Schreiben, Schreiben, ...(Tipps gegen Motivationstiefs)

Fragen aus der laufenden Arbeit an der Dissertation.
Literatursuche, Motivationsprobleme, Lehrtätigkeit, Ärger mit dem Prof u.v.m.

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Gast647

Schreiben, Schreiben, ...(Tipps gegen Motivationstiefs)

Beitragvon Gast647 » 12.03.2008, 21:48

Wer ist denn auch in der Endphase der Diss
und quält sich mit dem täglichen Schreiben?

Die Tipps zur Überwindung von Motivationstiefs sind schon recht hilfreich: ich gehe ziemlich regelmäßig in die Bibliothek, pflege Kontakte (könnten noch ein paar mehr Doktoranden in Berlin sein), lebe recht gesund und sportlich ...
und dann erwischt es mich alle paar Wochen, dass ich von diesem ewigen Schreiben
echt die Schnauze voll habe :evil:
Habe schon keinen Job und kein Geld - nur noch die Aufgabe das Ding namens Diss zu Ende zu bringen, aber mich kotzt grad die Eintönigkeit dieser Arbeit an.

Wem geht es ähnlich?
Gibt es noch unerwähnte Tipps und Tricks?

Viele Grüße
Sy

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nK

Beitragvon nK » 13.03.2008, 07:29

Hallo SyJung,

ich bin zwar auch in der Endphase der Diss, aber das bedeutet bei mir redaktionelle Überarbeitung. Das Schreiben habe ich von Anfang an betrieben und zum Glück nur selten Motivationstiefs gehabt.

Ein Tipp, den ich schon mal an anderer Stelle gepostet hatte: Schreiben ist ein kreativer Prozess. Vergiss also neben dem sportlichen und gesunden Lebenswandel nicht die Quellen kreativer Inspiration. Das kann z.B. ein Museumsbesuch sein – ihr habt in Berlin doch eine schöne Auswahl (weniger bekannt aber hinreißend etwa das Georg-Kolbe-Museum!). Lass Dich durch so eine Ausstellung treiben und das einfach mal auf Dich wirken. Ohne kunsthistorischen Anspruch!

Ich drücke die Daumen!
Martin

rawry

Beitragvon rawry » 13.03.2008, 09:26

Mir gehts genauso. Deadline (von mir selbts gesetzt) ist Ende Mai.
Hauptteil steht, jetzt noch Hinführung, Schluss und einzelne Verbesserungen. Den Juni will ich dann ausschließlich damit verbringen alles fertig zu machen (Formatierung, Kleinigkeiten etc.).

Meine einzige Motivation ist zu wissen, dass das dann nach viel zu langen Jahren endlich FERTIG ist!

Ich kann mir noch gar nicht vorstellen wie das dann ist :-)

Also Kopf hoch - und wie Du selbst sagst: schreiben, schreiben, schreiben,...

la_potranca

Beitragvon la_potranca » 13.03.2008, 23:54

am schnellsten geht's, wenn du Druck nach hinten hast: warum jetzt nicht schon nebenbei Bewerbungen machen, und festlegen, wann du anfangen willst?
Dann ist jeder "gesparte" Tag ein Urlaubstag... und es geht rapide voran 8) , zumindest war's so bei mir.

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sy_berlin

Schreiben, Schreiben ...

Beitragvon sy_berlin » 16.03.2008, 19:44

Danke @ all,
ja, werde ab und zu mal ins Museum oder in'ne Fotogalerie gehen - sowas hatte ich wirklich etwas aus den Augen verloren.
Und ab und zu ein Ortswechsel tut auch gut - verschiedenste Bibliotheken gibst ja auch.
Habe noch ziemlich viel zu schreiben, da ich das neben der dreijährigen vollen Uni-Projektstelle kaum geschafft habe.
Freue mich über weiteren Austausch.

Viele Grüße
Sylvia aus Berlin

Mathilda

Beitragvon Mathilda » 17.03.2008, 10:49

Hallo Sylvia,

befinde mich zwar strenggenommen noch nicht in der Endphase - habe mir noch bis Ende des Jahres gegeben - aber der Begriff Endphase ist ja dehnbar :wink:

Grundsätzlich ist es ein ähnliches Problem, mit dem ich mich derzeit herumplage. Ich muss nämlich "nur noch" alles schreiben. Die Erhebung ist fertig, das Konzept steht, die Rohfassung der Theoriekapitel auch, Literatur ist zu 85% mindestens vorhanden. Es muss also nur noch (haha) alles geschrieben werden oder in die Endfassung gebracht.

Mir hilft es, einen relativ kleinteiligen Plan zu machen. Problem ist, dass ich sofort sehr unmotiviert bin, wenn ich diesen nicht einhalte - z.B. war ich jetzt krank und habe also mein Wochenpensum nicht geschafft. Und sofort habe ich das Gefühl, dass ich das ja sowieso alles gar nicht schaffen kann.

:shock:

Das nervt ein bisschen, aber ich versuche, mich wieder aufzuraffen!

Wie lange hast Du denn noch so geplant? Zeichnet sich ein Ende ab oder ist es eher noch der große Berg vor der Nase (so gehts mir)?
Würde mich auch über weiteren Austausch freuen...

