Lieber Pinsel!
Es war auch wirklich nicht böse gemeint oder so! (Ich glaube aber, das hast Du eh nicht so verstanden - zum Glück)
Ich sehe morgen zwei Freunde von mir, die als Mediziner wissenschaftlich arbeiten und werde sie nach dem Buch fragen. Sobald ich die Info habe (ich hoffe, sie wissen noch, mit welchem Buch sie sich eingearbeitet haben), kommt sie natürlich

Zum Thema p value:
[Ich hole ein bißchen aus, eine Definition des p-Werts kommt dann noch.]
Stell Dir vor, Du hast eine Münze. Und Du möchtest wissen, ob sie fair ist, also ob es wirklich nur auf den Zufall ankommt, ob Kopf oder Zahl kommt. Du möchtest wissen, ob sie eh nicht gezinkt ist. Dazu machst Du einen Versuch: Du wirfst sie einmal. Es kommt Kopf. Es ist gut möglich, dass das reiner Zufall ist; es kann aber auch sein, dass die Münze schon gezinkt ist, das kannst Du nur jetzt noch nicht sagen. Deswegen wirfst Du sie ein zweites Mal. Es kommt wieder Kopf. Hm, das fällt Dir zwar auf, aber es ist immer noch gut möglich, dass das rein zufällig ist, dass wieder Kopf gekommen ist. Du wirfst sie ein drittes Mal. Wieder Kopf. Jetzt wirst Du langsam ein bißchen stutzig. Du wirfst sie noch öfters, sagen wir insgesamt 10 Mal, immer kommt Kopf. Das kommt Dir komisch vor. Du berechnest daher die Wahrscheinlichkeit (dazu gibt es spezielle Formeln, die interessieren uns aber jetzt nicht), dass bei einer fairen Münze genau die Daten kommen, die Du gesehen hast, nämlich Kopf-Kopf-Kopf-Kopf-Kopf-Kopf-Kopf-Kopf-Kopf-Kopf (wäre die Münze fair, hätten wir 5 Mal Kopf und 5 Mal Zahl erwartet). Da kommt dann irgend ein Wert für diese Wahrscheinlichkeit heraus. Ist der Wert klein, dann ist es eher unwahrscheinlich, dass die Münze fair ist. Ist der Wert groß, ist es eher wahrscheinlich, dass die Münze fair ist (und Deine Daten wirklich nur zufällig so sind, wie sie sind).
Ich habe den Münzwurf als Beispiel gewählt, weil das recht einleuchtend ist, denke ich. Es gibt aber auch jede Menge andere Situationen, bei denen andere Verfahren (als die Formeln vom Münzwurf) angewandt werden (ich glaube, dazu hast Du schon einen Link geschickt bekommen?). Dein Statistikprogramm wird da aber auch (fast) immer (je nach Verfahren) einen Wert mitberechnen, der Dir Auskunft darüber gibt, wie wahrscheinlich Deine Beobachtung der Daten (oder eine extremere Beobachtung) unter Annahme der Nullhypothese ist. Und dieser Wert ist der p-Wert (falls Du wo nachlesen möchtest, schau mal unter Signifikanztest).
Du musst vor Deinen Berechnungen noch festlegen, welcher Wert noch "akzeptabel" ist, um von "vielleicht ist mein Ergebnis nur zufällig entstanden" sprechen zu können. Da ist das Stichwort "Alpha". Du legst vorher eine Grenze fest (meist 1% oder 5%) und schaust, ob Dein p-Wert über oder unter dieser Grenze liegt. p<Alpha bedeutet sinngemäß, es ist so unwahrscheinlich, dass die Daten von Dir zufällig sind, dass Du die Nullhypothese verwirfst. p>Alpha bedeutet, Du bleibst aufgrund Deiner Daten bei der Nullhypothese. (Bei der Interpretation musst Du sprachlich durchaus genauer sein, als ich es jetzt von der Formulierung her bin! Aber das ist ein anderes Kapitel, zu einem späteren Zeitpunkt

)
Puh, das zum Thema schnell mal kurz erklären

Liebe Grüße!
AGH