Doktorvater: Wahl nach Reputation, Sympathie od Schwerpunkt?

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Doktorvater: Wahl nach Reputation, Sympathie od Schwerpunkt?

Beitragvon Charlotte am 25.04.2007, 12:30

Hallo an alle!

Ich würde Euch gerne mal fragen, nach welchen Kriterien Ihr Euren Doktorvater ausgesucht habt? Ist es eher das Renommee oder eher das Forschungsgebiet oder Sympathie? Oder ist es von allem etwas?

Ich habe mich an mehreren Lehrstühlen (Jura) beworben und habe auch Zusagen und weiss jetzt nicht, wie ich mich entscheiden soll. Es gibt bspw. einen renommierten Prof., der aber nicht so nah an dem Gebiet ist, das mich interessiert, auch wenn er mich betreuen würde und mir auch hilfreiche Kontakte in Aussicht gestellt hat. Aber er betreut naturgemäß recht viele Doktoranden.
Dann gibt es jemanden, der genau mein Interessensgebiet als Forschungsschwerpunkt hat, aber noch relativ unbekannt ist..Andererseits sehr hilfsbereit und sympathisch.

Ist ja auch unangenehm erst mal anzufragen und dann abzusagen, aber ich werde mich irgendwie entscheiden müssen.

Wäre schön, wenn jemand Ansicht postet!
Vielen Dank!
Zuletzt geändert von Sebastian am 30.11.2009, 10:51, insgesamt 2-mal geändert.
Grund: Betreff für die Auto.-Verknüpfung erweitert
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Beitragvon Safira2006 am 25.04.2007, 12:46

Glückwunsch erst mal zu den Zusagen der Profs!

Naja, was steht denn für Dich im Vordergrund? Möchtest Du schnell vorankommen und gut betreut werden? Dann ist es weniger wichtig, ob Dein Doktorvater bekannt ist.

Anders würde ich es beurteilen, wenn Du eher eine wissenschaftliche Karriere anstrebst. Dann ist der Ruf des Doktorvaters bedeutender. Auch bieten sich bei ihm sicherlich gute Kontakte.

Aber auch bei einem weniger bekannten Doktorvater können sich viele Chancen bieten. Vor allem wenn die Hierarchie weniger stark ausgeprägt ist und er Dich an Projekten mitarbeiten lässt.

Vielleicht erst mal ein Ansatz ...
Safira2006
 
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Wahl des Doktovaters

Beitragvon Gitta am 25.04.2007, 13:01

Charlotte, ich denke auch, Du solltest Deine Entscheidung in Bezug darauf treffen, was Dir wichtig ist.
Kurz meine Erfahrung dazu: ich habe einen ganz reizenden Doktorvater, an den ich mich jederzeit wenden kann, wenn mir danach ist ... nur, weder als Eremitus noch zuvor ist er sonderlich ins Netzwerk des (historischen) Wissenschaftsbetriebes integriert. Auf meine zweimalige Klage hin, ich würde so gerne institutionell eingebunden sein bzw. ich würde so gerne an einem Projekt mitarbeiten oder einmal eine Rezension oder einen Aufsatz schreiben und mit seiner Hilfe veröffentlichen, vertröstete er mich auf die Zeit nach Abschluß der Diss. ...
Das heißt, schau', was D u willst - und im Übrigen wählst Du am allerbesten einen Doktorvater oder eine Doktiormutter, der/die a l l e Eigenschaften erfüllt, an denen Dir gelegen ist. :)

Lieben Gruß
Gitta
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Beitragvon Schtudinki am 25.04.2007, 14:39

Hallo Charlotte,

ich kann Dir aus eigener Erfahrung nur sagen, dass die persönliche Komponente ein relativ unsicheres Pflaster ist. Erst wenn man jemanden wirklich kennt weiß man, ob er auch in Stresssituationen oder wenn mal was schiefgeht noch so freundlich und sympathisch wie zu Beginn ist.

Bei Doktoreltern (?) würde ich das fachliche über das menschliche stellen. Schließlich erstellst Du Deinen Diss weitgehend selbständig und siehst Ihn/Sie nicht fünfmal die Woche. Was bei Treffen zählt ist, dass er/sie Dich fachlich weiterbringt und Dir über eventuelle Hänger hilft. Ob er das nun super sympathisch oder weitgehend neutral tut ist doch eigentlich egal. Eine/n supermegaultraunsympathische/n wollt ich aber auch nicht.

Ich hab meinen DV nach seinem Renomée gewählt, aber auch nur, weil mir meine ehemalige Professorin dazu geraten hat. Ihrer Aussage nach zählt der Name des Betreuers bei der Diss mehr als die Note und ist angeblich ein richtiger Türöffner.
Beim ersten Treffen war er sehr nett - ob er das bleibt wird sich herausstellen...
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Beitragvon Schtudinki am 25.04.2007, 15:06

Hallo Gitta,

Du kannst doch auch ohne Deinen DV Veröffentlichen und Dich um Rezensionen bemühen! Lass Dich da nicht einschüchtern, schreib einen Aufsatz und schick ihn an Zeitschriften aus Deinem Fachgebiet. Online Magazine sind auch eine gute Adresse für erste Publikationen.

Rezensionen werden meist ebenfalls in Fachzeitschriften ausgeschrieben, darauf kannst Du Dich dann melden.

Ich hab mich da einfach drangewagt, ohne mir vorher allzuviele Gedanken zu machen. Ich habe Abstracts auf Calls von Tagungen geschickt und aus den Vorträgen dort sind dann auch immer Publikationen entstanden. Wenn ich interessante Ergebnisse hab, schreib ich einen Aufsatz und schau, wo ich ihn platzieren kann. Manchmal gibt es eine Absage - dann schicke ich ihn eben an eine andere Zeitschrift.

Dazu brauchst Du Deinen DV nicht, das schaffst Du auch allein! Viel Glück dabei!
Schtudinki
 
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