Hallo zusammen,
ich habe das Problem, dass mein Doktorvater (emeritiert) sich seinen Betreuungsverpflichtungen inzwischen gänzlich entzieht. Seit Monaten warte ich auf das Feedback zu einem Teil meiner Diss, die ich ihm - wie zuvor mit ihm vereinbart - zum Lesen eingereicht habe. Da er emeritiert ist, bietet er keine Sprechstunde mehr an, auf Mails antwortet er nicht und wenn ich anrufe, werde ich sofort abgewürgt. Einer anderen Doktorandin von ihm geht es ähnlich. Merkwürdig ist nur, dass er bei ihr vor kurzem noch total hinterher war, dass sie eine Promotion bei ihm beginnt....
Unser Eindruck ist, dass er auf die Betreuung seiner Doktoranden keine Lust mehr hat, ihm es aber dennoch wichtig zu sein scheint, dass Leute bei ihm promovieren. Ich habe mal gehört, dass emeritierte Profs. mindestens eine Lehrveranstaltung pro Semester anbieten und Doktoranden betreuen müssen, um den Professorentitel nicht zu verlieren. Kennt jemand die genaue Regelung bzw. weiß jemand, welchen Nutzen ein emeritierter Prof. von der Betreuung der Doktoranden hat. Für mich wäre das wichtig zu wissen, um das Handeln von meinem Doktorvater besser zu verstehen...