Nebenberufliche Doktoranden - wieviel Zeit für die Diss?

Anfangen mit der Diss: Abgeschlossene Diskussionen (Doktorvatersuche, Expose...)
  • Anzeige

Re: Nebenberufliche Doktoranden - wieviel Zeit für die Diss?

Beitragvon Rosa am 09.08.2008, 12:48

@Frodo ... und ich dachte ich hätte mich kurz gefasst :roll:
Rosa
Fach: Geisteswissenschaften
Status: *a real mess*
keine Angabe
 
Beiträge: 153
Registriert: 19.07.2008
Danke gegeben: 7
Danke bekommen: 8 mal in 8 Posts

Anzeige

Re: Nebenberufliche Doktoranden - wieviel Zeit für die Diss?

Beitragvon Frodo am 09.08.2008, 20:12

Rosa hat geschrieben:@Frodo ... und ich dachte ich hätte mich kurz gefasst :roll:


Nun, ich befürchte, dass Ausführungen zu meinem Thema bzw. Arbeit die Leute wohl langweilen würde :lol:

Aber ich habe eben entdeckt, dass du auch ne Weile brauchtest, bis dein Expose stand - bei mir dauerte es beinahe 1 Jahr. Danach hatte ich erstmals das Gefühl, nicht mehr so sehr zu schwimmen, sondern - bildlich gesprochen - etwas festern Boden unter den Füssen zu haben. :wink:
Frodo
Status: Dr. rer. pol.
Mann
 
Beiträge: 246
Registriert: 22.05.2008
Danke bekommen: 27 mal in 26 Posts

Re: Nebenberufliche Doktoranden - wieviel Zeit für die Diss?

Beitragvon Schtudinki am 10.08.2008, 09:10

Ich meld mich auch nochmal kurz...

Die letzte Woche hab ich mich (mal wieder) intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt - gezwungenermaßen... Ich hatte ein ganz übles Tief, bin morgens aus dem Bett kaum rausgekommen und abends garnicht schnell genug wieder rein. Am Freitag hab ich bis 11:00 geschlafen wie eine Tote und dann auch schnell gemerkt: Heute geht Nix...Also hab ich 3 Stunden lang das Haus geputzt, ein bisschen (Fachliteratur) gelesen und abends bei einem guten Essen mit Freunden 300 geschaut. Am Samstag hab ich es dann immerhin schon geschafft, um halb zehn aufzustehen und 5 Stunden konzentriert zu arbeiten. Und heute bin ich um 8:00 aus dem Bet gekommen und hoffe, dass ich wieder 5-6 Stunden zusammenbekomme.

Was ich damit eigentlich sagen wollte...

Ich glaube, man muss die eigenen Ansprüche zurückschrauben. "Normale" Menschen haben auch 1-2 Tage Wochenende und Zeit, sich zu erholen. Man hat ja irgendwie auch eine Verantwortung sich selbst und seiner Gesundheit gegenüber. Ich versuche jetzt konsequent an meiner Einstellung zu arbeiten.

Ich bin berufstätig und meine Promotion ist - überspitzt formuliert - mein Hobby. Ich werde kein schlechtes Gewissen mehr meinem Doktorvater gegenüber haben, nur weil andere, die Vollzeit promovieren, vielleicht schneller sind als ich. Mein Ziel ist, über die nächsten 2 Jahre meine Motivation beizubehalten und kontinuierlich, wenn auch mit kleineren Schritten, meine Promotion weiter zu verfolgen - ohne dass mein Privatleben in dieser Zeit auf der Strecke bleibt oder ich (wie in bisherigen Studienabschlussphasen) auf dem Zahnfleisch gehe.

Ich werde sicher Abstriche machen müssen aber hey - dafür hab ich mich schließlich auch entschieden, zweigleisig zu fahren und mich nicht auf eine Karriere in der Wissenschaft zu verlassen.

Philosophische Grüße,
schtudinki
Schtudinki
 
... ist nicht mehr dabei.

Re: Nebenberufliche Doktoranden - wieviel Zeit für die Diss?

Beitragvon Nick am 10.08.2008, 09:27

Ich kann Schtudinki da nur beipflichten ....

Ich bin momentan auch wieder in so einer Situation. Ich arbeite eigentlich Teilzeit (Mi-Sa), muß zur Zeit aber Urlaubsvertretung machen, d.h. Mo-Sa Vollzeit (8-18 Uhr). Manchmal frage ich mich, wie ich abends nach Hause komme, weil ich total fertig bin. Das geht über den Daumen gepeilt noch bin Anfang Oktober so weiter .... Und es deprimiert natürlich ungemein, wenn man für das, was man eigentlich machen sollte (nämlich Diss) so überhaupt keine Zeit mehr hat ... :evil: Den einzigen Tag, den ich momentan frei habe (So) brauche ich echt zum entspannen. Und hab dann ein total schlechtes Gewissen deswegen ....
I'll march this road - I'll climb this hill - Upon my knees, If I have to
Tim Cappello
Benutzeravatar
Nick
Status: 75% der Rohfassung
Frau
 
Beiträge: 1082
Registriert: 03.06.2008
Wohnort: Irgendwo im Nirgendwo
Danke gegeben: 40
Danke bekommen: 58 mal in 55 Posts

Anzeige

Re: Nebenberufliche Doktoranden - wieviel Zeit für die Diss?

Beitragvon Rosa am 19.08.2008, 09:02

Ist zwar jetzt schon ein bisschen Zeit vergangen, aber das Thema ist ja dadurch nicht weniger aktuell...

Es ist nochmal eine wohltuende Bestätigung zu hören, dass alle mit ihren Kräften individuell haushalten müssen. Jedem, der deswegen an schlechtem Gewissen leidet, sei gesagt, dass das grundlos ist (hilft das jetzt?). Nein, gut, also bei mir hat gegen schlechtes Gewissen einzig der bereits erwähnte Wochenplan geholfen; denn wenn ich sehe, dass in allen meinen wachen Stunden bereits Dinge stattfinden, kann ich mir nicht sinnlos einreden, dies und jenes ja auch noch erledigt haben zu können. Außerdem habe ich dann weniger Kleinkram im Kopf und mache solche Wochenarbeitspläne inzwischen auch im Büro. Es ist zur Gewohnheit geworden, was ich nie von mir gedacht hätte. Mutet vielleicht total überdiszipliniert und preußisch an, hilft aber (und das ist doch interessant und überraschend) ganz wunderbar gegen die Folgen der mir anerzogenen protestantische Arbeitsethik (inklusive dem damit gratis mitgelieferten ständigen schlechten Gewissen) :wink:

Derzeit sind meine Batterien nun jedoch rather tiefentladen, sodass ich die Woche eher unter Krampf noch ein bisschen in die Tasten haue, um anschließend eine Woche in Urlaub zu fliegen. Tschakka! 8)
Rosa
Fach: Geisteswissenschaften
Status: *a real mess*
keine Angabe
 
Beiträge: 153
Registriert: 19.07.2008
Danke gegeben: 7
Danke bekommen: 8 mal in 8 Posts

VorherigeNächste

  • Vielleicht sind diese Themen ähnlich:

    Antworten
    Zugriffe
    Autor

  • Anzeige

Zurück zu Anfangen (Archiv)



Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder

cron