Hallo,
ich möchte in absehbarer Zeit mit meiner Dissertation beginnen, bald kommt die Bewerbungsphase. Ich habe zuvor allerdings noch ein Problem zu lösen.
Ich studiere Informatik an einer Fernuniversität, und arbeite währenddessen in Vollzeit als Software-Entwickler. Bisher bin ich immer sehr glücklich mit dieser Kombination gewesen, da ich Theorie und Praxis gleichzeitig erlebe, ausserdem fehlt es bei der Konstellation nicht am Geld, und die Familie lässt sich bequem finanzieren - einer der Hauptgründe.
Der Nachteil der Fernuniversität ist es meiner Meinung nach, dass der Smalltalk im akademischen Umfeld ausbleibt. Bei meinen Kommilitonen handelt es sich hauptsächlich um arbeitstätige, pragmatische Menschen, die sich nicht in besonderem Masfür Forschung interessieren, auch mit den Professoren finden Unterhaltungen eher selten, und wenn, sehr pragmatisch statt.
Demzufolge habe ich, obgleich es schon immer mein Traum war, in die Wissenschaft zu gehen, nur eine sehr grobe Ahnung, wie die Dinge dort funktionieren. Bevor ich mich auf die Kostenfalle Dissertation stürze, würde ich diesen Umstand gerne ändern.
Darüber hinaus möchte ich nicht in ein Bewerbungsgespräch mit einem Professor gehen, und nicht die Spur einer Ahnung haben, was aktuell interessante Forschungsbereiche in meinem Fach sind, und in welche Richtung es sich bewegt. Es wäre schon schön, wenn ein möglicher Doktorvater mich in dieser Beziehung an die Hand nehmen würde, aber wie bei einem Bewerbungsgespräch in der Industrie, möchte ich nicht ganz ungeschliffen durchstarten.
Deshalb bitte ich euch um Hilfe, besonders jene, von meinem Fach:
- Wie verfolgt ihr aktuelle Forschung, gerade in Hinblick auf eurer Wunschthema?
- Wo bezieht ihr wissenschaftliche Veröffentlichungen? Lest ihr diese regelmässig?
Und kann mir gar jemand mit Fernuni Erfahrungen einen Rat geben, wie ich mich auf die, für mich
ganz neue "Forschungswelt zum Anfassen" vorbereite? Ich halte meine praktische Arbeitserfahrung
für sinnvoll, aber nicht ausreichend.
Und aus Interesse: Fühlten sich alljene von euch, die an einer Anwesenheitsuniversität studieren haben, in dieser Hinsicht ausreichend an die Hand genommen? Oder fühlten sich auch einige von euch an einem Punkt ins kalte Wasser geworfen?
Für Links, Tipps und Hinweise wäre ich sehr dankbar!
