Nur eine Rüge wert: F. Giffey

... und die Fragen, die sich davor und dabei ergeben.
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Nomen Nescio
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Re: Nur eine Rüge wert: F. Giffey

Beitrag von Nomen Nescio »

Die Oper ist nicht vor der letzten Arie beendet. https://www.sueddeutsche.de/bildung/gif ... -1.5060751
Für Nichtjuristen belustigend finde ich die Einlassung des Autor*inn*enteams, F. Giffey könne gegen die Rücknahme der unrechtmässig erteilten Rüge gerichtlich vorgehen. ;)
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Wierus
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Re: Nur eine Rüge wert: F. Giffey

Beitrag von Wierus »

Einer der Autoren hat im Nov. 2019 schon ordentlich vorgelegt zum Fall Giffey:
https://www.sueddeutsche.de/bildung/gif ... -1.4654083

Ach herrje... diesen Artikel muss ein echter Hanswurst geschrieben haben. Stimmt ja hinten und vorne nicht.
Ich tippe auf einen grollenden Promotionsabbrecher oder einen Mietschreiberling, der sich eiligst durch Wikipedia quergelesen hat.
Bernd Kramer (SZ) hat geschrieben:Die Diplomverwaltungswirte und Diplomingenieure, die Staatsexamen in Medizin und Jura, die Bachelor of Science und Master of Arts sind alle jüngeren Datums und wirken damit eher menschengemacht und zweckrational. Wer den Doktortitel in grauer Vorzeit erfunden hat und wofür genau, das kann niemand mehr so recht erklären.
Wirrer Dummfug eines halbgebildeten Autodidakten? Oder doch nur freches Clickbait, um echauffierte Kommentare (aka 'Web-Traffic') zu generieren?

Fragen über Fragen... :cry:
flip
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Re: Nur eine Rüge wert: F. Giffey

Beitrag von flip »

Nomen Nescio hat geschrieben:
14.10.2020, 15:25
Für Nichtjuristen belustigend finde ich die Einlassung des Autor*inn*enteams,...
Also mal abgesehen davon dass es auch Nichtjuristi/I/*/_/nnen gibt, was soll denn noch dieses zweite Gendersternchen? Oder machst du das aus satirischen Gründen? Dann wird es langsam langweilig und nervt nur.
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Re: Nur eine Rüge wert: F. Giffey

Beitrag von daherrdoggda »

Mysteriös ist für die Uneingeweihten ja auch, was der Doktortitelträger da eigentlich jahrelang getrieben hat. Diese Vergeudung von Lebenszeit für eine Promotion ist rational niemandem erklärlich und der Inhalt für Außenstehende unverständlich, solange sie sich nicht selbst zu einer Promotion zum gleichen Thema entschließen. Da beschriftet jemand hunderte Seiten mit vorsichtigen Antwortansätzen und unlösbaren Folgefragen zu einer Unterfrage eines Teilaspekts einer Spezialfrage eines Nischenproblems, dessen Lösung ansonsten nur einem darüber einsam und verrückt gewordenen Gelehrten im verstaubten Büro eines Hinterhofinstituts irgendwo im nirgendwo noch ein ernsthaftes Anliegen ist. Es ist fast so, als müssten die Abwegigkeit und Profanität des ganzen Unterfangens einer Promotion verschleiert und überkompensiert werden durch eine fast religiöse Verehrung des dafür verliehenen Grades.
:lol:
Wierus
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Re: Nur eine Rüge wert: F. Giffey

Beitrag von Wierus »

Klingt nach einem grollenden Promotionsabbrecher, oder? :?
donkeydoeshisphd
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Re: Nur eine Rüge wert: F. Giffey

Beitrag von donkeydoeshisphd »

Wierus hat geschrieben:
15.10.2020, 13:45
Klingt nach einem grollenden Promotionsabbrecher, oder? :?
Das ist mehr als Grollen - das ist ein Vulkanausbruch, bei dem ich hoffe, dass der Blutdrucksenker griffbereit war :D

Allerdings frage ich mich auch, wie man einen so langen und hasszerfressenen Text schreiben kann aus der Aussage "ich finde den Doktortitel nicht zeitgemäß, da er eine Hierarchie suggeriert, die es nicht gibt". Handwerklich richtig schlecht für einen SZ Autoren.
Grounded
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Re: Nur eine Rüge wert: F. Giffey

Beitrag von Grounded »

Franziska Giffey verzichtet auf ihren Doktortitel, "um weiteren Schaden von ihrer Familie und ihrer politischen Arbeit sowie ihrer Partei abzuwenden".

Quelle: https://www.tagesspiegel.de/berlin/plag ... _gdWrslTl8

Naja, sie kann darauf verzichten, mit "Dr. F. Giffey" zu unterschreiben. Den Titel zurücknehmen kann aber nur die FU. Und die prüft die Arbeit auch, wenn Giffey den Titel nicht mehr nutzt.
flip
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Re: Nur eine Rüge wert: F. Giffey

Beitrag von flip »

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) hat im Zuge der Plagiatsaffäre um ihre Doktorarbeit erklärt, dass sie künftig auf ihren Titel verzichtet. Das teilte Giffey dem Präsidenten der Freien Universität Berlin, Günter Ziegler, am Freitag mit. Die FU bestätigte auf Tagesspiegel-Anfrage, das Schreiben von Giffey erhalten und "zur Kenntnis genommen" zu haben.

Sie habe sich zu dem Schritt entschieden, um weiteren Schaden von ihrer Familie und ihrer politischen Arbeit sowie ihrer Partei abzuwenden, heißt es in dem Schreiben, über das zuerst "Funke Medien" berichtet hatte.


Wann immer ein Politker etwas öffentlichkeitswirksam tut, steckt eine Strategie dahinter. Keine Ahnung, warum Frau Giffey meint, dem Uni-Präsidenten dies mitteilen zu müssen. Dem sind so oder so die Hände gebunden. Aber man kann dann natürlich eine schöne Pressemitteilung herausgeben.
Ich vermute mal, die Allgemeinheit hätte eh von Ihr erwartet, dass sie aus moralischen Gründen einfach auf die Führung verzichtet. Sie erreicht jetzt mit ihrer Aktion exakt das Gegenteil.
Zuletzt geändert von flip am 14.11.2020, 04:30, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Nur eine Rüge wert: F. Giffey

Beitrag von Wierus »

Schon etwas schäbig finde ich übrigens, dass auch in diesem Fall mal wieder nachträglich und zum Zweck der Selbstaufwertung auf Academiae Würden draufgesch****en wird, von wegen: "Wer ich bin und was ich kann, ist nicht abhängig von diesem Titel. Was mich als Mensch ausmacht, liegt nicht in diesem akademischen Grad begründet."

Ach? Und deshalb hat sich werte Dame diesen akademischen Grad erschlichen? Weil dessen Besitz rein garnichts über ihre Person aussagt? Trauriges Fazit also: Letztlich keinen Deut besser als Guttenberg, Chatzimarkakis und Konsorten. Besonders enttäuschend: Hier werden aus purem Eigennutz völlig falsche Signale an die breite Öffentlichkeit und insbesondere an die lernende und studierende Jugend gesendet.

Nur am Rande:
Ich hoffe inständig, dass die SPD 2021 mit Manuela Schwesig ins Rennen geht und all diese anderen Knalltüten wie Giffey und Scholz endlich auf die hinterletzte Bank versetzt.
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