Meine Zukunftspläne - brauche Input

... und die Fragen, die sich davor und dabei ergeben.
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neutralName
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Meine Zukunftspläne - brauche Input

Beitrag von neutralName » 17.05.2018, 18:31

Hallo zusammen,

ich habe in anderen Threads schon einige nützliche Infos bezüglich hohen Alters, FH Kooperationen und zur kumulativen Promotion gelesen.
Aber so richtig deckungsgleich ist meine Situation zu den anderen Threaderstellern nicht. Deswegen möchte ich euch meine Situation beschreiben und hoffe auf euren Input.


Ausgangsbasis
  • 32 Jahre alt.
  • Kurz vor Abschluss des Bachelor der Wirtschaftsinformatik (FH), voraussichtlich 1,6
  • Die Abschlussnote ist relativ gut. Jahrgangsbester hat 1,5; dann komme ich. Aber auf dem Papier ist es leider doch nur eine "gute Zwei"
  • Relevante Praxiserfahrungen sind ein Praxissemester und ein Semester als Werkstudent
  • WI war ein kompletter Quereinstieg, alles vor dem B. ist leider zu 100% nicht hilfreich

Die Situation

Ich möchte im Anschluss an den Bachelor den Master machen. Ich weiß, das kann man in meiner Situation so oder so sehen. Aber ich habe es mir gut und gründlich überlegt und habe mich für den Master entschieden. Unter Anderem für die Option einer anschließenden Promotion.
Ein Prof (Prof A) hat mir eine Forschungsstelle an der FH angeboten, wenn ich den Master bei Ihnen mache. Fachlich finde ich sie sehr interessant.
Ich sprach ihn darauf an, dass ich mich für eine spätere Promotion interessiere. Er hat mir ganz offen gesagt, dass der Uni Master in dem Bezug eine sicherere Variante wäre, hat aber auch angeboten, mit ihm und zwei anderen Professoren die Möglichkeiten mit dem FH Master auszulooten. Raus kam das (alles kumulative Promotionen):
  1. Prof A:
    Hat Antrag auf CAR-BW gestellt. Aufnahme in das Programm ist wahrscheinlich, aber nicht sicher.
    Die genauen Journal Anforderungen und möglichen Themengebiete sind vom späteren Ablauf abhängig und noch unklar.
  2. Prof B:
    Kooperation möglich, wenn das Thema überzeugt. Nötig wären dafür 2x A-Journal + 1x B-Journal (au weia!)
  3. Prof C (betreut momentan meine BA):
    Könnte Kontakt zum eigenen DV wieder auffrischen und schlägt vor, ihn frühzeitig ins Boot zu holen um ihn als späteren (formalen) DV für mich gewinnen zu können. Betreuen würde mich dann vermutlich trotzdem Prof C. Wir wollten sowieso ein Paper zu meiner aktuellen BA veröffentlich. Da könnte man dem DV um "Korrekturlesung" bitten, also im Prinzip Co-Autorenschaft anbieten und so schonmal den Kontakt herstellen).
    Falls das hier unmoralisch aufgenommen wird, habe ich das natürlich alles falsch verstanden :roll:

Überlegungen

Für den FH Master sprechen das Modulhandbuch und die interessante Forschungsstelle. Ich bin dort bekannt und weiß, wie der Hase läuft. Natürlich helfen mir die Profs nicht nur aus Nächstenliebe. Auch hier geht es teilweise um Forschungsstellen und Veröffentlichungen. Dennoch habe ich das Gefühl, hier Unterstützung zu haben und dass es eben schon auch um mich geht.
Ich weiß nicht, wie groß der Vorteil nach 1,5 - 2 Jahren an der Uni ist, wenn ich einen DV suche. Bei der kurzen Zeit und den vollen Hörsälen, wer weiß, ob ich hier überhaupt hilfreiche Kontakte knüpfen kann. Der Master an einer Uni ist für mich nicht ohne Zeitverlust möglich. Je nach Uni habe ich dort noch 1-2 Semester Aufwand, um spezifische Anforderungen zu erfüllen (Vorlesungen nachholen). Der Gedanke mit Blick auf mein Alter schmerzt ein wenig. Ich habe auch keine Vorstellung davon, wie unterschiedlich das Studium ausfallen wird. Was habe ich gewonnen, wenn ich bspw. an der Uni eine Note abrutschen sollte?
Andererseits hat der Uni Abschluss in der Realität eben doch noch ein anderes Standing. Das hilft in der Wirtschaft und für mögliche externe Promotionsgesuche.
Vielleicht gibt es auch Menschen, die sich einen Arm abreissen würden um in meiner Situation zu sein. Ich bin an der FH durch Leistung aufgefallen und nun nehmen sich drei Profs die Zeit um mich über mögliche (!) Promotionspläne in zwei Jahren zu beraten. Das ist ja schon ein förderliches Umfeld.

