Doktorarbeit abbrechen?

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Re: Doktorarbeit abbrechen?

Beitrag von Garak » 02.02.2017, 08:31

Vielen Dank für die Antworten.

Zum Thema Pflicht-Seminare: Ich setze mich in die Vorlesung zu drei Mastermodulen rein (viel davon ist leider Wiederholung aus meinem Honours Year).

Für das PhD sind drei Jahre angesetzt, und ich bezahle auch unverschämt hohe Studiengebühren. Ich muss zudem alles wie Säulen, Vials, Deckel, Lösungen selber bezahlen. Da keiner eine prep HPLC Säule besitzen zu scheint, müsst ich eine kaufen, was ich mir auf keinen Fall leisten kann. Ich warte noch auf eine Antwort des DAAD bzgl Stipendiums.

Das Problem ist, dass ich auch nichts habe, womit ich anfangen könnte. Was soll ich denn tun, wenn die einzigen beiden Geräte, mit denen ich arbeiten könnte, noch im Karton stehen bzw kaputt sind?? Leerlauf klar, aber ich bin hier seit 5 Monaten und habe noch nicht angefangen. Es ist nicht abzusehen, wann die Geräte aufgebaut bzw repariert werden und wie gesagt, mir wurde geraten, mich nicht in die Unipolitik einzumischen.

Ich bin in England und ganz ehrlich, in nächster Zukunft möchte ich nicht nach GB zurückkehren, teils wegen Brexit und teils wegen meiner schlechten Erfahrungen an den Unis. :x
In Deutschland sehe ich meine berufliche Zukunft jedoch auch nicht wirklich. Ich wollte mit dem PhD fertig werden, um dann Jobs in anderen (europäischen) Ländern anzunehmen, um meine Sprach- und Kulturkenntnisse zu verbessern und aber nebenbei Geld zu verdienen. Wenn ich jetzt erst einen Master in Dland mache (liege ich erstmal meinen Eltern weiterhin auf der Tasche) und dann meinen Doktor in Dland, habe ich höchstens die Chance eine Postdoc Stelle im Ausland zu suchen, bevor ich an deutsche Unis zurückkehre, um Dozentin zu werden... :stressed:

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Re: Doktorarbeit abbrechen?

Beitrag von Eva » 02.02.2017, 09:19

Hast du denn so was wie einen offiziellen Betreuer, jemanden, der für dich zuständig ist? Zu dieser Person würde ich gehen, die Lage schildern und fragen, wie DU konkret weitermachen sollst, um die Promotion erfolgreich absolvieren zu können. Du musst dich dafür gar nicht in Unipolitik einmischen, das sollte die Zuständigkeit dessen sein, der dafür verantwortlich ist, dass du erfolgreich promovieren kannst. Ein Argument (das ich aber erst später ziehen würde) ist ja noch die Tatsache, dass du sehr viel Geld bezahlst und die erwartbare Gegenleistung, der PhD, unter den gegebenen Umständen kaum realistisch ist. In jedem Fall: Versuch, den Hebel zu finden, der andere Leute mit mehr Einfluss dafür sorgen lässt, dass du gut arbeiten kannst.

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Re: Doktorarbeit abbrechen?

Beitrag von Etweb » 02.02.2017, 09:24

Garak hat geschrieben: Für das PhD sind drei Jahre angesetzt, und ich bezahle auch unverschämt hohe Studiengebühren. Ich muss zudem alles wie Säulen, Vials, Deckel, Lösungen selber bezahlen. Da keiner eine prep HPLC Säule besitzen zu scheint, müsst ich eine kaufen, was ich mir auf keinen Fall leisten kann. Ich warte noch auf eine Antwort des DAAD bzgl Stipendiums.
:
Also um zusammenzufassen, du musst alles selbst bezahlen, willst aber nicht in D für einen Master (warum muss der den als Alternative in D sein?) deinen Eltern auf der Tasche hängen? Womit bezahlst du dann aktuell dein PhD Studium?? Überhaupt habe ich den Eindruck das du noch gar nicht die Fähigkeiten hast alleine im Labor mit evtl. gefährlichen Chemikalien zu hantieren.
Garak hat geschrieben: Ich bin in England und ganz ehrlich, in nächster Zukunft möchte ich nicht nach GB zurückkehren, teils wegen Brexit und teils wegen meiner schlechten Erfahrungen an den Unis. :x


Warum also bleiben?

Wie passt das folgende zusammen ?? :
Garak hat geschrieben: In Deutschland sehe ich meine berufliche Zukunft jedoch auch nicht wirklich.
Garak hat geschrieben: ..., bevor ich an deutsche Unis zurückkehre, um Dozentin zu werden... :stressed:
Überhaupt, wäre ich sehr vorsichtig solche Berufsziele wie "Dozentin" auszurufen. Natürlich ist ein Doktor oft Voraussetzung, aber nichts ist so unwägbar wie a. die Doktorarbeit an sich, b. Festanstellung an einer Uni. Mir kommt es ein wenig so vor als ob du die ganze Sache mit Tunnelblick betrachtest. Evtl. solltest du wirklich noch einen Master dranhängen, auch um dir über deine Ziele klar zu werden, bzw. um überhaupt erst einmal die Skills anzueigenen eine Doktorarbeit erfolgreich anzugehen. Der erfolgreiche Abschluss ist nur eine Sache, danach Fähigkeiten zu besitzen die einem auf dem Arbeitsmarkt eine erfolgreiche Zukunft garantieren eine andere.

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