Guten Morgen, liebe! Schtudinki, liebe Safira,
das wird ja eine richtige Auseinandersetzung mit mir selbst ... mir ist als erstes auf Eure Antworten hin eingefallen, hinter jeden Eurer Vorschläge ein "ja, aber" zu setzen

. Und so merke ich, daß mir inzwischen das, was Du Schtudinki, "Vision" nennst, fehlt. Ich übersetze für mich in Begeisterung, Zielstrebigkeit auf ein Schönes hin.
Meine "Wunde", die ich nie geheilt habe: Ich "durfte" während meines Studiums kurzzeitig als studentische Hilfskraft für einen Prof. sein neues Buch korrekturlesen und ein Register dafür erstellen, und obwohl ich "Feuer und Flamme" war vor Motivation und obwohl dieser Prof. mit meiner Arbeit "hoch"zufrieden war, reichte es im Anschluß daran für nicht mehr als ein "wenn ich mal wieder was habe, dann werde ich an Sie denken". Das hat mich damals so verletzt, daß er sich mir gegenüber nicht festlegen, keine Absprachen für die Zukunft treffen wollte und jederzeit auch einen anderen Studenten/Studentin hätte nehmen können ... ich bin da -innerlich-hängengeblieben; weder Motivation noch Leistung spielen eine Rolle, so hat es sich in mir festgesetzt. Bei d e m Angebot an Studenten, Dissertierenden (Beiträge , Rezensionen Einreichenden -:) sind am Ende für mich nicht berechenbare Sympathien, "Glück" ausschlaggebend . Also kann ich nichts tun. Das ist der Schluß, den ich gezogen hatte. Ja, da bin ich stehengeblieben. Und wie ich gestern schon gemerkt habe - mit sehr vielen Gefühlen von Vorwurf, Verbitterung, Wut, Traurigkeit.
Das ist die persönliche Geschichte, die jetzt, auf Euer Beider Schreiben hin, auf einmal ganz präsent ist; ich glaube, es ist gut, mich auf die Erinnerungen in Gefühlen und Gedanken einzulassen, weil mir das innere Klarheit bringt.
Soweit erstmal ...
und herzlichen Dank, und ich wünsche Euch einen sonnigen frohen Tag
Gitta