Leider wäre ich für die anschließende kooperative Promotion bei Prof B & C an einen thematische Schwerpunkt gebunden, der nicht so spannend ist. Da ich mich allerdings im Bereich Künstliche Intelligenz spezialisieren möchte, ist das denke ich nicht ganz so schlimm. Denn dieses Thema lässt sich sehr gut in die unterschiedlichsten Themen integrieren und hilft auch beim "aufpeppen" dieser. Allerdings könnte mir der vorgegebene Schwerpunktbereich dennoch Journal-Veröffentlichungen erschweren.

Fachlich möchte ich einen Vertiefungsstrang bilden. Künstliche Intelligenz wird sich durch BA + Forschungsstelle (wenn FH) + MA + DA ziehen.
Thematisch werde ich so einen Strang wohl nicht so sauber bilden können.


Meine Motivation

Ob Hausarbeiten, Projektarbeiten, einzelne Vorlesung oder meine aktuelle BA. Ich habe immer das Gefühl, nur an der Oberfläche der Themen herumzukratzen. Ich möchte aber viel lieber Themen durchdringen. Ich muss mich immer wieder selbst bei meiner BA ausbremsen, damit ich nicht zu tief gehe. Eine Masterarbeit ist zwar umfangreichen, aber das ist ja am Ende auch nur ein Semester. Als Doktorand könnte ich mich mal richtig "gehen lassen".
Ich sehe mich selbst zukünftig in der Forschung. Das kann zum jetzigen Zeitpunkt eine Unternehmens-R&D im Konzern oder aber auch Forschung & Lehre in der Wissenschaft sein.
Ich habe auch irgendwie das Gefühl, als würde ich "etwas verpassen", wenn ich den Schritt der Promotion nicht gehen würde. Keine Ahnung wie ich das beschreiben soll.


Mögliche Pläne

Master (1-2 J) -> Promotion (~ 5 J) -> Praxis (3-5 J) -> FH Professur (Alter: 42-44)
Master (1-2 J) -> Promotion (~ 5 J) -> Berufseinstieg (Alter: 38-39)
Master (1-2 J) -> Berufseinstieg (Alter: 33-34)

Ist jetzt alles nicht so super. Ich habe auch zugegebenermaßen Zukunfts- und Versagensängste. Der Wechsel zu einer Uni macht mir auch etwas Angst. Das heißt allerdings nicht, dass ich fürs Gruppenkuscheln hier bin. Dieser Thread darf auch gerne unbequem (@flip, ich zähl auf dich :wink: ) werden. Bitte seid offen mit mir. Ich bin zu alt für Fehler.

Lasst euch durch folgende Fragen bitte nicht einschränken. Das sind nur Anreize. Mich interessiert alles was euch dazu einfällt.
Was denkt ihr, wenn ihr die Pläne anseht? Was ist komplett unrealistisch, steh ich bei einer Variante komplett im Aus?
Was könnte gut funktionieren?
Ratet ihr mir vielleicht komplett von einer Promotion ab? Warum?
Was haltet ihr von den Optionen der Profs?

Die unmittelbare Entscheidung, die ich im Moment zu treffen habe ist:
Master FH vs Master Uni (in meiner speziellen Situation)?

