Einschreibung ausländische und inländische Universität?

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lenne
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Einschreibung ausländische und inländische Universität?

Beitrag von lenne » 31.10.2018, 10:05

Liebe Community,

ich überlege an einer Universität im außereuropäischen Ausland zu promovieren - gleichzeitig allerdings eine/n Betreuer/in / Doktormutter / -vater an einer inländischen Universität zu finden und die Promotion von beiden Ländern / Unis aus parallel laufen zu lassen. Dies hätte meines Erachtens nach zwei Vorteile: a) garantierte Anerkennung des Doktortitels in Deutschland; b) Breitere Bewerbungsmöglichkeiten bei Stipendiengebern (selten werden komplette Promotionen an ausländischer Uni gefördert).

Meine Frage: Ist dies möglich? Darf man zur Promotion an zwei Unis parallel eingeschrieben sein?

Danke für eure Antworten und Grüße.

Jack24
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Re: Einschreibung ausländische und inländische Universität?

Beitrag von Jack24 » 01.11.2018, 13:52

Matthäus 6:24 hat geschrieben:Niemand kann zwei Herren dienen: entweder er wird den einen hassen und den andern lieben, oder er wird dem einen anhangen und den andern verachten. Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon.
Nichts für ungut. Ich glaube nicht, dass so etwas funktionieren kann. Die Sinnhaftigkeit erschließt sich mir auch nicht. Was spricht dagegen, in Dtl. zu promovieren und zwischenzeitlich für ein paar Monate im Ausland zu forschen, im Labor eines befreundeten Kollegen des DV. Das machen sehr viele.

Dagegen bei zwei DV gleichzeitig arbeiten, beim einen nur, damit der Dr. Titel ein deutscher ist, und beim anderen in Wirklichkeit, der das dann bezahlt aus seinen Mitteln? Warum sollte sich ein DV darauf einlassen? Außerdem dürften die meisten Promotionsordnungen das ausschließen. Weiterhin sind die Systeme zuweilen sehr unterschiedlich. In USA zum Beispiel wird man noch Kurse belegen müssen, egal ob man schon einen einschlägigen MSc von irgendwo anders her hat. Denn die wollen und müssen ihre Graduate Kurse durchführen.

Außerdem darf man die Forschungs-Doktorgrade von vielen westlichen Forschungs-Unis in Dtl. ohne Zusätze führen. Das hat die KMK vor ein paar Jahren so beschlossen, nachdem ein ganz Schlauer Klage eingereicht hatte gegen Max-Planck-Direktoren, die einen US PhD hatten, sich aber frecherweise "Prof. Dr." nannten. Die Klage scheiterte natürlich. Einfach mal googeln.

Vollkornpizza
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Re: Einschreibung ausländische und inländische Universität?

Beitrag von Vollkornpizza » 01.11.2018, 21:42

Du könntest doch einfach ganz offiziell ein bi-nationale Promotion machen?! Wurder hier schon häufiger angesprochen und ich kenne viele Promotionsordnungen, die dazu Ausführungen machen.

flip
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Re: Einschreibung ausländische und inländische Universität?

Beitrag von flip » 04.11.2018, 11:34

Es gibt doch extra einen Fachbegriff dafür und das wird auch in einigen Promotionsordnungen geregelt. Habe das schon häufiger gesehen, aber das Wort muss wer anders sagen. ;)

mantor
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Re: Einschreibung ausländische und inländische Universität?

Beitrag von mantor » 04.11.2018, 14:15

flip hat geschrieben:
04.11.2018, 11:34
Es gibt doch extra einen Fachbegriff dafür und das wird auch in einigen Promotionsordnungen geregelt. Habe das schon häufiger gesehen, aber das Wort muss wer anders sagen. ;)
Meinst Du Cotutelle? Das macht solche binationalen Projekte einfacher, weil die Verfahren geregelt und die Abläufe eingespielt sind …

flip
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Re: Einschreibung ausländische und inländische Universität?

Beitrag von flip » 04.11.2018, 16:35

Ja, genau!

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