Hallo liebe Leut,
erstmal sorry dafür, dass ich erst jetzt wieder schreibe. Aber leider hat die Benachrichtigungsfunktion des Forums nach der ersten Antwort aufgegeben. Und ich hab erst jetzt gerade gesehen, dass da ja noch viele andere Antworten kamen.
Wenn ich eure Ansichten mal zusammenfassen darf: Wenns irgendwie geht, Zähne zusammenbeissen und durch.
Das ist so einfach und gleichzeitig so kompliziert. Aber genau das, was ich mir auch sage und versuche, jeden Tag zu tun. Meistens klappts, aber hin und wieder gibts eben die Tiefpunkte und in so einem hab ich wohl letzte Woche gepostet. Zum Glück gehen die aber auch vorüber. Ich war sogar noch letzte Woche recht produktiv, weil sich der schrecklich pragmatische Gedanke durchgesetzt hat, dass ich selbst wenn ich abbreche, noch bis zum Jobanfang weitermachen muss, d.h. auf gar keinen Fall noch am selben Tag den Stift fallenlassen kann. Und deshalb muss ich erstmal weitermachen und wenn ich noch ne Weile weitergemacht habe, bin ich schon so weit, dass ich eigentlich nicht mehr aufhören kann. Man muss sich nur selbst austricksen.
Ich will jetzt mal den Tip mit den kleinen Schritten ausprobieren. Hatte ich bisher auch schon, aber nachdem ich zehn Tage über einem einzigen Urteil gebrütet habe, war mir der Schritt nicht mehr klein genug. Nachdem ich heute einen Vorsitzenden Richter am VGH in Aktion erleben durfte, weiss ich auch wieder, wieso man so viel Zeit mit einem Urteil verbringen kann. Der Kerl war dermaßen lethargisch und schreibt seine Urteile mit demselben Elan. OK, und Verwaltungsrecht ist vielleicht etwas trocken. Ich liebe meine Zunft.
Nun denn, ich danke euch für die vielen Arschtritte, hab sie heute alle auf einmal gelesen und gespürt.
Frei nach Joes Posting nehme ich jetzt übrigens den Titel "Faulster Doktorand auf doktorandenforum.de" für mich in Beschlag. Wer meint, noch fauler zu sein, kann sich ja melden.
Grüße und bis dann,
simon
Faulster Doktorand im Forum