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praktikum
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Re: Meine Zukunftspläne - brauche Input

Beitrag von praktikum » 17.05.2018, 23:51

Das mit dem Vorplanen der Promotionsphase ist schön und gut, aber Du hast nicht einmal mit der Masterarbeit angefangen. 1 bis 2 Jahre für den Master klappt nur dann, falls alles rund läuft und Du nur eine begrenzte Zahl an Veranstaltungen hast und nicht mehr auf Neuentdeckungen reagieren möchtest. Aber gut, rechnen wir mal mit 2 Jahren.

In der Zeit kann sich bei all Deinen Varianten aber noch einiges ändern. Beispielsweise kann eine Finanzierung beim Lehrstuhl/Prof platzen oder der Prof bekommt einen neuen Ruf. Ebenfalls kann es sich ergeben, dass man plötzlich ein Förderinteresse für einen anderen Studenten entwickelt, beipielsweise Du in 5 Jahre jüngerer Version.

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Re: Meine Zukunftspläne - brauche Input

Beitrag von Green Goddess » 18.05.2018, 14:13

praktikum hat geschrieben:Das mit dem Vorplanen der Promotionsphase ist schön und gut, aber Du hast nicht einmal mit der Masterarbeit angefangen....
Ich möchte dies noch etwas strikter formuliert sehen: "..., du hast noch nicht einmal deine BA geschrieben. Sei's drum!
praktikum hat geschrieben:...1 bis 2 Jahre für den Master klappt nur dann, falls alles rund läuft und Du nur eine begrenzte Zahl an Veranstaltungen hast und nicht mehr auf Neuentdeckungen reagieren möchtest. Aber gut, rechnen wir mal mit 2 Jahren. ...
1 Jahr erscheint mir unrealistisch, selbst, wenn du den Master innerhalb von 2 Jahren absolvierst, ist dies ein gutes Tempo. Ich kann nur aus Uni-Sicht sprechen, dort findet im MA die Spezialisierung statt (bei konsekutivem MA-Studium, also MA im gleichen Fach wie BA). Die VertiefungsVLen ("Spezielle Kapitel zu ...") sind gedacht, die Studierenden an den aktuellen Forschungsstand heranzufühern und liegen (meinst) im 3. und 4. Sem des Studiengangs. Bereits an der Stelle dürfte klar sein, dass zumindest die "1" deiner "1-2" recht unrealistisch ist, sofern du an der HS bleiben willst. Speziell zum Thema externe Promotionssuche mag dir meine Einstellung nachdenkenswert sein. Ich sitze derzeit auf einer W1-Stelle (JP), und schaue bei externen Anfragen auch auf die Streuung der Credits. AnfragerInnen, die mit dem Minimum von 120 ECu durch den MA gelaufen sind, fallen fast automatisch durchs Raster, ungeachtet der Zensur, Ausnahmen wären Fields-Medaille oder Abel-Preis. :lol:. Lies bitte "Extern" als "Nicht bereits mind 2-3 Sem als HiWi am LS tätig"!

Deinen Plan bis zu FH-Professur lasse ich bewusst unkommentiert. ;)
Deine Variante C sehe ich nicht als unmoralisch an, sofern das Korrekturlesen nicht lediglich aus Anwerfen einer Rechtschreibprüfung besteht. :lol:
Ob 5 Jahre für die Promotion in deiner Fachrichtung viel sind oder nicht, vermag ich aus der Ferne nicht zu beurteilen, ich tendiere zu "viel". ;)
Dein Gefühl, bisher nur an Oberflächen gekratzt zu haben, sollte richtig sein. Bachelor (Wie gesagt: Uni-Sicht) soll mit den Grundlagen des Fachs vertraut machen, die Vertiefung und Heranführung an den Stand der Forschung findet im Master statt.
Das ist alles recht unstrukturiert runtergeschrieben, ich verzichte aber auf einen "Strukturierungslauf", weil ich glaube, dass du die zugehörigen Punkte/Fragen wiedererkennst. ;)

flip
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Re: Meine Zukunftspläne - brauche Input

Beitrag von flip » 18.05.2018, 14:19

AnfragerInnen, die mit dem Minimum von 120 ECu durch den MA gelaufen sind, fallen fast automatisch durchs Raster, ungeachtet der Zensur, Ausnahmen wären Fields-Medaille oder Abel-Preis. :lol:.
Hö? Wie soll man das denn verstehen?

