Kumulative Diss mit nicht zusammenhängenden Themen

... und die Fragen, die sich davor und dabei ergeben.
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Matze1723
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Kumulative Diss mit nicht zusammenhängenden Themen

Beitrag von Matze1723 » 27.03.2018, 17:59

Ich bin (hoffentlich) in den letzten Zügen meiner Diss. Das letzte noch nötige Paper habe ich gerade meiner Professorin zur Drübersicht gegeben, bevor es dann eingereicht werden soll. Zu der Diss muss ich dann ja noch einen "Rahmen" schreiben, in dem man zusammenfassend auf die Paper eingeht. Das Problem dabei ist, dass die Themen der Paper sehr unterschiedlich sind und nur bedingt miteinander zu tun haben. Das ist grundsätzlich laut Prüfungsordnung und meiner Professorin kein Problem, aber ich frage mich, wie ich damit in meiner Diss (also dem "Rahmen") umgehen soll. Dementsprechend wollte ich fragen, ob ihr vielleicht einige kumulative Dissertationen kennt, die auch nicht-zusammenhängende Themen haben, die ich mir anschauen könnte, um eine Idee davon zu bekommen. Oder vielleicht könnt ihr auch allgemein schreiben, wie man dies am besten abhandelt.

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Re: Kumulative Diss mit nicht zusammenhängenden Themen

Beitrag von praktikum » 02.04.2018, 01:47

Nicht falsch verstehen: man kann zu dem Thema Fragen haben, aber Du möchtest eine kum. Diss. machen und hast anscheinend in all den Jahren noch keine einzige gelesen. :(

Die kumulative Diss ist schon eine extreme Erleichterung für wissenschaftliche Karrieren. Man kann sich auf die Produktion von Papern konzentrieren, ohne parallel noch ein "Buch" schreiben zu müssen.
Der von Dir genannte Rahmen ist die einzige kleine( Schwierigkeit und sogar die möchtest Du jetzt - ohne eigenes Zutun - vorgekaut haben. An Deiner Stelle würde ich mir einfach entsprechende Arbeiten am Lehrstuhl/Universität/wiss. Einrichtung vor Ort ansehen. Dann kann man Dir hier gerne spezifische Fragen im Detail beantworten.

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Re: Kumulative Diss mit nicht zusammenhängenden Themen

Beitrag von daherrdoggda » 02.04.2018, 06:06

Ich hatte meine kumulativ geplant, publiziert usw. - und dann wurde im letzten Jahr die PO geaendert und kumulative waren nicht mehr zulaessig.
Letztendlich war etwas mehr als die Haelfte der papers immerhin in einem klaren Themengebiet, die hab ich dann fuer die Diss in einigermassen chronologischer Reihenfolge verwendet. Der thematisch entferntere Rest war dann halt nur Dekoration in der Publikationsliste :mrgreen: aber auch nicht notwendig zur Promotion.

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Re: Kumulative Diss mit nicht zusammenhängenden Themen

Beitrag von Inan01 » 03.04.2018, 19:45

Hatten wir noch und nöcher - alles kein Problem. Und offengesagt interessieren sich die wenigsten Gutachter für die 2-3 Seiten Intro...
Also ich gehe mal davon aus, dass die Themen nicht völlig zusammenhangslos sind. In dem Fall kannst du in der Einleitung einfach die verschiedenen Aspekte i.S.v. "interessant" hervorheben (mit Begründung natürlich).
Solange also insgesamt Relevanz und Originalität herauskommen, gibt es keine Schwierigkeiten.

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Re: Kumulative Diss mit nicht zusammenhängenden Themen

Beitrag von Vollkornpizza » 06.04.2018, 18:01

Das diejenigen, die kumulativ promovieren es einfacher haben, ist ja kein Grund, ihnen ihre Sorgen in Abrede zu stellen.

Ich promoviere auch kumulativ, meine Paper haben zusammenhängende Themen und den Rahmen zu schreiben ist mir trotzdem sehr, sehr, schwergefallen, zumal man ja einerseits nicht wiederholen möchte, was man schon geschrieben hat, anderseits aber ja auch nicht völlig neue Themen anschneiden kann die mit den Themen der Paper nur bedingt etwas zu tun haben.

Ich habe mich deshalb gefragt, ob es daher nicht gerade leichter sein müsste, den Rahmen für nicht-zusammenhängende Paper zu schreiben. Einerseits kannst du dir irgendeinen Zusammenhang aus den Fingern saugen, womit du viele Worte schinden kannst. Anderseits hast du die Möglichkeit auf methodische Ähnlichkeiten und Unterschiede einzugehen, das haben viele meiner MitdoktorandInnen gemacht.

Ich habe übrigens auch schon meine DM und meine Gutachter um Rat gebeten, die mir auch noch ganz gute Tips gegebn haben, z.B. dass man darauf eingehen sollte, wie sich die Paper insgesamt in das Fach einordnen lassen.

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Re: Kumulative Diss mit nicht zusammenhängenden Themen

Beitrag von djelan » 16.11.2019, 14:10

Der Faden ist wahrscheinlich tot, aber falls hier jemand nochmal liest:
Ich finde die Implikation, dass kumulativ zu promovieren leichter ist als per Monographie, völlig ungerechtfertigt. Wie kommt man denn darauf?
Man muss mit den Artikeln schließlich durchs Peer Review und das kann unglaublich hart und langwierig sein, manchmal auch unfair und willkürlich. Da gucken schließlich die unterschiedlichsten Leute drauf, die man sich nicht aussucht. Dass die Gesamtdiss dabei insgesamt oft weniger Seiten als die Monographie, hat mit dem Schwierigkeitsgrad der Arbeit überhaupt nichts zu tun.

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Re: Kumulative Diss mit nicht zusammenhängenden Themen

Beitrag von SSCI » 16.11.2019, 22:36

Sehe ich ganz genau so.

Monographien sind ein totes Pferd, dass einige in Deutschland gerne noch länger reiten wollen.

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