Kleine Fragen zur Disputation

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snoozyandre
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Kleine Fragen zur Disputation

Beitrag von snoozyandre » 09.07.2017, 22:39

Hallo,

in drei Wochen steht meine Disputation an.
Nun ganz allgemeine Fragen:

Wie war das Gefühl, vor drei Professoren zu reden? Große Aufregung? Was war der Unterschied zu einem normalen Seminarvortrag während des Studiums? Wie habt ihr euch beruhigt?

Glaubt ihr, dass Profs sogar die schriftliche Note einfach automatisch als Gesamtnote ansetzen, auch wenn der Vortrag nur ok ist?

Habt ihr euch ganz konkrete Fragen der Prüfer ausgedacht, und natürlich die Antworten dazu?

Meint ihr es ist von Nachteil, ein Blatt mit Notizen in der Hand zu halten?

Herzlichen Dank :blume:
Snooze

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Wierus
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Re: Kleine Fragen zur Disputation

Beitrag von Wierus » 09.07.2017, 22:56

Hallo,
also meine Profs wollen (vorher mit ihnen grob abgestimmte und vom Diss.Thema unabhängige) Thesen von mir haben, die dann nach einem kurzen Vortrag über die Ergebnisse der Diss diskutiert werden sollen. Mein Vortrag soll übrigens nicht mehr als 20 min. überschreiten.

Wie ich gehört habe, sitzt bei uns normalerweise auch der Vorsitzende des Promotionsausschusses mit drin - das wären dann schon vier Professoren. :stressed:

Jucy
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Re: Kleine Fragen zur Disputation

Beitrag von Jucy » 10.07.2017, 10:12

Hallo,

erstmal Glückwunsch dazu, dass du nur noch einen kleinen Schritt bis zum Abschluss des Verfahrens vor dir hast :wink:

Bei meiner Disputaton (habe gerade nochmal nachgeschaut) waren fünf Professoren und ein Mitglied des Mittelbaus als Kommission anwesend, zusätzlich noch externe Gäste und Promotionsstudenten des Fachbereichs (da ich extern promoviert habe, unbekannte Gesichter). Das Gefühl unterschied sich für mich zwar etwas von einem Seminarvortrag, aber nicht unbedingt von einem Konferenzbeitrag.

Was dich beruhigen sollte:
- DU bist der Experte*die Expertin für dein Thema! Kein Kommissionmitglied kennt die Arbeit so gut wie du und kann daher so kompetent Auskunft geben!
- Normalerweise freuen sich alle Beteiligten über den Abschluss eines Verfahrens, die wollen dir im Normalfall nichts Böses mehr.

Hast du die Gutachten zu deiner Arbeit vorliegen?
Mit diesen habe ich mich vorab intensiv beschäftigt, um auf genannte Kritikpunkte eine gute Antwort parat zu haben. Gibt es darüber hinaus Kritikpunkte, die du von deinen Gesprächen im Rahmen der Betreuung/von Konferenzen/von Kolleg*innen bereits kennst oder alternative Forschungsansätze, die z.B. ein Kommissionmitglied präferiert und wo evtl. danach gefragt wird, warum du so und nicht anders vorgegangen bist?

Diese Fragen kann man aber meist auch spontan gut beantworten, nochmal: es ist schließlich DEINE Arbeit.

Viel Erfolg!
wünscht jucy

snoozyandre
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Re: Kleine Fragen zur Disputation

Beitrag von snoozyandre » 10.07.2017, 14:14

Danke, tolle Antworten.
Das Gutachten bekomme ich erst am Tag der Disputation.
Ich hoffe auch, dass wenn ich sehr klar und 'streng' argumentiere, dies nicht als Überheblichkeit oder Engstirnigkeit ausgelegt wird.
LG

rerx
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Re: Kleine Fragen zur Disputation

Beitrag von rerx » 10.07.2017, 15:42

Ich war erst sehr nervös, dass beim Vortrag oder bei den anschließenden Fragen etwas schief gehen könnte oder ich mich in irgendeiner Weise bloßstellen würde -- bis ich einen Probevortrag vor Doktorandenkollegen gehalten habe. Der lief dann schon ziemlich gut und die verbleibenden Verbesserungsvorschläge waren konstruktiv und hilfreich. An den verbleibenden zwei Tagen bis zur Disputation war ich dann viel gelassener und letzlich lief auch alles prima.

Wenn sich dir die Möglichkeit einer Proberunde vor geeignetem Publikum bietet, nimm die auf jeden Fall war!

Ganz allgemein: Vergiss nicht, dass du der Experte für deine Arbeit bist!

snoozyandre
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Re: Kleine Fragen zur Disputation

Beitrag von snoozyandre » 22.07.2017, 20:40

Würdet ihr denn Grafiken immer mit Überschriften bei PP präsentieren oder reicht es, wenn ich den Titel in meinem Vortrag erwähne? Der Platz ist nämlich so gering.
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Streptokokkus

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