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Re: Meine Zukunftspläne - brauche Input

Beitrag von Green Goddess » 18.05.2018, 15:32

was?

gundi1986
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Re: Meine Zukunftspläne - brauche Input

Beitrag von gundi1986 » 18.05.2018, 18:50

Hallo NeutralName,

du hast ja bereits sehr genaue Vorstellungen davon, wie deine berufiche Zukunft aussehen könnte. Bei derlei langen Zeiträumen kann jedoch einiges Unvorhergesehenes dazwischen funken. Und ob man es wirklich zur FH-Professur schaft ist auch nicht sicher.

Eigentlich befindest du dich aber in einer recht komfortablen Position. Warum gehst du also nicht den sicheren Weg? Master an deiner FH und wenn es mit der anschließenden Promotion klappt, umso besser. Den Wechsel an eine Uni sehe würde ich aus folgenden Punkten problematisch betrachten (im Bezug zu deinen Zielen).

1. An der Uni wärst du ein Neuling. Die Professoren kennen dich nicht. Eventuell werden auch die Noten etwas schlechter werden? Hinzu kommt dein recht hohes Alter beim Abschluss des Master. Ich weiß nicht, wie es in deinem Fachbereich mit Promotionsmöglichkeiten aussieht, aber eventuell gibt es eine hohe Konkurrenz von jüngeren Absolventen mit größerem Netzwerk (da längere Zeit an der Uni). Und wenn du dich an fremden Universitäten zwecks Promotion bewirbst, sehen diese Professoren eben nur deine Noten und dein Alter.

2. Auch nach einem Wechsel an die Uni bleibt es offen, ob du eine Promotionsstelle in deinem Interessensgebiet findest.

3. Du hast noch nicht mal deinen Bachelor abgeschlossen. Wer sagt dir, dass dein Interesse an der Wissenschaft in 2-3 Jahren noch genauso groß ist wie heute? Eventuell überwiegen dann andere Dinge, wie finanzielle Sicherheit, Work-Life-Balance etc.

4. Bleibst du an deiner FH hast du bereits gute Kontakte und im besten Falle klappt es über die von dir beschriebenen Wege mit der Promotion. Falls nicht, hättest du aber einen Master und durch deine Professoren eventuell auch gute Kontakte in die Industrie und somit gute Einstiegsmöglichkeiten.

Ich an deiner Stelle würde daher den Master an der FH machen, diesen so schnell und gut wie möglich durchziehen und dann schauen was kommt. Klappt es mit der Promotion, umso besser. Falls nicht, kannst du direkt ins Berufsleben einsteigen und findest über dein Netzwerk vielleicht einen richtig guten Job.
Mir scheint derlei daher der sicherere und vernünftigere Weg zu sein.
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Re: Meine Zukunftspläne - brauche Input

Beitrag von gundi1986 » 18.05.2018, 19:14

Green Goddess hat geschrieben:Ich sitze derzeit auf einer W1-Stelle (JP), und schaue bei externen Anfragen auch auf die Streuung der Credits. AnfragerInnen, die mit dem Minimum von 120 ECu durch den MA gelaufen sind, fallen fast automatisch durchs Raster, ungeachtet der Zensur
Weshalb denn das?
Ich finde derlei pauschale Aussortiererei recht seltsam. Berücksichtigt es doch beispielsweise nicht Absolventen, die während ihres Studiums arbeiten mussten oder anderweitig tätig waren und gar nicht die Zeit hatten, noch wesentlich mehr als das Pflichtprogramm zu absolvieren.

