Hallo Ihr!
Es ist ja allgemein bekannt, dass es sehr schwierig ist, einen Betreuer für seine Promotion zu finden. Ein formelles Bekenntnis zur Betreuung zu erhalten ist schon schwer und dann soll der Prof. die Arbeit ja auch noch betreuen. Manchmal hat man das Gefühl, das ist die reinste Zumutung, welche man an die potenziellen Betreuuer heranträgt.
Ich suche nun schon seit einigen Jahren nach einem Betreuer für ein Promotionsvorhaben und habe mein Interessengebiet mit den Forschungsschwerpunkten der angesprochenen Fakultäten verknüpft. Eine immense Arbeit. Ich bin bisher an folgenden Problemen gescheitert:
1. Am Vorurteil, ein Landschaftsplaner sei kein logisch und vernünftig denkendes Lebewesen. Selbstverständlich sind nur Wirtschaftswissenschaftler in der Lage ein fachübergreifendes Thema zu bearbeiten ...
2. An einer abzusehenden viel zu starken subjektiven Beeinflussung der wissenschaftlichen Energebnisses durch den Betreuer : "Was im wissenschaftlich-methodisch ermittelten Ergebnis nicht meinen Wunschergebnissen aufzeigt betreue ich nicht ..."
3. Sie sind ja schon 30 und haben nie als wissenschaftlicher Mitarbeiter an meinem Lehrstuhl gearbeitet. Nein ich nehme nur Leute, die ich schon seit Jahren kenne (.. und die mir dafür auch dankenswerterweise in den A... kriechen.)
4. Vor einigen Monaten wurde mir an einem Lehrstuhl einer Technischen Universität eine Zusage per email zugesendet, dass ich dort eine halbe wissenschaftliche Mitarbeiterstelle bekomme und die Anfertigung einer Promotionsarbeit beginnen könne, für welche ich ein Expose eingereicht habe. Nach meinem Umzug von der Nordseeküste in die 500 km entfernte Stadt, sagte man mir ganz lapidar, dass nun doch kein Geld da sei ohne die Verantwortung für das Ausmerzen dieser Misere zu übernehmen. Zuerst nahm ich es persönlich, doch dann erfuhr ich auch von anderen Doktoranden, das man diese genauso behandelt, ein unzumutbarer Zustand.
Trotz sehr guter Abschlussnoten in der Regelstudienzeit, Berufserfahrung und dem Nachweis sehr guter wissenschaftlicher Arbeitsweise bin ich zu dem Schluss gekommen, dass ich hätte lieber CNC-Dreher werden sollen.
Wie gehts Euch bei der Initiierung von Promotionsvorhaben? Ähnliche Erfahrungen gemacht? Und wenn ja, in welchen Fachbereichen und an welchen Unis?
Vom Moderator wurde ich auf den möglichen Ärger hingewiesen, der mich bei Nennung von betreffender Universität und Lehrstuhl einholen könnte. Daher stellt bitte entsprechende genaue Orts- und Namensbestimmungen nicht ins öffentliche Forum. Da der Lehrstuhl, welchen ich meine, sehr oft Doktoranden entlässt und dafür neue einstellt, denen i.d.R. das Schicksal ihrer Vorgänger erwartet, würde ich gern vorwarnen. Leider geht dies nicht, daher informiert Euch unbedingt bei schon am Lehrstuhl aktiven Doktoranden wie die Arbeits- und Betreuungsbedingungen sind.
