Erfahrungen der Historiker

... und die Fragen, die sich davor und dabei ergeben.
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Green Goddess
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Re: Erfahrungen der Historiker

Beitrag von Green Goddess » 26.05.2018, 11:19

Entreri hat geschrieben:
Jane hat geschrieben:... oder aber als Freelancer/in nebenher kleinere Projekte in irgendeinem Bereich durchgeführt, z.B. als Webentwickler/in, Lektor/in oder Dolmetscher/in etc.
Der Beginn deines posting liest sich als recht entspanntes "Was vor 5-8 Jahren hätte gestartet werden sollen", aber mit dem letzten Satz machst du IMHO den Sprung in den Bereich des höheren Blödsinns.
Zu Lektorin-Freelancership möchte ich nichts sagen, aber bei z.B. Webentwicklung konkurrierst du im low end Bereich mit 12jährigen, die ihr Taschengeld mit "Webentwicklung" für die Tanke an der Ecke aufbessern, im high end Bereich wirst du mit Haftungs- und Schadensersatzklauseln konfrontiert, welche die Umsätze deiner ersten Monate des Freelancertums in Versicherungen fliessen lassen. Auf Kundenseite stehst du dann durchaus nicht unwahrscheinlich einer Mauer gegenüber, die dich unter dem Gesichtspunkt betrachtet "Wenn er/sie das Doppelte meines rechnerischen Stundenlohns fakturiert, sollten wir mal testen, ob er/sie auch nur halb so gut ist wie wir." Als Einstiegsjob sehe ich das nicht wirklich.
Meine Mutter ist Britin, ich lese zu ca 95% englische Fachtexte, verbringe pro Jahr 1-3 Monate im engl.sprachigen Ausland, aber eine Freelancertätigkeit als Dolmetscherin (ausser im engen Fachbereich) traue ich mir ehrlich gesagt nicht zu. Es geht ja dabei nicht in erster Linie darum, google translate Ergebnisse aufzuhübschen. Bei live Übersetzungen in Gebieten, in denen dir das Fachvokabular und -wissen fehlt, werden deine Übersetzungskünste bestensfalls kurzzeitig für Erheiterung sorgen.

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Entreri
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Re: Erfahrungen der Historiker

Beitrag von Entreri » 26.05.2018, 11:47

Green Goddess hat geschrieben:
Entreri hat geschrieben:
Jane hat geschrieben:... oder aber als Freelancer/in nebenher kleinere Projekte in irgendeinem Bereich durchgeführt, z.B. als Webentwickler/in, Lektor/in oder Dolmetscher/in etc.
Der Beginn deines posting liest sich als recht entspanntes "Was vor 5-8 Jahren hätte gestartet werden sollen", aber mit dem letzten Satz machst du IMHO den Sprung in den Bereich des höheren Blödsinns.
Zu Lektorin-Freelancership möchte ich nichts sagen, aber bei z.B. Webentwicklung konkurrierst du im low end Bereich mit 12jährigen, die ihr Taschengeld mit "Webentwicklung" für die Tanke an der Ecke aufbessern, im high end Bereich wirst du mit Haftungs- und Schadensersatzklauseln konfrontiert, welche die Umsätze deiner ersten Monate des Freelancertums in Versicherungen fliessen lassen. Auf Kundenseite stehst du dann durchaus nicht unwahrscheinlich einer Mauer gegenüber, die dich unter dem Gesichtspunkt betrachtet "Wenn er/sie das Doppelte meines rechnerischen Stundenlohns fakturiert, sollten wir mal testen, ob er/sie auch nur halb so gut ist wie wir." Als Einstiegsjob sehe ich das nicht wirklich.
Meine Mutter ist Britin, ich lese zu ca 95% englische Fachtexte, verbringe pro Jahr 1-3 Monate im engl.sprachigen Ausland, aber eine Freelancertätigkeit als Dolmetscherin (ausser im engen Fachbereich) traue ich mir ehrlich gesagt nicht zu. Es geht ja dabei nicht in erster Linie darum, google translate Ergebnisse aufzuhübschen. Bei live Übersetzungen in Gebieten, in denen dir das Fachvokabular und -wissen fehlt, werden deine Übersetzungskünste bestensfalls kurzzeitig für Erheiterung sorgen.
Mein Beitrag war nicht als praktische Handlungsanleitung gedacht, es ging mir lediglich darum, die Bandbreite an Optionen möglichst gut abzudecken und ein paar konkrete Beispiele zu geben. Außerdem ging es auch nicht darum, mit einer Freelancer-Tätigkeit den ganz genauen späteren Karriepfad abzudecken oder den großen Reibach zu machen, vielmehr geht es darum, Eigeninitiative zu zeigen, einige allgemein nützliche Skills in der "freien Wirtschaft" einzusetzen und vielleicht auch mal ersten, eigenständigen Kundenkontakt zu haben. Solche Tätigkeiten machen sich gut im Lebenslauf, denn man kann ganz konkret aufzeigen, wie man von sich aus ein konkretes Problem gelöst hat, auch wenn man sich auf was anderes bewirbt. Was die OP genau machen kann oder sollte, hängt von ihrem spezifischen Hintergrund ab, den ich nicht kenne. Ich sage auch nicht, dass das unbedingt nötig wäre. Je nachdem wie es läuft, lässt das auch mit Praktika und Nebenjobs abdecken, wenn man in einem solchen Rahmen bspw. an Projekten arbeitet usw.

