frustriert von den Gutachten

... und die Fragen, die sich davor und dabei ergeben.
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Merry
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Re: frustriert von den Gutachten

Beitrag von Merry » 24.06.2018, 17:03

Dell hat geschrieben:
24.06.2018, 01:26
erstmal Glückwunsch, dass du dem Ziel Promotion nun nahe stehst.

Trotzdem schade. Eigentlich hätte der Betreuer schon vor der Einreichung (ich gehe davon aus, dass er die Kapitel vorher gesehen hat) die Gefahr der schlechten Note ansprechen sollen und dir die Chance geben sollen die Diss zu verbessern.
Aber es macht keinen Sinn dich jetzt noch darüber zu ärgern. Bereite dich auf die Verteidigung vor und gut ist's.

Wenn du bereits die WiMa Stelle für die Weiterqualifikation hast, lässt sich vielleicht noch etwas retten.
Ansonsten sehe ich leider schwarz für eine wissenschaftliche Karriere
Leider hat er die Kapitel nicht so ausführlich gelesen und habe ihn sogar darum gebeten, die Arbeit vor der Abgabe durchzulesen um mehr Chancen zu haben, hat er aber nicht machen wollen mit der begründung, dass er keine Zeit hat. Was mich tief kränkt und fertig macht ist, dass ich ihn nach bestimmten Kapiteln und Untertiteln gefragt habe, ob ich sie lasse oder einfach streiche und er versicherte: lassen Sie alles, wie es ist. Bei den Gutachten kritisierte er stark, warum ich den Text so gelassen habe und das jeweilige Kapitel entbehrlich war. ich bin enttäuscht und will unter solchen Umständen keine Diss. disputeiren. Er meint, aber ich muss..

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Merry
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Re: frustriert von den Gutachten

Beitrag von Merry » 24.06.2018, 17:05

Beide Gutachten sind dem Prüfungsbüro eingereicht und er hat mich gezwungen, die Doodle-Umfrage zu erstellen. Weil er keine zweite Chance sieht und meint, wichtig ist die Promotionsleistung ud nicht die Note.

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Re: frustriert von den Gutachten

Beitrag von Streptokokkus » 24.06.2018, 17:07

Ich verstehe das Ganze nicht so richtig.
In welcher Sprache hast Du die Dissertation verfaßt?

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Re: frustriert von den Gutachten

Beitrag von Zwonk » 24.06.2018, 17:10

@Merry: Ich verstehe Dich da nicht so ganz. Im Moment habe ich den Eindruck, es geht Dir vor allem darum, die Disputation nicht zu machen. Ungeachtet der Frage, ob ich das für eine besonders gute Idee halte - ich verstehe nicht, wer Dich da zu irgendwas "zwingt". Niemand muss in die Disputation. Du kannst sie auch einfach absagen bzw. gar nicht erst organisieren - dann fällst Du halt durch. Einen offiziellen Zwang gibt es da nicht.

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Re: frustriert von den Gutachten

Beitrag von Merry » 24.06.2018, 17:10

Deutsch. Was ist unverständlich ?

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Re: frustriert von den Gutachten

Beitrag von Merry » 24.06.2018, 17:18

Zwonk hat geschrieben:
24.06.2018, 17:10
@Merry: Ich verstehe Dich da nicht so ganz. Im Moment habe ich den Eindruck, es geht Dir vor allem darum, die Disputation nicht zu machen. Ungeachtet der Frage, ob ich das für eine besonders gute Idee halte - ich verstehe nicht, wer Dich da zu irgendwas "zwingt". Niemand muss in die Disputation. Du kannst sie auch einfach absagen bzw. gar nicht erst organisieren - dann fällst Du halt durch. Einen offiziellen Zwang gibt es da nicht.
Danke Dir Zwork, also bei mir geht es nicht darum zu disputieren oder nicht. Ganz im Gegenteil habe darauf gewartet und gefreut. Aber wenn ich beide Gutachten lese, dann sieht es dramatisch aus. Wenn die Arbeit so 100% kritisiert wurde und kein einziges positives Wort dabei steht. Dann ist es ein Alarm. Ich meine anstatt die Diss. zu disputieren, wäre plausibler sie zu revidieren. Wenn ich von der Meinung der Gutachter ausgehe, dann verdient sie keine Disputation, jedoch eine Bearbeitung. Das meine ich
Mit zwang meine ist, dass er mir keine zweite Chance gibt. Er schliesst alle Türen und meint, wichtig ist bestanden. Das ist schon ein Zwang für mich.
Hoffe, habe mich verständlich gemacht

