Wie weit seid Ihr nach ca. 4 Monaten gewesen?

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Wie weit seid Ihr nach ca. 4 Monaten gewesen?

Beitragvon Schtudinki am 07.02.2008, 13:20

Hallo Forenbewohner,

ich sitze gerade an meinem Exposé, das ich nach meiner Promotionsordnung Ende des 1. Semesters überarbeitet vorlegen muss.
Nun bin ich gestern über folgendes gestolpert und bin mir nicht sicher, ob das nun ein Problem für mich sein sollte oder nicht...
Mein Zeitplan umfasst ja nun schon 4 Monate, in denen die Promotion läuft. In dieser Zeit war ich ja aber noch garnicht wirklich produktiv... Ich habe weiter über meinem Thema gebrütet und dann auch tatsächlich vor 14Tagen Klarheit üer die 'endgültige' Konzeption der Arbeit bekommen.
So.
Nun hat sich mein inhaltlicher Schwerpunkt ganz schön verschoben, neue Theoriekonzepte müssen her und ich mich erstmal wieder einarbeiten. Mit Literaturrecherche, -sichtung und dem ganzen Firlefanz.
Ich kann da doch jetzt aber nicht schreiben: 15.10.07-15.02.08 - Themenfindung.
Ich fühle mich schlecht!
Muss ich das?

verpuffte Grüße,
schtudinki
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Beitragvon kivio am 07.02.2008, 13:38

Liebes Gummibäumchen,

ich hatte mir per MS-Project einen gar tollen Projektplan gebastelt, dank realer und virtueller Hindernisse (real: mein DV war teilweise nicht erreichbar, virtuell: ich kam an Daten nicht ran, die ich brauchte) verschob sich alles und, klar, nach hinten. Nicht entmutigen lassen, das gleicht sich im Endeffekt wieder aus.

kivi*avec Gruß
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Beitragvon nK am 07.02.2008, 15:47

Hallo Schtudinki,

nicht den Kopf hängen lassen. Alles eine Frage der Formulierung.

Natürlich schreibst Du NICHT 15.10.07-15.02.08: Themenfindung. Sondern Du unterteilst das in verschiedene Abschnitte und machst in etwa folgendes:

15.10.07-15.12.07: Erste Eingrenzung des Themas mit Analyse des bisherigen Forschungsstandes

16.12.07-15.01.08: konzeptionelle Erweiterung der Fragestellung und Einbeziehung des Aspektes der italienischen Gummibaumforschung mit Einbeziehung der hierzu in Italien, Deutschland und Großbritannien veröffentlichten Literatur

16.01.08-15.02.08: Entwicklung eines neuen Theoriekonzepts zum Verhältnis der italienischen Gummibaumforschung und der deutschen Mediävistik. Daraufhin letztmalige Neubestimmung der inhaltlichen Ausrichtung der Arbeit


Ich hatte das Glück, mein Thema schon im Laufe des Referendariats einzugrenzen, sodass ich diese Zeit nicht begründen musste. Aber begründen lässt sich das. Du warst doch nicht faul in letzter Zeit, was Du beschreibst, ist richtig harte Anfangsarbeit. Das will nur ein bisschen nett verpackt werden :wink:

Ich drücke die Daumen und sende viele Grüße aus dem wahrhaft frühlingshaften Karlsruhe (sitze gerade mit dem Laptop auf dem Balkon 8) 8) 8) )
Martin
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Beitragvon nanana am 08.02.2008, 07:13

4 Monate für die Themensuche und ein brauchbares Konzept finde ich nicht viel. Ich glaube, dass eine gute Disposition (oder Exposée) schon viel hilft. Zumindest versuche ich daran zu glauben, da ich an meinem nun schon ca. 5 Monate dran bin, und immer noch das Gefühl habe, so vorwärts zu kommen. Aber das hängt sicher auch vom Arbeitstyp ab - selbst habe ich gerne mal einen guten Überblick, bevor ich mich mit den Details beschäftige. Und solange ich noch das Gefühl habe, an grundsätzlichen Problemen zu brüten, denke ich nicht, dass die Zeit verloren ist.

Allerdings ist es schon so - wenn ich mich umhöre, dann fangen hier die meisten DoktorandInnen (Jus) nach ca. 3 Monaten mit schreiben an. Das wäre mir zu früh gewesen. Noch glaube ich an den Wert einer seriösen Vorarbeit. :)
nanana
 
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Beitragvon nK am 08.02.2008, 07:29

nanana hat geschrieben:Allerdings ist es schon so - wenn ich mich umhöre, dann fangen hier die meisten DoktorandInnen (Jus) nach ca. 3 Monaten mit schreiben an. Das wäre mir zu früh gewesen. Noch glaube ich an den Wert einer seriösen Vorarbeit. :)


Du darfst aber auch nicht unterschätzen, wie viel man erst merkt, wenn man es konkret in Sätze fassen möchte. Ich kann ja auch nur für Jus sprechen, aber da geht mir das ganz deutlich so. Da stößt man dann plötzlich auf Knackpunkte, die einem in den Überlegungen zuvor gar nicht aufgefallen sind. Ein Konzept nach dem Motto (jetzt mal überteieben): "Ich strukturiere mir das erstmal 1 Jahr durch und schreibe die Arbeit dann in 2 Monaten runter" wird nicht funktionieren.

Klar – da muss jeder seinen Stil finden. Ich warne nur vor Selbsttäuschung: Man kann sich nämlich nicht nur in Details verlieren sondern auch in allzu abstrakten Vorüberlegungen...
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