Wierus
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Re: Erfahrungen der Historiker

Beitrag von Wierus » 26.05.2018, 16:52

praktikum hat geschrieben:
Wierus hat geschrieben:, frage ich mich schon, was dieser herablassende Ton hier soll.
Das ist nicht herablassend, sondern es beschreibt die Situation. Viele dieser "anderen" Jobs erfordern gewissen Fähigkeiten, um überhaupt rein zu kommen. Wer aber nicht einmal selber auf diese (sehr allgemein gehaltenen) Jobideen kommt, der besitzt diese Fähigkeiten normalerweise nicht. Genauso sind Menschen - meiner Erfahrung nach - für eine Promotion ungeeignet, wenn sie innerhalb der ersten sechs Monate immer noch nicht die paar wenigen Seiten der Promotionsordnung ihrer Uni durchgelesen haben.
Gefühlte 95% aller hier in diesem Forum gestellten Fragen könnten sich durch kurze Eigenrecherche beantworten lassen. Allerdings ist ein Forum auch und insbesondere dazu da, sich unter Seinesgleichen auzutauschen.

Du sprichst anderen Fähigkeiten ab, äußerst dich (nicht nur in diesem Thread) gerne herablassend gegenüber Fragestellern... findest du wirklich, das ist ein angemessenes Konversationsniveau für jemanden, der sich selbst als bereits promoviert ausgibt? Ich weiß, im Internet stapelt so manch einer gerne ein paar Ebenen tiefer als im realen Leben, aber in dieser Frequenz wirkt das schon ein bisschen seltsam und fast schon lächerlich.

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Re: Erfahrungen der Historiker

Beitrag von praktikum » 26.05.2018, 18:03

Wierus hat geschrieben: Du sprichst anderen Fähigkeiten ab, äußerst dich (nicht nur in diesem Thread) gerne herablassend gegenüber Fragestellern... findest du wirklich, das ist ein angemessenes Konversationsniveau für jemanden, der sich selbst als bereits promoviert ausgibt? Ich weiß, im Internet stapelt so manch einer gerne ein paar Ebenen tiefer als im realen Leben, aber in dieser Frequenz wirkt das schon ein bisschen seltsam und fast schon lächerlich.
Vielleicht solltest Du erst einmal lesen, was ich oben geschrieben habe. Die Frage der TE nach Optionen war berechtigt, aber die Antwort mit den "anderen Jobs" war nur bedingt hilfreich. Daher habe ich das etwas "zurechtgerückt". Ich wünsche der TE übrigens viel Erfolg, egal welche Richtung sie einschlägt.

Was Du als "herablassend" bezeichnest, ist einfach nur ehrlich. Du findest an Universitäten und im Job schon genügend Menschen, die aus sehr verständlichen Gründen ihre Aussagen beschönigen. Das ist manchem Studi aber nicht bewusst, wie es sich hier im Forum bei manchen Fragestellern gezeigt hat. Es bringt keinem etwas, diese Wohlfühlrhetorik hier weiterzuführen.

