Ich glaube, wer so etwas erzählt, _will_ im Zweifel auch, dass es sich ganz einfach anhört. Nunja, was die Anforderungen einer Diss sind, steht ja in der jew. PromO. Und welche Anforderungen eine "Staatsarbeit" erfüllen muss, steht in der jew. StudienO, nehme ich an. Bei genauerem Hinsehen dürften sich da jedoch Unterschiede ergeben. Klar ist: Jede bereits erbrachte wiss. Leistung kann eine Inspiration sein. In der Regel muss (!) eine Dissertation im Kern aber einen neuen Aspekt hervorbringen. Und etwas Neues zeichnet sich ja gerade dadurch aus, dass es vorher noch nicht da war.
Ich halte Behauptungen à la: "Ich nehme einfach... und dann baue ich das ein bisschen aus... und schon ist die Diss fertig" für nichts anderes als den Versuch, sich selbst Mut zuzusprechen in der Hoffnung, dass alle Umstehenden einem auf die Schulter klopfen mit den Worten: "Mensch, das machst Du ja ganz raffiniert, warum kann ich nicht so etwas machen.. ?!" Wer sich den eigenen Arbeitsberg am Anfang klein(er) redet, will in erster Linie v.a. nur sich selbst Mut zusprechen, weil er es braucht. Nimm's also gelassen - Dein ehemaliger Kommilitone wird sicher genauso viel arbeiten müssen wie jeder andere durchschnittlich auch!
