Formatierungsempfehlungen für Doktorarbeiten

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Welche Schriftgröße nehme ich für die Fußnoten? Welche Randbreite muss ich wählen? Welche Angaben müssen ins Literaturverzeichnis?
Diese Fragen tauchen immer wieder im Diskussionsforum auf, so dass hier ein paar Empfehlungen zusammengestellt werden.
Das Allerwichtigste zuerst:

Es gibt keine allgemeingültigen Formatierungsvorgaben

In welches Format man seine Arbeit setzt, ist einem grundsätzlich selbst überlassen. Sicher wird keine Doktorarbeit wegen falscher Fußnotengrößen zurückgewiesen.
Aber natürlich haben sich gewisse Konventionen herausgebildet, und wenn man zu einem Thema wie acht oder neun Punkt Schriftgröße keine eigene Meinung hat, schadet es sicher nicht, sich einer solchen Konvention einfach zu beugen. Aus Versehen als Rebell auftreten ist ja irgendwie unangenehm.

Damit ist das Problem aber noch nicht ganz gelöst:
Die allgemeinen Anschauungen von der richtigen Formatierung unterscheiden sich von Fachbereich zu Fachbereich erheblich - letztlich wohl auch von Prof zu Prof. Sehr große Unterschiede gibt es vor allem zwischen Naturwissenschaftlern, Medizinern, Geisteswissenschaftlern und Juristen. Schon bei der Frage, welcher Text überhaupt in eine Fußnote hereingehört, scheiden sich hier die Geister. Die in der Medizin übliche Zitierweise ist z. B. bei Juristen als ungenau und unwissenschaftlich verpönt. Also: Hören Sie nie auf die Ratschläge Fachfremder!
Der pragmatische Ansatz: Fragen Sie Ihren Doktorvater. Der muss die Sache schließlich später lesen, also sollte man es ihm so leicht wie möglich machen.
Wenn Ihnen das zu peinlich ist, weil Sie nur den richtigen Zeilenabstand überprüfen wollen und sich beim Rest eigentlich ganz sicher sind, nutzen Sie andere Vorgaben: z. B. die Empfehlungen "Ihres" Profs für Hausarbeiten oder Diplomarbeiten: Wenn er daran gewöhnt ist, wird er sicher nicht vergrätzt sein, dass Ihre Diss genauso aussieht.

Ein bißchen Theorie: Die Trennung zwischen Inhalt und Form

In der Textverarbeitung wird zwischen Inhalt und Form streng getrennt. Diese Trennung wird mit dem Begriff »Formatierung« etwas verwischt: Die Frage, ob im Literaturverzeichnis erst der Vorname und dann der Nachname des Autors genannt wird und ob die letzte Seite eines Aufsatzes exakt bezeichnet werden muss, oder ob »S. 344 ff.« ausreicht, gehört noch zum Inhalt.
Fragen der Form ist zum Beispiel der schönste Satzspiegel (Die richtige Verteilung des Textes auf der Seite) bzw. die Eingangsfrage nach der Fußnotengröße.

Vorlagen für die Erstellung von Dissertationen mit MS Word™ etc.

… finden Sie in der Rubrik »Vorlagen«.

Weiterführendes zur Typographie

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