Du kannst hier gerne weiter Deine Generalanklage gegen mich oder andere User führen, aber das hilft den Fragestellern überhaupt nicht. Auch beim dritten Versuch gehe ich auf Deine Unterstellungen und Provokationen nicht ein. :)

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Re: Erfahrungen der Historiker

Beitrag von Green Goddess » 26.05.2018, 18:21

Entreri hat geschrieben:Das hätte ich fast vergessen und was bisher noch nicht erwähnt worden ist: Fang an zu "netzwerken"! Praktika/Nebenjobs sind da schon einmal eine gute Gelegeheit, aber gehe auch zu Jobmessen, mach dir ein linkedin-Profil, schreib einfach mal Arbeitsvermittler an usw.
Netzwerken ist in der Tat (alles IMHO) das Wichtigste, ob Praktika dazu sinnvoll sind, vermag ich als Aussenstehende nicht zu beurteilen. Netzwerke brauchen vor allem eines, nämlich Zeit. Aufbau und Pflege sind in Jahren zu messen, nicht in Tagen, aber sofern noch nicht geschehen, trägt der beste Tag, damit zu beginnen, die Bezeichnung "HEUTE". Ich fantasiere mal ins Blaue, ungeachtet, der Einzelmeinung, dass dies die TE selbst hätte machen können oder gar müssen:
1. Bloggen (gehypete Themen in sachlichen, durchaus geschichtlichen Kontext setzen, zeigen, dass frau sich in schwieriger Materie bewegen kann, ohne von der Hälfte der Leser Hassmails zu generieren. Nebeneffekt: Arbeitsproben schaffen)
1.a. Unternehmensverbände (IHK, etc) ansprechen, Seminare zu Webauftritten anbieten, wohlgemerkt inhaltliche Unterstützung anbieten, nicht technische)
1.b. Mitarbeit in einer Partei, sofern die lokal "Herrschende" nicht mit dem eigenen Gewissen kollidiert. ;) (Anzustrebende Tätigkeiten s. 1. und 1.a.)
1.c. Freie Mitarbeit bei Zeitungen, TV-Sendern, etc. anstreben, idealerweise eine Einladung zu einer Talk Show ergattern. ;)

Vor allem aber, auch wenn das nach abgedroschenem Personality Coach Müll klingt: Das Bedauern über das falsch gewählte Fach streichen, ebenso die Vokabel "Das kann ich nicht." Es gibt kein "Das kann ich nicht." mehr, nicht mal ein "Ich will es versuchen.", nur noch ein "Ich mache das."

... oh, und als Wichtigstes: "NIEMALS auf Ratschläge aus dem Internet hören!" :lol: Es ist dein Leben, sei du selbst, die anderen gibt es schon. ;)

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Re: Erfahrungen der Historiker

Beitrag von histosowi » 26.05.2018, 19:53

Hallo zusammen,

dann berichte ich mal von meinen eigenen Erfahrungen. Bereits vor der Promotion war mir klar, daß ich nicht im universitären Umfeld bleiben würde. Die Gründe dafür waren verschiedene: externe Promotion mit einem Nischenthema, das außer mir nur Wenige interessiert und dann extrem unsichere Zukunftsaussichten, noch mal unsicherer als bei einem Internen mit topaktuellem Thema. Ich habe also extern promoviert und die ganzen Jahre über 75% in der freien Wirtschaft gearbeitet, in dem Beruf, den ich als erstes nach dem Abi gelernt habe, als ich noch nicht wußte, was ich genau studieren wollte.

Das erwies sich als großes Glück, denn so änderte sich nach der erfolgreichen Promotion nichts für mich; ich arbeite nach wie vor in der freien Wirtschaft und verdiene analog E13 in einem Beruf mit einer absolut gesicherten Zukunft.
Die Promotion war dennoch nicht umsonst, denn a) war sie eine spannende (wenn auch sehr!!! anstrengende) Zeit in meinem Leben, in der ich viel gelernt habe und b) verdiene ich nach wie vor sogar ein wenig Geld mit meinem Doktor, da ich immer noch ein bis zwei Mal im Jahr eingeladen werde, Vorträge zu halten; zuerst zu meinem Diss-Thema (und hier wegen und nicht trotz des Nischenthemas) und später auch zu Vorträgen mit anderer Themenstellung. Klar, da kommt finanziell nicht so viel bei rum, aber darum geht es mir auch nicht. Ich mache das einfach von Herzen gern. Insoweit ist in meinem Berufsleben also wirklich alles prima gelaufen, aber wenn ich die TE richtig verstanden habe, daß sie ja vor dem Studium keine Ausbildung absolviert.

