Danksagung in der Arbeit?

... und die Fragen, die sich davor und dabei ergeben.
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Luisa
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Danksagung in der Arbeit?

Beitrag von Luisa » 29.05.2017, 11:29

Hallo Community,

ich möchte in einigen Wochen meine Arbeit abgeben. Dazu habe ich eine Frage.

Ist es angebracht, im Vorwort oder sonst als Danksagung den Doktorvätern zu danken oder macht man das lieber
später in der publizierten Version? :D

LG

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Green Goddess
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Re: Danksagung in der Arbeit?

Beitrag von Green Goddess » 29.05.2017, 12:48

Erst im Buch, hauptsächlich wg erhöhter Verletzungsgefahr bei Ausrutschen auf der Schleimspur. ;)

Die einzigen, mir bekannten, akzeptierten Danksagungen im Vorfeld sind: "Ich danke Donald Knuth für \TeX und Leslie Lamport für \LaTeX." sowie "Ich danke meiner Katze.". ;)

praktikum
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Re: Danksagung in der Arbeit?

Beitrag von praktikum » 29.05.2017, 13:16

Ich kenne sogar einen Fall, bei dem in der Motivation mehrere Absätze lang große Dankesreden geschwungen wurden. So etwas kommt nicht gut an, weil es nicht dort hin gehört und so aussieht, dass der Autor "es nötig hätte" ausführlich zu danken. ;)

Bei finanzieller Förderung durch entsprechende Programme ist es allerdings üblich, dass man dafür dankt. Eine separate Seite zur Danksagung ist - meiner Meinung nach - in der Veröffentlichung immer noch die beste Lösung. Es sollte nicht Teil des wissenschaftlichen Texts sein.

Luisa
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Re: Danksagung in der Arbeit?

Beitrag von Luisa » 29.05.2017, 13:47

Super, danke sehr.

M.E. gehört das auch in die Buch-Version.

Aber ich will ja nicht ins Fettnäpfchen treten, wenn es üblich ist, es aber nicht steht :) Dann wäre der Ärger groß bei den Doktorvätern.

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Re: Danksagung in der Arbeit?

Beitrag von Schlupp » 01.06.2017, 19:26

Hallo,
ich hatte die gleiche Frage und habe dazu meinen Doktorvater und zwei weitere habilitierte Personen gefragt: sie waren sich unabhängig voneinander einig, dass die Danksagung erst in das gedruckte Buch gehört. Habe es dann auch weggelassen, um keinen Schleimer-Verdacht zu erwecken :wink: Eine von ihnen berichtete, bei einer eingereichten Doktorarbeit unglaublich gelobhudelt worden zu sein und im gedruckten Buch sei davon dann bis auf die Aussage, dass man die Arbeit betreut habe, nichts übrig geblieben. :lol:

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Re: Danksagung in der Arbeit?

Beitrag von chily » 08.06.2017, 11:45

Gibt es viele Leute hier, die auch auf die Danksagung im Buch verzichtet haben?
Ich bin mir aktuell noch unschlüssig, ob ich überhaupt eine möchte. Ich habe mir meine Promotion selbst finanziert, muss also keinem Stipendiengeber danken und eigentlich auch nicht meinen Eltern - es sind gute Eltern, aber zur Promotion haben sie einfach nichts beigetragen. :wink: Mein Haupt-Korrekturleser möchte explizit nicht genannt werden und zwei weitere Korrekturleser haben nur Teile der Arbeit gelesen (und das als Reaktion darauf, dass ich auch ihre Arbeiten gelesen habe).
Und schließlich mein Doktorvater: Seine Betreuung war nett, sachlich, konstruktiv, aber nicht besonders umfangreich. Ich musste immer auf ihn zugehen und habe ihn während der 4 Jahre vielleicht 8 mal gesehen. Mehr war von meiner Seite auch nicht nötig und ich bin froh, dass alles so problemfrei gelaufen ist, andererseits erwarte ich diesen Betreuungsaufwand ehrlich gesagt auch von jemandem, der dafür bezahlt wird. Mir dankt im Job auch selten jemand dafür, dass ich tue, was man eben von mir erwartet.
Was meint ihr? Findet ihr meine Gedanken falsch?

Liebe Grüße!
Angelika

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Re: Danksagung in der Arbeit?

Beitrag von flip » 08.06.2017, 13:33

Klar,

ich habe niemandem gedankt. Es ist auch irgendwo der Job der Professoren dir zu helfen. Genauso wie es meiner ist bei anderen Doktoranden. Ich erwarte auch nicht, dass man mich erwähnt. Wozu auch...

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Re: Danksagung in der Arbeit?

Beitrag von oclock » 08.06.2017, 14:40

Ich finde, eine Danksagung gehört zum guten Ton. Andererseits wird sie auch niemand vermissen, falls sie fehlt. Daher mein Rat: Falls nichts gravierendes dagegen spricht: Rein damit. Ansonsten sein lassen. Man muss keine Wissenschaft daraus machen :-)

Wenn man sich für eine Danksagung entschieden hat, dann erst in die gedruckte Version.
Als erstes die "Offiziellen": Doktorvater, Gutachter, Institutsleiter, Kollegen.
Danach die "Privaten": Korrekturleser aus dem freundeskreis, Freunde, FreundIn/Familie.

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Re: Danksagung in der Arbeit?

Beitrag von praktikum » 08.06.2017, 19:06

oclock hat geschrieben:Ich finde, eine Danksagung gehört zum guten Ton. ...
Als erstes die "Offiziellen": Doktorvater, Gutachter, Institutsleiter, Kollegen.
Mich interessiert es als wiss. Kollege überhaupt nicht, ob mir in einer Bachelor-, Master-, oder Doctorthesis gedankt wird. Echte Dankbarkeit ist die berechtigte Erwähnung des Namens in der Autorenliste einer Veröffentlichung. Wenn ein Studi nach (oder während) Abschluss seiner Arbeit zu faul für ein Paper ist, dann nutzt mir die Danksagung in der Thesis genau gar nichts.
oclock hat geschrieben: Danach die "Privaten": Korrekturleser aus dem freundeskreis, Freunde, FreundIn/Familie.
Ich lese Korrektur, weil ich jemandem wohlwollend gesonnen bin und nicht wegen dem Tippen von ein paar Dankesbuchstaben. :)
Will sagen: man sollte dieses Instrument wirklich nicht überbewerten!

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Re: Danksagung in der Arbeit?

Beitrag von caipirinha11085 » 09.06.2017, 07:48

Ich freu mich schon darüber, wenn ich erwähnt werde und werde in der Veröffentlichung auch denjenigen danken, die mir tatsächlich geholfen haben.
In meinem Fachbereich wäre es allerdings auch unvorstellbar zum Dank als Autor in ein Paper aufgenommen zu werden. :D

Wenn man sich unsicher hinsichtlich der Gepflogenheiten im Fachbereich oder an der Fakultät ist, dann kann man ja einfach nachsehen oder erfragen, wie das die ehemaligen Doktoranden beim selben DV/derselben DM gehandhabt haben.
[Obwohl das ein paar meiner Vorgänger etwas weit getrieben haben und die (dreizeilige) Dankesagung an unseren DV 1:1 übernommen haben... ;) ]

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