweitprüfer den Termin vergessen hatte und just an dem Tage, zu dieser Stunde zugesagt hatte, die Eröffnungsrede in einer anderen Stadt zu halten. Haha.
Die Dispu war nicht so schlimm, aber ich hatte eigentlich schon den Eindruck, dass ich an der Note nichts mehr rütteln konnte. Ich glaube, der Zettel für das PA mit der Note war sogar schon vorbereitet gewesen. .....

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Re: Fragen zur Disputation

Beitrag von caipirinha11085 » 27.12.2018, 11:11

Hi Wierus,

erst einmal herzlichen Glückwunsch, du hast es fast geschafft. :dr)
Bei mir hat die Terminfindung der DV übernommen.

Zu deiner Aufbaufrage: Meine Gliederung entsprach im Großen und Ganzen deiner Gliederung, die Kunst ist nur, alles entsprechend zu komprimieren. So würde ich nicht jedem der von dir angeführten Punkte im Vortrag einen eigenen Unterpunkt einräumen. Deine Punkte 1 und 2 habe ich zB unter "Darstellung und wissenschaftliche Bedeutung des Themas" abgehandelt. Wenn du 7 Unterpunkte in 20 Minuten "durchratterst" könnte es etwas gehetzt wirken. Bei "Ergebnisse der Arbeit" beschränkst du dich auf die Highlights und sagst auch, dass du ausgewählte Thesen/Ergebnisse vorstellst.
Den Punkt "Eigenkritik" kenne ich nicht. Bei uns käme da sicherlich die Frage auf, warum man es nicht einfach von Anfang an besser gemacht hat, wenn man selbst etwas zu kritisieren hat an der Arbeit. Falls das bei euch ein üblicher Punkt ist, bitte diese Anmerkung einfach nicht beachten. ;)
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