Und hier kommt der Punkt, an dem ich mich wahrscheinlich unbeliebt machen werde, denn einige Vorschläge, die hier gemacht wurden, was man mit einem Geschichtsstudium /-Promotion, später alles anfangen kann, sind absolut unrealistisch. Journalismus? Lektorat? Archiv? Museum? BITTE lest euch doch mal die Stellenangebote für solche Jobs durch! Da werden hochspezialisierte Fachkräfte gesucht, die Qualifikationen vorweisen müssen, über die ein/e "normal" studierte/r und / oder promovierte/r Historiker/in nicht mal ansatzweise verfügt. Schaut einfach bei den Stellenbörsen der freien Wirtschaft oder bei den speziellen Stellenbörsen für Historiker rein, WAS da verlangt wird!

Networking, wie hier vorgeschlagen, scheint mir die einzige Chance zu sein, irgendwo einen Fuß reinzukriegen. Falls keine Wege zum Erfolg führen: ein zweites Studium oder eine Berufsausbildung hinten dran hängen. Ja, dann ist man natrürlich schon älter, aber das ist in der freien Wirtschaft in den "normalen" Beruf nicht so dramatisch wie an der Uni.

Ich wünsche der TE und allen anderen, die sich in einem ähnlichem Dilemma befinden, viel Erfolg und das Durchhaltevermögen, sich irgendwo durchzukämpfen.
LG

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Re: Erfahrungen der Historiker

Beitrag von Wierus » 26.05.2018, 21:56

histosowi hat geschrieben:einige Vorschläge, die hier gemacht wurden, was man mit einem Geschichtsstudium /-Promotion, später alles anfangen kann, sind absolut unrealistisch. Journalismus? Lektorat? Archiv? Museum? BITTE lest euch doch mal die Stellenangebote für solche Jobs durch! Da werden hochspezialisierte Fachkräfte gesucht, die Qualifikationen vorweisen müssen, über die ein/e "normal" studierte/r und / oder promovierte/r Historiker/in nicht mal ansatzweise verfügt.
Es gibt die Möglichkeit des Volontariats, das immerhin eine Art bezahlter Ausbildung darstellt, wobei es sicherlich nicht einfach ist, an ein Volontariat zu gelangen. Es hat aber auch keiner in diesem Thread behauptet, die Jobsuche wäre einfach. Das ist sie weder für Historiker, noch für Ingenieure.

Zu den hochspezialisierten Qualifikationen:
Es macht aber schon einen gewaltigen Unterschied, ob man sich (a) bei einer großen Tageszeitung wie SZ und FAZ, (b) einem der vielen Regionalblätter, (c) dem Stadtanzeiger von Buxtehude oder (d) den Yahoo Online-News bewirbt. Das nur am Rande.

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Re: Erfahrungen der Historiker

Beitrag von daherrdoggda » 27.05.2018, 08:00

praktikum hat geschrieben:Auf dieses sinnbefreite Blabla (siehe oben) gehe ich sicherlich nicht ein.
Wierus hat geschrieben: Du sprichst anderen Fähigkeiten ab, äußerst dich (nicht nur in diesem Thread) gerne herablassend gegenüber Fragestellern... findest du wirklich, das ist ein angemessenes Konversationsniveau für jemanden, der sich selbst als bereits promoviert ausgibt? Ich weiß, im Internet stapelt so manch einer gerne ein paar Ebenen tiefer als im realen Leben, aber in dieser Frequenz wirkt das schon ein bisschen seltsam und fast schon lächerlich.
praktikum hat geschrieben: Du kannst hier gerne weiter Deine Generalanklage gegen mich oder andere User führen, aber das hilft den Fragestellern überhaupt nicht. Auch beim dritten Versuch gehe ich auf Deine Unterstellungen und Provokationen nicht ein. :)
Volle Zustimmung zu Wierus. Die Goettin und Praktikum haben hier schon so oft allgemein uebliche Grundlagen der Netiquette gebrochen, dass es mich gar nicht mehr wundert, wenn wieder mal ein unangemessener Angriff von ihnen kommt. In anderen Foren wird sowas entsprechend moderiert...

