Hallo Chris,
auch ich wundere mich ein wenig über Deinen harten Schuss gen diskriminierende Uni-ler, der mir - wenn ich meine Erfahrung mit BWL-Lehrstühlen damit vergleiche - sehr undifferenziert vorkommt. Vom Aufsteiger zum Opfer, den Schuh solltest Du Dir nicht anziehen....
Die 10%-Anspielung verstehe ich, auch in unserer Promotionsordnung gibt es für FH- und BA-Absolventen die Regel, dass sie nur angenommen werden, wenn sie zu den besten 10% Ihres Jahrgans gehören.
Dass Du bisher vornehmlich Absagen erhalten hast würde ich primär auf 2 Gründe zurückführen.
a) Du bist nicht allein auf weiter Flur. Es bewerben sich viele, zumeist mehrere Interssierte im Monat auf die Betreuung einer externen Promotion. Die kann man nicht alle nehmen. Ein Externer verursacht Aufwand, bringt sich selten auch entlastend (mal ne Veranstaltung halten, publizieren, DAs betreuen etc.) ein. Also ein Minusgeschäft, es sei denn, das Thema interessiert unseren Prof. wirklich wirklich wirklich oder es lässt sich sinnig an ein Projekt andocken.
b) Hand aufs Herz. Ja, Du hast genügend Projekte, auf die Du schön eine Diss pflanzen kannst. Aber kannst Du Dir wirklich die Zeit nehmen, Dich der Diss so zu widmen, dass sie gut wird? Oder geht das Ganze eher in Richtung "gepimpter Projektbericht", den man mit ach und krach und gnädigem cum laude als Diss verkauft!? Sowas wird ja gelesen, und fällt immer auch auf den betreuenden Lehrstuhl zurück. Ich würde eher hier den Hasen im Pfeffer vermuten. "Alles" und "alles gleich gut" funktioniert nicht auf dem Level mit dem Job, den Du beschreibst, das ist meine persönliche Meinung die auf meinen Anforderungen an eine Diss fußt.
Was ich spannend finde ist, dass Du mit Deinen Diplomarbeitsanfragen so ins Leere gelaufen bist. Da vermute ich einen Grund hinter, den ich aber nicht im Elfenbeinturm suchen würde....
Mit Grüßen
vom Böhnchen
