Korrektur - Wie lange?

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IvyMae
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Korrektur - Wie lange?

Beitrag von IvyMae » 06.02.2018, 03:29

Liebe Mitdoktoranden!

Ich habe nur noch knapp 5 Monate für meine Diss und bekomme Panik. Ich schreibe noch immer an meinem letzten Kapitel (sollte in drei Wochen fertig sein), dann Schluss und Einleitung. Das unterschätze ich aber auf keinen Fall, das wird auch nochmal zwei Monate (mindestens) in Anspruch nehmen (Literatur, neuere und Stichpunkte was ich sagen will, habe ich gesammelt dazu).

Wieviel Zeit sollte ich einplanen für das gesamte Lektorat der Diss? Einige Kapitel sind auch noch Kraut und Rüben, Fußnoten, Literaturverzeichnis, Anlagen etc.

Ein Monat?

Ist das nicht viel zu wenig?

Ein professionelles Lektorat ist so unglaublich teuer, und Freunden meine gesamte Diss zu geben, ist auch nicht weise. Das macht ja niemand.

Hilfe! Was soll ich tun, wie besser einschätzen was auf mich noch zu kommt?

Danke euch!

Ivy

P.S. Ich arbeite Vollzeit an der Diss. Und diese hat ca. 200 Seiten.

Phia123
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Re: Korrektur - Wie lange?

Beitrag von Phia123 » 06.02.2018, 08:41

Hallo,
ich bin mit meiner Doktoarbeit ähnlich weit wie du. Das letzte Kapitel muss noch fertig gemacht werden und für die Einleitung und den Schluss müssen Stichpunkte in Fließtext umgewandelt werden. Damit will ich auch in 3 Wochen fertig sein. Fußnoten, Literaturverzeichnis und Anlagen habe ich während meiner Arbeit an der Diss jedoch laufend aktualisiert.
Ich habe die einzelnen Kapitel auch laufend an jemanden zum Korrektur lesen gegeben. Dadurch war es für denjenigen nicht so viel Text auf einmal zu lesen und ich konnte zwischendrin gleich die Anmerkungen einarbeiten, sodass viele Kapitel jetzt am Schluss schon komplett fertig sind.

Du hast jetzt noch fünf Monate Zeit. Das klingt machbar. Fang aber auf jeden Fall jetzt schon an, jemandem deine Kapitel zum Korrektur lesen zu geben. Vielleicht immer ca. 30 Seiten auf einmal. Dann arbeite die Anmerkungen ein und gib demjenigen dann den nächsten Teil deiner Arbeit. So habt ihr beide immer zwischendrin eine Pause.
Wenn du niemanden findest der so viel Text lesen möchte, teile den Text auf mehrere Leute auf.
Ich habe für 15 korrigierte Seiten immer so ca. 3-5 Stunden gebraucht um die Anmerkungen einzuarbeiten. Manchmal musste ich noch zusätzliche Quellen recherchieren, das war am zeitaufwändigsten.

Bedeutet es, dass das Literaturverzeichnis und die Fußnoten derzeit Kraut und Rüben sind, dass nur die Formatierung noch nicht stimmt? Dann müsste es an einem ganzen Tag machbar sein dagegen anzukommen. Solltest du noch weitere Literatur recherchieren müssen, kann es ein sehr umfangreiches Unternehmen werden und du solltest dafür sehr viel Zeit einplanen.

Ich kann dir nicht genau sagen wie viel Zeit du für das Lektorat brauchst. Ich würde dir wie gesagt raten es auf die 5 Monate zu verteilen und nicht erst am Schluss anzugehen. 5 Monate sind bei Vollzeit bestimmt machbar, aber ruhe dich nicht darauf aus, sondern fang sofort an.
:blume:

caipirinha11085
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Re: Korrektur - Wie lange?

Beitrag von caipirinha11085 » 06.02.2018, 09:12

Ich rate dazu, die Diss(-teile) erst dann zur Korrektur zu geben, wenn du sie selbst vollständig korrigiert und überarbeitet hast. Jemandem den Text zu geben, solange die Fußnoten noch nicht formatiert sind, macht nicht viel Sinn, da die Person dann die Fußnoten nicht durchsehen kann.

Ein Tag für die Formatierung der Fußnoten scheint mir zu knapp bemessen.
Umgekehrt wirken 2 Monate nur für das Schreiben von Einleitung und Schluss für mich sehr großzügig.
So oder so: Wenn du in zwei Monaten fertig sein möchtest, gibt dir das drei Monate für die Korrektur. Das sollte absolut ausreichend sein, selbst mit unformatierten Fußnoten.
Von so einem Zeitplan konnte ich jedenfalls nur träumen.. ;)

Ich habe meine komplette Diss zwei Leuten zur Lektüre gegeben, wieso "macht das ja niemand"? Ich werde zu gegebener Zeit für die beiden die Diss ebenfalls komplett durchsehen und mir scheint diese gegenseitige Hilfe ein sehr gängiges Modell zu sein. ;)

Green Goddess
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Re: Korrektur - Wie lange?

Beitrag von Green Goddess » 06.02.2018, 10:01

Ich kenne es auch so, dass DoclerInnen gegenseitig (in etwa kapitelweise) Diss korrekturlesen.
Ob 1 Tag für Fußnotenformatierung viel oder wenig ist, hängt wohl vom Zustand der LitListe und des verwendeten Systems ab; bei fertiger Liste und LaTeX würde ich anders rechnen als bei "Kraut&Rüben"-Liste und word. ;)
Der Zeitaufwand für Schlussteil lag bei mir bei ca 1 Tag. (Ausblick, was sollten/könnten weitergehende Arbeiten sein, etc.) In der Einleitung stand die übliche Entschuldigung, dass die Diss geschrieben wurde ;), gefolgt vom "Stand der Technik". Gerade der letzte Punkt wäre am Ende, 2 1/2 Jahre nach Start, ziemlich in Arbeit ausgeartet, somit bot sich das grobe Schreiben der Einleitung während Phase 1 an, keine Ahnung, was TE in die Einleitung schreiben will bzw wieviel, deshalb keine Aussage dazu.
An Korrekturleser sollten aber in der Tat erst die als abgabefertig angesehenen Textteile gehen, alles andere kann auch die eifrigsten Helferlein missmutig stimmen. ;)

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