Ich weiß gar nicht, ob mir wirklich jemand helfen kann, aber ich muss meinen Frust einfach mal niederschreiben und vielleicht gibt es ja doch noch ein wenig Input von Euch.
Ich heiße Christian und will/wollte eigentlich an der Uni Köln promovieren. Es hat auch alles super geklappt und ich habe sogar ein Stipendium der Uni erhalten. Die Freude war riesig. Nun kam das erste Problem: Das Stipendium gab es zu einem gewissen Thema (Geisteswissenschaften), von dem ich eigentlich wenig Ahnung hatte. Da ich aber echt vielseitig interessiert bin und mich nicht für blöd halte, hab ich angenommen, ich könnte mich reinarbeiten. Das war zwar auch richtig, aber die Zeit läuft und läuft, so dass schon so ein halbes Jahr bis zur Grobgliederung des Themas durch ist. Für mich war die Zeit zwar nicht angenehm, aber es ging und ich fühlte mich zum Schluss gerade auf einem aufsteigendem Weg (mit sicherlich noch vielen, vielen Hindernissen, aber immerhin war mal ein Anfang da).
Nun kommt es: Von Anfang an habe ich kleinere Sachen für meinen Doktorvater erledigt, die eigentlich (bzw. definitiv!) nicht zu meinem Promotionsvorhaben gehören. Im Klartext: Ich habe für ihn gearbeitet - trotz Stipendium und eigentlich damit einhergehender externer Promotion! Fand ich eigentlich schon immer irgendwie daneben, aber es hielt sich in Grenzen. Jetzt der Hammer: gestern bekomm ich einen Anruf und er erzählt mir, dass ich eine Lehrverstaltung geben soll und an einem Forschungsprojekt mitarbeiten soll (bei letzterem wirklich nur Aushilfs-Drecksarbeit). Ich würde den Zeitumfang der kleinen und jetzt größeren neuen Verpflichtungen auf ca. 2 1/2 - 4 Monate (!) schätzen. Da das Stipendium aus irgendwelchen Gründen nur bei 900 Euro im Monat liegt (ich habe gehört, eigentlich sind es meisten 1200?!), habe ich direkt am Anfang meines Studiums abgesprochen, dass ich mir noch einen kleinen Nebenjob für 1 Tag die Woche (Callcenter) suche, um Überleben zu können. D.h. auch hier geht nochmal einiges an Diss-Zeit verloren...
Nun meine Verzweifelung (wie ihr sie schon wahrscheinlich erahnen könnt
Bin total verzweifelt und überlege sogar alles deswegen hinzuschmeißen, weil es mir nicht mehr machbar erscheint.... Am Freitag habe ich einen Termin bei meinem Prof. Dort wollte ich eigentlich meine neue Grobgliederung besprechen. Nun möchte er mir aber (ggf. noch mit einem anderen Mitarbeiter zusammen) die neuen Aufgaben erläutern. Ich habe vor, ihm meine Bedenken nahezulegen, bin aber fest davon überzeugt, dass ihm das wurscht sein wird bzw. er sie als "normal" abtun wird...
Tja und dann? Ich weiß echt nicht weiter und könnte nur noch heulen...
Grüße aus Köln,
Christian