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Re: Erfahrungen der Historiker

Beitrag von Entreri » 27.05.2018, 08:48

histosowi hat geschrieben:
Und hier kommt der Punkt, an dem ich mich wahrscheinlich unbeliebt machen werde, denn einige Vorschläge, die hier gemacht wurden, was man mit einem Geschichtsstudium /-Promotion, später alles anfangen kann, sind absolut unrealistisch. Journalismus? Lektorat? Archiv? Museum? BITTE lest euch doch mal die Stellenangebote für solche Jobs durch! Da werden hochspezialisierte Fachkräfte gesucht, die Qualifikationen vorweisen müssen, über die ein/e "normal" studierte/r und / oder promovierte/r Historiker/in nicht mal ansatzweise verfügt. Schaut einfach bei den Stellenbörsen der freien Wirtschaft oder bei den speziellen Stellenbörsen für Historiker rein, WAS da verlangt wird!

[...]

Ich wünsche der TE und allen anderen, die sich in einem ähnlichem Dilemma befinden, viel Erfolg und das Durchhaltevermögen, sich irgendwo durchzukämpfen.
LG
Vielen Dank für den Erfahrungsbericht und die Glückwünsche, die sind immer gut zu gebrauchen! :blume:

Was den oberen Absatz angeht, so würde ich Dir durchaus zustimmen, jedenfalls dann, wenn man sich während des Studiums nur auf selbiges konzentrierte. Allerdings kann die OP in 1,5 Jahren noch einiges nachholen und sich für eines dieser Felder besser aufstellen. Stellenausschreibungen sind oft bewusst so formuliert, dass sie niemand voll erfüllen kann. Wie gesagt, ich kenne so einige, die es geschafft haben, allerdings immer mit mehreren der zuvor genannten Nebentätigkeiten, z.T. auch durch Networking. Man muss sich natürlich auch verkaufen können; oder, wie Green Goddess schrieb, es gibt nur noch "Ich mache das!" Auf bestimmte Nebentätigkeiten zu verweisen, verleiht einem dabei Glaubwürdigkeit. Schwierig wird es natürlich trotzdem.

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Re: Erfahrungen der Historiker

Beitrag von Eva » 27.05.2018, 09:20

Da hier ja einige so schön auf meine Ideenliste drauf geschlagen haben: Sie basiert auf Erfahrungen aus meinem eigenen Bekanntenkreis; ich habe zusammengetragen, was die mir bekannten Historiker (mit und ohne Promotion) heute beruflich machen. Das sollte ausdrücklich nur als Anregung dienen, in welche Richtung die TE weiterdenken könnte, so wie sie es hier angefragt hatte. (Die Frage finde ich im Übrigen völlig legitim, auch und gerade in diesem Forum.)

Wie sie es jeweils anstellt, in einen für sie in Frage kommenden Bereich einzusteigen, war nicht das Thema. Selbstverständlich reicht es in der Regel nicht aus, sich mit fertiger Promotion zu bewerben, wenn man sonst nichts vorzuweisen hat, deshalb ja schon früher mein Rat, sich jetzt, noch während der Promotion, über Nebenjobs oder freie Mitarbeit bekannt zu machen und praktische Erfahrung zu sammeln. Spät genug, aber sicher nicht zu spät.

Und @Wierus hat Recht mit seinem Hinweis, dass es auf niedrigen Ebenen leichter ist, einzusteigen: kleines Stadtarchiv, VHS in der Kleinstadt, Lokalzeitung etc. Man darf dann halt nicht erwarten, gleich ein dickes Gehalt (oder überhaupt eines) zu bekommen, aber es ist ein Anfang, mit dem es sich im nächsten Schritt besser auf einer höheren Ebene bewirbt.

Dass einige der Berufsfelder auch für Absolventen anderer Geisteswissenschaften geeignet sind? Na und? Thema waren hier ausdrücklich Historiker, und für diese sind das relevante Bereiche.

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