Passendes Literaturverwaltungsprogramm (jenseits von Citavi)

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StalTi
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Passendes Literaturverwaltungsprogramm (jenseits von Citavi)

Beitrag von StalTi » 02.10.2018, 23:47

Liebe Mitleser,

ich bin auf der Suche nach einem Literaturverwaltungsprogramm jenseits von Citavi (oder vielleicht gibt es hier ja auch eine
passende Funktion?).

Ich beschreibe am besten meinen Arbeitsprozess - vielleicht hat ja jemand eine Idee, was sich bei diesem Schreibfluss gut eignet.

Ich arbeite vom Fließtext aus, d.h. ich exzerpiere nicht erst Bücher oder Artikel im Ganzen und schreibe dann los, sondern ich schreibe die Argumente runter und lese dazu parallel. Passende Zitate und Textstellen füge ich dann immer direkt ein. Jetzt habe ich aber das Problem bzw. ist es sehr umständlich, die Zitate dann auch noch parallel in Citavi einzuspeisen, um sie dann wiederum im Word-Dokument zu verlinken. Das stört mich ungemein in meinem Gedankenfluss. Lasse ich allerdings die Zitate nur alleine in Word stehen, kann ich sie natürlich nicht mehr automatisch und unabhängig bearbeiten, es erstellt sich kein Literaturverzeichnis etc.

Kennt jemand ein Literaturverwaltungsprogramm, dass sich für diese Schreibmethode besonders gut eignet?

Danke!

Eva
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Re: Passendes Literaturverwaltungsprogramm (jenseits von Citavi)

Beitrag von Eva » 03.10.2018, 08:07

Hallo!

Ich würde an einer anderen Stelle ansetzen als beim Literaturverwaltungsprogramm - bei deiner Arbeitsweise. Ich verstehe, dass es dich aus dem Schreib- und Gedankenfluss reißt, wenn du jedes Mal direkt ein korrektes Zitat erstellen sollst. Wie wäre es also, wenn du diesen Schritt auslagerst und also erst einmal deinen Gedanken ausführst und dich dann erst den dabei angefallenen Belegen widmest? Du könntest z.B. nach jedem Arbeitstag mit nicht mehr so ganz frischem Gehirn die Belege über Citavi erstellen, oder jeweils nach 5 Seiten, oder einmal pro Woche... Ich weiß ja nicht, wie schnell du Text produzierst. Allzu viel würde ich wohl nicht sich ansammeln lassen, eher kleine überschaubare Einheiten. Hast du vielleicht auch produktivere und weniger produktive Tageszeiten? Dann könntest du das Schreiben in die produktive Zeit legen und die Belege in die weniger produktive. Ich selbst habe es so gemacht, dass ich abends Text produziert habe und am nächsten Morgen - oder auch mal nach Abschluss eines inhaltlichen Abschnitts - die Belege eingebaut habe.

Vielleicht hilft das?
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Re: Passendes Literaturverwaltungsprogramm (jenseits von Citavi)

Beitrag von caipirinha11085 » 03.10.2018, 09:14

Du könntest für jede Quelle einen "Platzhalter" generieren und die ganzen konkreten Daten am Ende des Tages ergänzen. Dann ist das automatisiert und auch das Literaturverzeichnis ergänzt sich auch automatisch.
Also statt bei jeder neuen Quelle einen neuen Beitrag mit allen bibliographischen Angaben zu erstellen erst einmal eine neue Quelle mit einem Platzhalter-Namen ("blabla, blabla" oder dergleichen) anlegen und das nachträglich ergänzen. Dürfte etwas schneller gehen.

StalTi
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Re: Passendes Literaturverwaltungsprogramm (jenseits von Citavi)

Beitrag von StalTi » 03.10.2018, 23:25

Danke für eure Tipps!
Ja, das ist ein guter Punkt an der Arbeitsweise anzusetzen. Die Belegesammlung auslagern und 1-2x pro Woche
gesammelt erstellen und vorher nur grobe Quellenangaben im Fließtext hinterlassen.

Ich bin auf meiner Suche auch auf das Programm "Autratikum" gestossen, dass nach dem Luhmannschen Zettelkasten-Prinzip
funktioniert. Das werde ich mal testen.

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