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Re: Meine Zukunftspläne - brauche Input

Beitrag von Zwonk » 18.05.2018, 19:31

@Gundi1986: Ich weiß nicht, wie viele Leute sich bei @GG bewerben, vermutlich aber mehr, als sie Stellen anzubieten hat. Da finde ich es ganz natürlich, dass sie irgendwelche Auswahlkriterien anlegt. Es geht im Normalfall nicht anders. Man kann nicht bei jeder Bewerbung eine kritische Gesamtwürdigung der Lebensleistung vornehmen.

Klar, sicher fallen da manchmal einige gute Leute durch das Raster, aber irgendworan muss man seine Bewertung ja festmachen. Ob nun das von @GG gewählte Kriterium optimal ist, lässt sich bestimmt diskutieren, aber es erlaubt immerhin eine gewisse Vergleichbarkeit und dürfte seinen Zweck also erfüllen.

flip
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Re: Meine Zukunftspläne - brauche Input

Beitrag von flip » 18.05.2018, 20:13

Green Goddess hat geschrieben:was?
Du sortierst alle potentiellen Doktoranden aus, die 120CPs haben?

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Re: Meine Zukunftspläne - brauche Input

Beitrag von Green Goddess » 18.05.2018, 22:07

gundi1986 hat geschrieben:Weshalb denn das?
Ich finde derlei pauschale Aussortiererei recht seltsam. Berücksichtigt es doch beispielsweise nicht Absolventen, die während ihres Studiums arbeiten mussten oder anderweitig tätig waren und gar nicht die Zeit hatten, noch wesentlich mehr als das Pflichtprogramm zu absolvieren.
Seltsam finde ich es nicht, ob es optimal ist, darüber liesse sich streiten. Bei externen Bewerbungen kenne ich ausschliesslich die übermittelten Infos, was davon ist objektivierbar als optimales Kriterium zu betrachten? Die Zensur sehe ich nicht in der Position, zumal die bisherigen Kandidatinnen zwischen 1,2 und 1,7 lagen. Ich müsste nun über die betreffenden Zeiträume der Leistungserbringung die Notenstatistik der Modulprüfungen für die betreffenden Unis finden, um Zensuren vergleichbar zu gestalten. Die Zeit habe ich nicht, zumal das Ergebnis nicht notwendigerweise objektive Tatbestände wiedergeben würde.
Der Begriff, an dem ich meine Antwort aufhängen möchte, ist "Pflichtprogramm". Ich sehe als eine Qualifikation für die Promotion die Fähigkeit und den Willen, über den Tellerrand zu schauen und eben nicht nur das Pflichtprogramm zu absolvieren. Das "Credits" aus meinem Ursprungsposting möchte ich als "Studienleistung" interpretiert sehen, nicht als "für MA-Studium anrechenbare Credits". Ein "ergänzend zum Studium habe ich an der Philo-Fakultät 1 VL + 1 Sem über Erkenntnistheorie absolviert" würde mir als "über den Tellerrand schauen" reichen. Vlt wäre eine politisch korrekte Formulierung gewesen "Ich kann mich nicht davon freimachen, über das Pflichtprogramm von 120 ECTS hinausgehende Studienleistungen als für die Besetzung einer offenen Promotionsstelle besser qualifizierend anzusehen." an Stelle des möglicherweise unglücklich formulierten "Wer nicht mehr gemacht hat als 120 ECTS, hat schlechte Karten". De facto macht es keinen Unterschied. ;) Ich gebe dir Rcht, dass ich vieles ungewürdigt lasse, aber ich muss mit dem Ergebnis im Zweifel die nächsten 2-3 Jahren klarkommen. Also: "Mein Risiko, meine Regeln!" ;)

@Zwonk Beide Zahlen, sowohl die der intern nicht besetzbaren Stellen als auch die der Bewerbungen, halten sich in überschaubarem Rahmen, wobei allerdings eine angedachte holistische Lebensundstudiumsleistungsundumstandsanalyse aller Bewerbungen meinen Zeitplan bankrottieren würde.

@flip Ich hoffe, obige Ausführungen klären dein Verständnisproblem. ;)

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