Referenzen für Promotionsbewerbung

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Referenzen für Promotionsbewerbung

Beitrag von Agriwis » 05.09.2017, 19:36

Huhu,
Ich habe vor kurzem meinen Master abgeschlossen und möchte jetzt unbedingt promovieren (und möglicherweise auch danach in der Wissenschaft bleiben).
Leider habe ich noch keine Stelle gefunden, schreibe im Moment aber immerhin mal wieder eine Bewerbung für eine sehr spannende Stelle, allerdings rechne ich auch mit guter Konkurrenz :( .
In der Ausschreibung sind 2 Referenzen gefordert und das ist mein Problem, denn die Bewerbungsfrist endet in wenigen Tagen (was nicht daran liegt, dass ich so langsam bin, sondern weil die Stelle nicht besonders sichtbar ausgeschrieben wurde. Mir wurde die Stelle erst vor wenigen Tagen weitergeleitet, ansonsten hätte ich sie nie gefunden!).
Ich möchte natürlich gute Referenzen angeben, aber leider habe ich nicht sehr viele Profs im Repertoire, da ich meine Masterarbeit bei der "Koryphäe" schlecht hin geschrieben habe und wie das bei Koryphäen öfter vorkommt, interessieren die sich nur wenig für Studenten. Er jedenfalls hat mich nie zu Gesicht bekommen und auch meine Masterarbeit hat er nur auf dem Papier gelesen, deswegen würde ich als eine Referenz den PD der meine Arbeit betreut hat, angeben.
Als zweite Referenz wollte ich den Prof meiner Bachelorarbeit angeben. Das ist zwar schon 3 Jahre her (ich habe zum Master die Uni gewechselt) aber ich hatte eine sehr gute Note bei ihm und er hat meine Arbeit sehr gelobt.
Leider kann ich ihn momentan nicht erreichen, ich warte seit 2 Tagen auf eine Antwort auf meine Mail, aber ich kann ihn ja bestimmt nicht einfach so angeben, ohne eine Antwort bekommen zu haben und ich muss mich halt dann um eine Alternative kümmern, wegen der knappen Bewerbungsfrist.
Dann also wahrscheinlich der andere Post Doc der meine Masterarbeit betreut hat, aber das kommt bestimmt nicht gut, einfach die beiden masterbetreuer anzugeben und gar keinen Prof dabei zu haben, oder?
Dazu kommt halt, dass momentan noch Urlaubszeit ist. Das ist doch wirklich blöd und es wäre sehr ärgerlich, wenn die Bewerbung wegen der Referenzen scheitern würde, obwohl ich eigentlich ein engagierter Student war und auch sowohl Bachelor- wie auch Masterarbeit mit 1,0 bewertet wurden.

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Re: Referenzen für Promotionsbewerbung

Beitrag von Zwonk » 05.09.2017, 21:19

Im Zweifel bleibt Dir nichts anderes übrig, als die Bewerbung loszuschicken und anzugeben, dass Du die Referenzschreiben bis zum XX.YY.ZZZZ nachliefern wirst, da sie urlaubszeitbedingt nicht rechtzeitig fertiggestellt wurden. Ob das akzeptiert wird, weiß ich natürlich nicht, aber viel mehr Optionen hast Du wohl nicht :?

Wenn ich mich recht entsinne, hatte ich auch eins meiner beiden Referenzschreiben nachgereicht, weil das aus irgendwelchen Gründen nicht rechtzeitig bei mir ankam. Hilfreich kann es übrigens sein, vorher dort anzurufen, normalerweise sind die recht verständnisvoll...

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Re: Referenzen für Promotionsbewerbung

Beitrag von Agriwis » 05.09.2017, 22:03

Danke für deine Antwort.
Ich brauche ja gar keine ReferenzSCHREIBEN. Ich soll nur einfach 2 Personen nennen, die sie gegebenenfalls anrufen können um sich nach mir zu erkundigen.
Trotzdem wollte ich die Personen da halt entsprechend "vorwarnen" und fragen ob das überhaupt ok ist, wenn sie angerufen werden. Aber auf das "ok" würde ich halt trotzdem gerne warten, bevor ich die Bewerbung abschicke.
Ich habe ja ein bisschen Panik, dass sich mein Bachelorprof womöglich gar nicht mehr an mich erinnern kann. Ich weiß ja nicht, ob es "normal" ist, dass sich ein Prof an jede etwas bessere bachelorarbeit erinnern kann. Unabhängig der Note, es bleibt halt doch nur eine simple Bachelorarbeit. Mein Vorteil ist vielleicht, dass sein Thema bei Studenten nicht sehr beliebt war, so dass es nicht so viele Studenten seit dem gab an die er sich zu erinnern braucht.

