5-Tage-Teilzeit: Machbar mit Diss?

Fragen aus der laufenden Arbeit an der Dissertation.
Literatursuche, Motivationsprobleme, Lehrtätigkeit, Ärger mit dem Prof u.v.m.
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5-Tage-Teilzeit: Machbar mit Diss?

Beitragvon Raziel am 21.11.2008, 15:15

Hallo. Ich habe heute ein Teilzeitangebot bekommen in einem Call-Center. Die Atmosphäre ist gut und das Unternehmen ist auch sehr seriös. Ich habe im Vertragsgespräch mich mit dem Arbeitgeber unterhalten und ihm gesagt, dass ich promovieren will und daher am Liebsten 3 Tage in der Woche a 10 Stunden arbeiten würde (30 Stunden-Woche).

Er meinte aber, dass das zu viel sei. Der Bereich, für den ich zuständig wäre bei Telefonieren, fände eben jeden Werktag statt, und zwar nachmittags bis abends 6 Stunden. Er meinte, dass 6 Stunden am Tag auch völlig ausreichend sind, länger schaffe man es nicht zu telefonieren.

Daher nun meine Frage: Ist mit einer 5-Tage-Woche bei einem TZ-Job eine Diss. überhaupt machbar? Da ich in Geschichtswissenschaft promoviere, muss ich ja auch in Stadtarchive gehen innerhalb Deutschlands. Und wann soll ich das machen?
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Re: 5-Tage-Teilzeit: Machbar mit Diss?

Beitragvon Koenigsportal am 21.11.2008, 15:36

Hallo Raziel,

zwar kenne ich jemanden, der seine Diss. mit einem Call-Center-Job finanziert hat, erfolgreich abgeshclossen und anschließend auch einen guten Job gefunden hat, aber ich persönlich finde das problematisch. Jeden AAbend 6 Stunden telefonieren - da dröhnt einem doch der Schädel. Und Call-Center-Arbeit ist in der Regel ja auch nicht gerade lau (okay, vermutlich ist das keine Firma der Sorte, von der man in jüngsster Zeit soviel gehört hat, aber trotzdem).

5 Abende die Woche 2-4 Std. arbeiten halt ich grundsätzlich für praktikabel, aber 6 Std.? Außerdem muss man wohl ausgesprochen diszipliniert sein udn danach auch abschalten können. Wenn Du dann noch x Stunden zum Runterkommen brauchst und am Morgen lange ausscchläfst, wird's schwierig. Eine Rolle spielt sicher auch noch die Fahrtzeit.

Wenn Du angestellt arbeitest, hast Du Anspruch auf bezahlten Urlaub. Dadurch ließen sich die Archivbesuche vielleicht sogar ganz gut organisieren.

Gruß, koenigsportal
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Re: 5-Tage-Teilzeit: Machbar mit Diss?

Beitragvon Raziel am 21.11.2008, 16:11

Das Problem ist, dass ich im Moment leider keinen besseren Job finde. Ich suche und suche, aber bei meinem abgeschlossenen Studium kriege ich wirklich nur unqualifizierte Jobs. Ich hätte auch gerne einen Job, der eher im Büro und dann nur auf 3 Tage in der Woche begrenzt wäre. Aber so... :(

Und schließlich muss ich genug Geld verdienen, um aus H4 rauszukommen und noch Geld zu haben für Archivfahrten.
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Re: 5-Tage-Teilzeit: Machbar mit Diss?

Beitragvon Koenigsportal am 21.11.2008, 18:30

Klar, ich versteh' das Problem. Wie wär's mit Job annehmen, ne Weile 'reinklotzen, um dann mal eine längere Zeit frei habne zu können. Nebenbei kannst du ja weitersuchen.
Wenn Du tippen kannst, wäre viell. ein Job in einer Anwaltskanzlei sehr praktisch: dort suchen sie oft Abendsekretäre/innen, oder am Empfang in einer größeren Firma.
Viel Glück, ob nun im CC oder anderswo,
koenigsp.


P.S. Schon mal bei einer Zeitung o.ä. versucht. Als Historiker müsstest Du da doch gute Chancen haben. Kannst ja auch erstmal in Seitenbereichen der Branche einsteigen.
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Re: 5-Tage-Teilzeit: Machbar mit Diss?

Beitragvon Raziel am 21.11.2008, 18:41

Koenigsportal hat geschrieben:P.S. Schon mal bei einer Zeitung o.ä. versucht. Als Historiker müsstest Du da doch gute Chancen haben. Kannst ja auch erstmal in Seitenbereichen der Branche einsteigen.


Habe mich erst vor Kurzem bei der Lokalzeitung beworben als Anzeigenverkäufer. Bislang ist noch nichts zurückgekommen. Aber was will man machen, wenn es so wenig Jobs gibt. :cry:
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Re: 5-Tage-Teilzeit: Machbar mit Diss?

Beitragvon Koenigsportal am 21.11.2008, 22:59

Raziel hat geschrieben:was will man machen, wenn es so wenig Jobs gibt. :cry:


Auf jeden Fall muss man erstmal ordentlich flexibel sein, um irgendwo einen Fuß in die Tür zu bekommen. Dazu muss man u.U. auch m al die Diss. vorüber gehend zurück stecken. Vielleicht auch erstmal ein Praktikum ( :roll: ) machen. Wohntest Du nicht auch irgendwo 'in der Provinz' ? Da ist es natürlich noch schwieriger. Ich würd's mit Blindbewerbungen versuchen, oder 'ne Anzeige schalten. Als Freiberufler ist auch nicht schlecht, da gehen die Firmen ja kein Risiko ein und man kann sich erstmal bewähren. Ist natürlich keine sichere Bank, aber auf Dauer vielleicht doch attraktiver, als sich in einem anspruchslosen, aber sicheren Job zu quälen oder auf den Lottogewinn (in Sachen Job) zu warten. Gibt es nicht auch Zuschüsse oder vorüber gehend weiter Alo-Geld I o. II, wenn man aus Arbeitslosigkeit heraus sich selbstständig/freiberuflich macht. Oder steckst Du fest in einem Dokt.programm?

Du hast zwar durchaus recht, leicht deprimiert zu sein, aber das Problem ist: damit wird's noch schwieriger. Gesucht werden natürlich toughe Leute, die ihr Leben in die Hand nehmen und sich bei Bedarf den A... aufreißen. Also: gute Miene :D zum mäßig guten Geisteswissenschaflter-Los und aufauf.
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