Förderung von externen/berufsbegleitenden Promovierenden

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ESZET
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Förderung von externen/berufsbegleitenden Promovierenden

Beitrag von ESZET » 23.11.2018, 12:58

Hallo Doktorandenforum,

ich habe mich an der Suche probiert aber nichts gefunden, deshalb hier die Frage:

Wie kann man sich als externer Doktorand in der Privatwirtschaft von einer Stiftung oder Verein oder ähnlichem fördern lassen?

Dabei geht es mir nicht per se um eine finanzielle sondern vor allem um eine ideelle Förderung und Netzwerk. Anfrage bei der Studienstiftung des Deutschen Volkes ging ins Leere da man mit außerhalb der Wissenschaft angestellten Personen nichts anfangen kann. Was ich darüber hinaus kenne sind verschiedene Verbände und Interessenvertretungen, Deutsche Gesellschaft für Soziologie und Thesis e.V. - eine Forum für wirtschaftswissenschaftliche Doktoranden habe ich nicht gefunden (zumindest keins, was einen serösen Eindruck macht).

Kurz zu mir:
Anfang 30, verh. und 1 Kind
80% Stelle mit Förderung durch teilweise Kostenübernahme und Netzwerk bei einer Interessenvertretung der Privatwirtschaft seit einigen Monaten
Betreuungszusage von Prof. an der Universität am Wohnort habe ich, Anforderungen des hiesigen Promotionsausschuss auch kein Problem
Wird eine Promotion in Wirtschaftswissenschaften (rer. pol.) als Soziologie Master
Schreibe gerade an einer Literaturübersicht und werde nach ersten VÖ/Konferenzen im Herbst 2019 mich als Doktorand anmelden (best practice meines DV)

Vielen Dank für euer Feedback!

flip
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Re: Förderung von externen/berufsbegleitenden Promovierenden

Beitrag von flip » 23.11.2018, 13:28

Ein Netzwerk bekommst du, wenn du auf Konferenzen oder Tagungen (Workshops) fährst und sichtbar wirst.
Du kannst Fördermittel/Reisestipendien beantragen, das ist bei jeder Konferenz anders geregelt.

Willst du kumuliert promovieren? Dann vergiss diesen Literaturüberblicksquatsch, weil er einfach nur Zeit frist und du damit weder in Zeitschriften noch auf Konferenzen kommst. Es ist einfach nur vergeudete Zeit, weil du für die ersten Artikel eh bis zum umfallen lesen musst.
Deine Ziele für 2019 sind... ambitioniert. Denn die Deadlines für die Konferenzen sind ja schon in der ersten Jahreshälfte. Und eine richtige Veröffentlichung (kein Survey) schaffst du nicht in einem Jahr als externer auf einer 80% Stelle wenn du vorher noch Übersichten schreibst.

Spricht mit deinem Prof, was er sich genauer für einen Fahrplan vorstellt bzw. was ist überhaupt dein Ziel?

Wenn es die klassische Monographie ist, dann versuche möglichst viel so zu schreiben, dass du es auch verwerten kannst. Denn du hast ja bereits eine Betreuungskonstellation.

ESZET
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Re: Förderung von externen/berufsbegleitenden Promovierenden

Beitrag von ESZET » 23.11.2018, 20:47

Hallo flip,

in der Tat sind die Deadlines jetzt bzw. für die für mich relevanten Ende Februar bis Mitte Mai. Allerdings sind es, themenbedingt, keine Top-impact Konferenzen und man hat einen gewissen Pull/Insider-Wissen über den Professor bei einzelnen Veranstaltungen. Gelinde gesagt ist es natürlich auch ein Versuch der scheitern kann. Da ich selbst in einer Interessensvertretung mit Wissenschaftsförderung arbeite und auch in der Fachschaft aktiv war, weiß ich um die Auswahlkriterien für einen Vortrag/VÖ und die sind eben nicht immer nur rein akademisch.

Es soll am Ende eine Monographie werden, das Thema wächst derzeit mit dem Versuch Material für ein Überbicksartikel zu sammeln. Idealerweise soll daraus die Kapitel Stand Literatur und Forschungsansatz werden. Ggf. ist auch der Begriff Übersicht falsch. Es soll einen neuen Forschungsansatz durch systematische Analyse von Fehlstellen einer Nachbardispziplin dargestellt werden - also auch das, was in kondensierter Form m.E. für eine Annahme als Doktorand (Exposé) nötig ist.

Doch zurück zur Ausgangsfrage: Ich habe erste Erfahrung mit interdisziplinären Forschungskollegs in an einer deutschen und einer französichen Universität. Die haben mir sehr gut gefallen und die Dualität zwischen Stillarbeit und Austausch über Disziplinen hinweg war top. Da ich familär gebunden bin ist eine Abwanderung z.B. in die Schweiz oder Niederlande nicht drin (wo es sowas mit vollen Stellen gibt).

Meine Frage zielt darauf ab, ob es etwas gibt, was diese Kollegstruktur schafft eben für externe Doktroranden? Gibt es "alte externe Hasen" die eine ähnliche Situation hatten und eben nicht nur neben 45-55h Konzernjob vermeintlich nochmal die gleiche Zeit im stillen Kämmerlein verbracht haben?

Für weitere Meinungen bin ich dankbar.

PS: Meine wöchentlich verfügbare Zeit variiert zwischen 12 und 20 Stunden zzgl. Wochenende.

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