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Re: frustriert von den Gutachten

Beitrag von Streptokokkus » 24.06.2018, 17:23

Aufgrund deines recht ungewöhnlichen Sprachstils vermutete ich, dass es sich bei der deutschen Sprache eventuell nicht um deine Muttersprache handelt und deshalb die Dissertation in einer anderen Sprache verfaßt worden sei.
Von dem Begriff „depolrabel“ habe ich auch noch nicht gehört und mir ist unverständlich, was mit „schwarze Stellen“ gemeint ist.
Zuletzt geändert von Streptokokkus am 24.06.2018, 17:42, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: frustriert von den Gutachten

Beitrag von Merry » 24.06.2018, 17:38

Die Diss. habe ich in deutshcer Sprache verfasst. Deplorabel bedeutet beklagenswert. So steht es in den Gutachten, also ich habe das Wort nicht erfunden. Mit schwarz meine ich, dass in den Gutachten kein einziges positives Wort gibt, deshalb verstehe ich nicht, wie es weitergehen sollte.

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Re: frustriert von den Gutachten

Beitrag von Anne78 » 25.06.2018, 09:31

Hallo Merry,
Deinen Frust verstehe ich gut. Allerdings ist tatsächlich die Frage, welche Optionen Du und Deine Betreuer überhaupt noch haben. Ich vermute fast, das Ganze ist eine rechtliche Frage, und Dein Betreuer/Gutachter kann gar nicht mehr zurück, selbst wenn er wollte. Was steht denn in der Promotionsordnung, die für Dich gilt, hinsichtlich der Möglichkeit einer Überarbeitung?

Wäre es so wie in "meiner" Promotionsordnung, dann läge der Fall folgendermaßen:
Du hast eingereicht, das Verfahren wurde vom Promotionsausschuss der Fakultät eröffnet, die Gutachter haben ihr Gutachten abgegeben. Damit ist das Promotionsverfahren in vollem Gang, weder Deine Gutachter noch Du können das einfach so rückgängig machen; möglich wäre höchstens, dass der Promotionsausschuss die Arbeit (aus formalen Gründen) gar nicht erst für das Verfahren zulässt, aber das scheint ja schon passiert zu sein.
Wenn das Verfahren einmal eröffnet ist, gibt es meines Wissens nur noch zwei Möglichkeiten: Bestehen oder Nichtbestehen. Wenn Du bestehst, dann mit der Note, die die Gutachter geben. Du kannst höchstens nicht zur Disputation antreten und damit durchfallen. Dann müsstest Du aber eine komplett neue Dissertation schreiben (neues Thema, neue Betreuer_innen, vielleicht sogar andere Hochschule).
Falls es bei Euch ähnlich aussieht, dann plädiere ich dafür, die Arbeit einfach zu verteidigen und einen Haken hinter die ganze Sache zu machen. Eine zweite Dissertation kannst Du theoretisch immer noch schreiben.

Vielleicht ist es bei Dir / der für Dich gültigen Promotionsordnung allerdings anders. Das solltest Du überprüfen, bevor Du weiter über Deine Optionen nachdenkst. Oder vielleicht hast Du das auch schon getan?

Und schließlich: In Deutschland ist es mit einem Rite zwar quasi unmöglich, eine wissenschaftliche Karriere zu machen; aber international mag das ganz anders aussehen. Und vielleicht muss es ja auch gar nicht die Wissenschaft sein? Sowieso ein Feld mit vergleichsweise unsicheren Beschäftigungsbedingungen, und ich habe schon von einigen gehört, die ursprünglich unbedingt in der Wissenschaft bleiben wollten und im Nachhinein über den (erzwungenen) Wechsel in einen anderen Bereich sehr glücklich sind.

In jedem Fall: Alles Gute für Dich!

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Re: frustriert von den Gutachten

Beitrag von Merry » 25.06.2018, 12:21

Hallo Anne,
danke dir für die ausführliche Antwort. Es hat mich zumindest beruhigt, Deine Bermerkungen zu lesen. Es sind mir nicht andere Optionen übrig geblieben. Wie Du vorgemerkt hast. entweder-oder. Ich habe vor, die Diss. zu disputieren. Ich muss mich nun sehr auf die mündliche Prüfung konzentrieren, was leider nicht einfach ist. Mich kränkt, dass der Betreuer mit mir vorher nicht gesprochen hat und mögliche Bearbeitungen und Verbesserungen nicht bewilligt hat. Jetzt ist die Reue umsonst und hilft nichts weiter.
Danke Dir Anne für Deine Anregungen ...

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