Viel Erfolg weiterhin,
viele Grüße,
Mathilda

sy_berlin

Beitragvon sy_berlin » 17.03.2008, 13:43

Hallo Mathilda,
tja, meine sog. Endphase ist schon noch recht lang. Mir geht es fast ganz genauso wie dir. Vor Weihnachten will ich die Diss abgeben, aber so richtigen fertigen Text habe ich vielleicht so ca. 30 Seiten. Gliederung und Konzept stehen, Daten sind reichlich vorhanden und größtenteils ausgewertet, theoretischer Ansatz auch schon durchdacht, Literatur nahezu komplett vorhanden.
Und an der Stelle fängt mein typisches Problem an: ich bin kein wirklicher Fleißtyp, kann Dinge weniger gut einfach so abarbeiten. Mache mir schon viel lieber Gedanken zu meinen zukünftigen Projekten, halte noch nen Vortrag auf nem Kongress und nehme an ner Zwei-Tage-Fortbildung teil. Ich werde mir so etwas nicht verbieten - und bekomme so auch immer wieder neue Impulse, aber wirklich voran kommt man eben nur durchs schreiben...
Viele Grüße
Sylvia.

Mathilda

Re: Schreiben, Schreiben, Schreiben ...

Beitragvon Mathilda » 14.04.2008, 19:30

Hallo Sylvia,

na, wie läuft´s bei Dir?

Bei mir ehrlich gesagt so mittelprächtig. Habe noch ein Projekt an der Backe, das auf meinem Diss-Projekt aufsetzte - somit bin ich sozusagen natürlicher Inhaber des Projektes und im Moment stiehlt es mir die Diss-Zeit. Entsprechend hab ich schon seit 3 Wochen nichts Ordentliches mehr zu Papier gebracht. Im Mai wartet aber ein Kolloquium auf mich :shock:

Heute werde ich mir deshalb noch zumindest meine Vorgehensweise vorknöpfen und sie in die Endfassung bringen. Die steht nämlich soweit und muss "nur noch" in Worte gefasst werden... und das erfordert nicht ganz so viel Hirnschmalz... Ansonsten hoffe ich einfach auf ein paar gute Tage in der etwas aktiveren Jahreszeit...

Viele Grüße
Mathilda

sy_berlin

Re: Schreiben, Schreiben, Schreiben ...

Beitragvon sy_berlin » 21.04.2008, 12:18

Hallo Mathilda,
hab gesehen, dass du auch bei den Methodenfragen diskutierst. da können wir uns vielleicht auch noch mehr austauschen... ?

Mir gehts recht gut. Habe ja das Glück (aber auch die finanzielle Einschränkung), nichts anderes außer Schreiben zu tun zu haben, außer natürlich noch ein paar schöne Dinge.
Aber auch wenn ich nahezu täglich was schreibe und unter der Woche in der Bibliothek sitze, komme ich nur recht langsam voran. Selten mal zwei Seiten pro Tag. Aber ich hoffe mal, dass es zunehmend besser wird, da ich grad auch die schwierigen Teile bearbeite.
Vorträge auf Kolloquien (Tagungen etc.) haben mir immer geholfen, mich zu sammeln, bestimmte Bereiche (Datenauswertung, theoretische Aspekte) voran zu bringen. Nur habe ich es meist verpasst, nach dem Vortrag gleich die ganzen schlauen Sachen zu Papier zu bringen. Und in meiner jetzigen Phase verbiete ich mir das Vortragen. Hatte Ende Februar die letzten und nun brauche ich endlich die fertige Diss und die Veröffentlichung, um auch in der Wissenschaftsszene noch anders wahr genommen zu werden.

Also ich habe es nicht geschafft, neben noch irgendwelchen anderen Jobs und Aufgaben, in Ruhe und regelmäßig zum Schreiben zu kommen. Aber da sind die Menschen ja verschieden. Ich bin froh, dass es bei mir keinerlei Ausreden und Verpflichtungen als das Schreiben gibt - sonst würde ich es nicht schaffen.

Ganz liebe Durchhalte-Grüße
Sylvia

Mathilda

Re: Schreiben, Schreiben, Schreiben ...

Beitragvon Mathilda » 27.05.2008, 18:11

Hi Sylvia,

da ich endlich (endlich endlich!) mal wieder einen Schreib-Tag habe, wollte ich mich doch mal wieder melden :wink:

Hoffe, es läuft bei Dir einigermaßen und Du hast Erfolgserlebnisse!

Heute habe ich nach fast zwei Monaten projektbedingter Abstinenz endlich mal wieder etwas zu Papier gebracht. Ein bisschen frustrierend ist es, es war schwierig, wieder ´reinzukommen. Entsprechend hab ich auch heute "nur" meine Hinführung zum Thema und die Problemstellung ausformuliert, für den Einstieg gar nicht so schlecht und machen muss man es ja sowieso. Trotzdem ärgere ich mich ein bisschen, wenn ich sehe, wie lange es alles dauert. Schlimm! Naja. Hauptsache, es geht überhaupt voran :)

Lieber Gruß und viel Erfolg weiterhin,
Mathilda


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