Hallo Ihr, wende mich nunmehr schon das dritte Mal an dieses Forum, erst dachte ich, es wäre schwierig zu promovieren, da ich mir die Chancen für ein Stipendium als zu gering ausrechnete, so, dieses Problem hat sich geklärt, denn ich habe seit März eine Arbeit, Vollzeit, 8 Stunden. Nun aber los, dachte ich und begann das nächste Problem anzugehen: Bei Professoren anzufragen. Das Expose hatte ich vorher schon fertig gemacht und auch eine gekürzte Version davon. Ich schrieb also an verschiedene Lehrstühle, die mit meinem Themengebiet irgendwie in Berührung standen (Sozialwissenschaft). Nun es kamen verschiedenen Antworten, wovon drei Profs Intersse zeigten.
Aber, und nun kommt wirklich das große Aber. Keiner möchte´meine Arbeit auf eine bestimmte Distanz hin extern betreuen!
Gestern nun der Höhepunkt des Ganzen: Ich telefonierte mit einer Professorin, die auch anfangs am Thema Interesse gezeigt hat. Sie meinte das Thema wäre gut, auch das Expose, bis auf paar Kleinigkeiten, aber es wäre nahezu unmöglich neben dem Beruf eine Promotion zu schaffen. Es wäre schon schwer, wenn man sich nur mit der Arbeit an der Diss´. beschäftigen könnte, würde da statt drei Jahren 6 Jahre brauchen, außerdem wäre es zu wenig, wenn ich nur sie als Ansprechpartner hätte, es wäre besser,in einen Kontext eingebunden zu sein. Sie meinte weiter, dass im Moment die Graduiertenkollegs wie Pilze aus den Böden schössen und ich mich doch mal umsehen sollte.
Was soll das bedeuten? Jetzt wo ich froh bin Arbeit zu haben, ist es auch nicht richtig, und das was ich eigentlich als Segen eingestuft habe wird nun zum Fluch? Eine sozialwissenschaftliche Promotion, neben der Berufstätigkeit unmöglich?
Und schließlich meinte sie, dass ich dann wenn ich fertig bin zu alt wäre für eine wissenschaftliche Karriere (bin 32), die ich im Grunde nicht anstrebe.Toll, solche Áussagen.
Also ich habe mich gefühlt, wie vor den Kopf gestoßen und war ehrlich gesagt fast sprachlos, habe dann auch nicht mehr gefragt wegen Betreuung.
Also ich weiß jetzt nicht mehr was ich machen soll, bin genau so schlau wie im November, als ich das Expose schrieb.
Hat jemand Erfahrungswerte?
Vielen Dank für mögliche Antworten.
lg Susannne