Wer kann Doktorvater sein? (Fachübergreifende Betreuung)

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praktikum
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Re: Wer kann Doktorvater sein

Beitrag von praktikum » 08.03.2017, 14:44

@Sebastian: Ich bin eben immer wieder erstaunt, dass man hier lieber Andere angreift, anstatt 5 Sekunden in google einfach nachzuschauen.
Die aufgestellte These von flip ist doch schon mit einem einzigen Gegenbeispiel widerlegbar.
flip hat geschrieben: Was ist das denn für ein Kommentar? :shock:
Natürlich ist der der Grad des Professors irrelevant, sonst wäre er kaum der Fakultät zugordnet worden. Das gilt sogar "pauschal". Bitte diese Information einfach annehmen.
An der LMU München in der Med.Fak. beim Dr.rer.nat.:
"Das Promotionsprojekt kann nur von einer prüfungsberechtigten Person betreut werden, die in einem naturwissenschaftlichen Fach promoviert ist."

Quelle: http://www.med.uni-muenchen.de/promotio ... #betreuung

Somit wäre schon einmal geklärt, dass die Aussage von flip nicht pauschal gilt. Natürlich hat eine Med.Fak. viele Professoren, welche nicht naturwissenschaftlich promoviert sind.

Im übrigen möchte ich anmerken, dass Gerede wie in diesem Forum leider in der Universitätsarbeit eine unschöne Rolle spielt. Es schwirren irgendwelche Ideen über die Flure. Einige wenige Studenten suchen sich aus unterschiedlichen Gründen Betreuer für ihre Bachelor-, Master-, Doktorarbeiten, welche nicht dafür geeignet sind. Irgendwann fällt das auf und dann geht das Gefluche (vom Betreuer) und Geheule (vom Student) los. Im günstigsten Fall findet sich dann ein geeigneter Betreuer und der ursprüngliche Betreuer berät nur noch als väterlicher Freund.

Nachvollziehbarerweise erzählen die Studenten und vermeidlichen Betreuer nichts von dem eigentlichen Mißgeschick. Daher kommt irgendwann wieder jemand auf die Idee, dass es so funktioniert wie sie/er sich das wünscht.
Zuletzt geändert von praktikum am 08.03.2017, 18:44, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Wer kann Doktorvater sein

Beitrag von Phia123 » 08.03.2017, 15:44

Einigen kann man sich zumindest darauf, dass die Prüfungsordnung festlegt wer Doktorvater sein kann und welcher Titel verliehen wird.
Man sollte sich die Prüfungsordnungen sowieso immer genau anschauen.
Im übrigen möchte ich anmerken, dass das Gerede in diesem Forum leider in der Universitätsarbeit eine unschöne Rolle spielt. Es schwirren irgendwelche Ideen über die Flure.
Da spielt dieses Forum ja nun wirklich keine Rolle bei. Eher im Gegenteil bewirkt dieses Forum, dass Informationen ausgetauscht werden und die Studenten sich nicht völlig uninformiert und hilflos fühlen.
Derjenige, der eine Betreuung annimmt, sollte die Bedingungen und Voraussetzungen von Anfang an mit dem Studenten klären. Wenn er das nicht tut (weil er keine Zeit hat, keine Lust hat oder es nicht besser wusste) ist es nicht die Schuld des Studenten oder irgendeines Forums, dass der Student den Betreuer noch einmal wechselt. Dann hakt es wohl eher im System Universität.
Zuletzt geändert von Sebastian am 08.03.2017, 15:44, insgesamt 2-mal geändert.
Grund: Beitrag allgemein sichtbar gemacht.

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Re: Wer kann Doktorvater sein

Beitrag von Latrino » 08.03.2017, 16:34

praktikum hat geschrieben: Im übrigen möchte ich anmerken, dass das Gerede in diesem Forum leider in der Universitätsarbeit eine unschöne Rolle spielt. Es schwirren irgendwelche Ideen über die Flure. Einige wenige Studenten suchen sich aus unterschiedlichen Gründen Betreuer für ihre Bachelor-, Master-, Doktorarbeiten, welche nicht dafür geeignet sind. Irgendwann fällt das auf und dann geht das Gefluche (vom Betreuer) und Geheule (vom Student) los. Im günstigsten Fall findet sich dann ein geeigneter Betreuer und der ursprüngliche Betreuer berät nur noch als väterlicher Freund.
Und mich erstaunt, wie Du hier meinst, die "Universitätsarbeit" (was soll das sein?) repräsentieren zu können. Desweiteren weichst Du hier - ohne Grund und ohne dass es im Verlauf dieser Diskussion aufgekommen wäre - dermaßen vom Thema ab, dass es kracht. Denn ob jemand geeignet ist oder nicht, hat überhaupt nichts mehr mit der Ausgangsfrage zu tun.

flip
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Re: Wer kann Doktorvater sein

Beitrag von flip » 08.03.2017, 16:36

praktikum hat geschrieben:@Sebastian: Ich bin eben immer wieder erstaunt, dass man hier lieber Andere angreift, anstatt 5 Sekunden in google einfach nachzuschauen.
Die aufgestellte These von flip ist doch schon mit einem einzigen Gegenbeispiel widerlegbar.
flip hat geschrieben: Was ist das denn für ein Kommentar? :shock:
Natürlich ist der der Grad des Professors irrelevant, sonst wäre er kaum der Fakultät zugordnet worden. Das gilt sogar "pauschal". Bitte diese Information einfach annehmen.
An der LMU München in der Med.Fak. beim Dr.rer.nat.:
"Das Promotionsprojekt kann nur von einer prüfungsberechtigten Person betreut werden, die in einem naturwissenschaftlichen Fach promoviert ist."