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Re: Referenzen für Promotionsbewerbung

Beitrag von praktikum » 06.09.2017, 00:30

Du kannst als Ref auch einen Dozenten angeben, für den Du als Hiwi einen Übungskurs geleitet oder korrigiert hast. Zumindest wenn Du dort in positiver Erinnerung bist. Bei einer 1.0 in einer Vorlesung kannst Du ebenfalls den Dozenten angeben; der sollte Dich dann normalerweise kennen.

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Re: Referenzen für Promotionsbewerbung

Beitrag von Agriwis » 06.09.2017, 10:01

Post Docs könnte ich sicher noch irgendwelche auftreiben, die sich an mich erinnern und sofern sie nicht im Urlaub sind (zur Not den anderen Betreuer meiner Masterarbeit), aber wie kommt es an, wenn ich als Referenz lediglich 2 Post Docs und keinen einzigen Prof angeben kann? :? Und dann vielleicht sogar noch zwei Post docs aus der gleichen Gruppe.
Und dass sich ein Prof an mich erinnert, weil ich bei ihm zufällig eine 1,0 geschrieben habe, schließe ich aus. Dafür ist mein Studiengang zu groß. Und so herausragend, dass ich irgendwann mal als einzige eine 1,0 geschafft hätte, war ich nicht.

Meine nächste Möglichkeit wäre, den Prof einfach anzugeben und zu hoffen, dass das schon ok so ist.

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Re: Referenzen für Promotionsbewerbung

Beitrag von caipirinha11085 » 06.09.2017, 16:22

Ich weiß ja nicht, wie das bei euch im Studiengang ist, aber bei mir im Studiengang war es recht üblich, dass Profs die Referenzschreiben verfassen, die einen nicht kennen. Das einzige mal, als ich nur Referenzen und nicht Referenzschreiben angeben musste, wurden die Personen nie kontaktiert. Die kannten mich auch nur so la-la, aber haben sich dennoch sofort bereit erklärt, mich bei Bedarf zu empfehlen.

Ich würde mal im Sekretariat des Profs, dem du schon geschrieben hast, anrufen und auch die "Koryphäe" oder sein Sekretariat selbst kontaktieren...

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Re: Referenzen für Promotionsbewerbung

Beitrag von Agriwis » 06.09.2017, 18:00

Danke.
Ok, dann lasse ich meinen Bachelorprof vielleicht doch drin, auch falls er sich nicht mehr melden sollte.

Die "Koryphäe" möchte ich nicht angeben, die Gründe warum ich das nicht will möchte ich aus Anonymitätsgründen hier aber nicht nennen.

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Re: Referenzen für Promotionsbewerbung

Beitrag von praktikum » 06.09.2017, 23:05

Agriwis hat geschrieben: Und dass sich ein Prof an mich erinnert, weil ich bei ihm zufällig eine 1,0 geschrieben habe, schließe ich aus. Dafür ist mein Studiengang zu groß. Und so herausragend, dass ich irgendwann mal als einzige eine 1,0 geschafft hätte, war ich nicht.
Oben war mit "der sollte Dich dann kennen" ungeschickt ausgedrückt, dass Du zu diesem Prof gehst, freundlich vorsprichst und dann nach einer Referenz fragst. Eine 1.0 in seiner VL hilft als Einstieg ungemein.

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Re: Referenzen für Promotionsbewerbung

Beitrag von caipirinha11085 » 07.09.2017, 16:52

Agriwis hat geschrieben:Danke.
Ok, dann lasse ich meinen Bachelorprof vielleicht doch drin, auch falls er sich nicht mehr melden sollte.

Die "Koryphäe" möchte ich nicht angeben, die Gründe warum ich das nicht will möchte ich aus Anonymitätsgründen hier aber nicht nennen.
Als Hinweis: Ich wollte nicht dazu raten, jemanden anzugeben, der sich nicht bereit erklärt hat dazu, sondern nur ausdrücken, dass mir auch Profs, die mich nicht wirklich kannten schnell zugesichert haben, dass sie mich empfehlen würden und das zumindest an den Fakultäten, die ich kenne, auch üblich ist, da Massenstudienfach..

Ich würde einfach im Sekretariat noch einmal nachhaken, ob er momentan im Urlaub ist o.ä., vielleicht liegt es daran. Und ggf. auch noch einmal klar machen, dass du kein Referenzschreiben möchtest, sondern nur seinen Namen auf die Bewerbung pinseln. ;-)

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