Quelle: http://www.med.uni-muenchen.de/promotio ... #betreuung
Nja, das Problem an der Sache ist, dass dieser Fall für den/die TO nicht eintreten kann, da er/sie die Vorraussetzung erst garnicht mitbringt, die in der PO gefordert werden. Aber ja, ich gebe zu, dass jemand, der Physiker ist und einen Physik-Doktor (Dr. rer. nat.) anstrebt, nicht bei einem Dr. med. versuchen sollte zu promovieren. Zufrieden?

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Re: Wer kann Doktorvater sein? (Fachübergreifende Betreuung)

Beitrag von Sebastian » 08.03.2017, 17:33

Zum Thema scheint mir nun alles gesagt:
Wie immer empfiehlt es sich, sehr frühzeitig die Promotionsordnung der gewünschten Fakultät sorgfältig auszuwerten. Neben den Promotionsvoraussetzungen gibt sie Aufschluss darüber, wie das Verfahren an der jeweiligen Fakultät strukturiert ist und wer wann wie zu beteiligen ist.
Gerade bei interdisziplinären und/oder fakultätsübergreifenden Projekten muss man frühzeitig sicherstellen, dass auch alles zueinander passt.

@praktikum:Die Relevanz dieses Forums für "die Universitätsarbeit" und die von praktikum konkret beschriebenen Auswirkungen würden mich persönlich sehr interessieren, das wäre dann aber in einem anderen Threa sicher besser aufgehoben.

@aumah: Herzlich willkommen hier - hoffentlich haben wir Dich nicht gleich verschreckt?

Sebastian

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Re: Wer kann Doktorvater sein

Beitrag von Vollkornpizza » 08.03.2017, 21:41

Phia123 hat geschrieben:Hallo,
ich stimme flip zu.
Vielleicht sind noch Erfahrungen interessant:
1. Ich habe damals eine Mail geschrieben mit einer Anfrage zu einem grob umrissenen Thema. Der potentielle DV wollte dann einen Lebenslauf und ein Exposé zugeschickt bekommen. Du könntest beides auch gleich zu Beginn mitschicken.
Per Telefon finde ich schwierig. Man weiß nie ob der potentielle DV wirklich Zeit hat und außerdem kannst du die Sachen aus dem Exposé so ausführlich gar nicht erzählen.

3. Ich habe mir meine Probanden selbst rekrutiert. Wenn du wartest bis die Uni da in die Gänge kommt, wird das nichts. Aber ich konnte alle technischen Geräte der Uni benutzen und habe sie zum Teil auch ausgeliehen bekommen. Teilw. wurden mir auch finanzielle Mittel für mein Projekt zur Verfügung gestellt (für Materialien). Ansonsten war ich nicht in der Uni. Ich habe freiwillig 3-4 Wochen insgesamt bei einer Studie der Fakultät ausgeholfen. Geben und Nehmen sollte sich ja die Waage halten. Die Hilfe, die ich bekommen habe, ist aber auch nicht überall selbstverständlich. Das sollte man vorher in einem Gespräch klären.

Viel Glück :D
Auch wenn Sebastian diesen Thread für beendet erklärt hat, möchte ich noch eine Antwort auf Phia's Beitrag schreiben:

1. Ich habe das auch so gemacht, aber ich würde sagen, dass man das Exposé nicht unaufgefordert mitsenden sollte. Ich habe bei sehr vielen Profs angefragt und nur eine (meine heutige DM) wollte das Exposé sehen. Ich hätte damals auch zu viel Angst vor Ideenklau gehabt, um es allen zu senden. Auch heute bin ich froh, dass ich nicht jedem Prof Einblicke in meine damaligen überlegungen gewährt habe, vor allem nicht demjenigen, der auf meine Anfrage mit einem sexistischen Kommentar geantwortet hat.

2. Du kannst anrufen, nachdem du eine Email gesendet hast. Als ich einen Betreuer für meine Bachelorarbeit gesucht habe, habe ich einen Prof angeschrieben, der mir nie geantwortet hat und als ich ihn dann angerufen habe, meinte er, dass er nie auf solche Emails antwortete und dass er denkt, dass wenn jemand ernsthadt interessiert ist, ihn schon anrufen würde. (Er hattte dann tatsächlich keine Zeit, meine Arbeit zu betreuen, hat mich aber unaufgefordert an eine Prof'in-Kollegin vermittelt)

3. Ich habe einen Bereich auf dem Uni-Server bekommen, den ich zur Datenlagerung und zum Rechnen nutzen kann. Ohne das würde es bei mir nicht gehen. Meine DM musste sich aber massiv für mich einsetzen, damit dies einer externen Doktoranding zugestanden wurde. Also: nichts ist unmöglich, aber es kommt auch nicht auf dem Silbertablett. Die meisten Leute sind hilfsbereit, aber die Verwaltung ist ein bisschen unflexibel; es gibt keine SOPs für die Bedürfnisse von Externen.

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Re: Wer kann Doktorvater sein? (Fachübergreifende Betreuung)

Beitrag von Phia123 » 09.03.2017, 08:10

Ja, das mit dem Ideenklau ist ein guter Einwurf. Also doch besser nur ein grob umrissenes Thema schicken und nach Aufforderung das Exposé.
Telefonisch nachfragen finde ich auch wichtig.
Viel Glück und Erfolg bei der Umsetzung deiner Ideen :D

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