Extern promovieren Wiwi

Themen rund um die Promotion im Ausland.
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Extern promovieren Wiwi

Beitragvon loreley am 18.12.2008, 13:48

Hallo,
ich möchte gerne neben meinem Job promovieren. Mein Problem: Da ich neben meinem Studium sehr viel gearbeitet und meinen kranken Partner gepflegt habe, habe ich weder gute Noten noch einen schnellen Studienabschluss. Diplomarbeit in 4 Monaten ohne Verlängerung wenn man fast 40 Std pro Woche was anderes machen muss ist halt ein Problem im Vergleich zu Vollzeitstudenten.
Inzwischen arbeite ca 30 Stunden/Woche und habe sonst keine Verpflichtungen.
Da ich Wiwi studiert habe sind Promotionsstellen auch nicht wie Sand am Meer gesäht.
Das einzige womit ich glänzen kann ist mein IQ Test, aber der interessiert dabei ja nicht.

Mein Interessengebiet ist die Gesundheitsökonomie (Finanzwissenschaften) falls das jemandem was sagt ;).
Meine Frage: Wie stehen die Chancen an einer ausländischen Institution zu diesem Themenbereich? Kennt sich jemand damit aus? Kann ich in DLand Leben und arbeiten und im Ausland promovieren? Kann/sollte ich vorab versuchen etwas zu dem Thema zu publizieren?
Falls jemand einen Prof kennt der in diesem Bereich externe Promovanden akzeptiert: her mit der Adresse.
Kostet promovieren im Ausland immer etwas? Oder ist das dann Abzocke?
Danke

Loreley
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Re: Extern promovieren Wiwi

Beitragvon Koenigsportal am 18.12.2008, 16:00

Hallo loreley,

deine Problem mit der Note usw. erinnert mich an das eines anderen Forumsmitglieds. Soweit ich mich erinnere, war derjenige bei einer Versicherung tätig, allerdings auch schon älter. Ich kann den Beitrag nicht finden, aber vielleicht suchst du einfach mal mit ein paar Stichworten oder schaust die Beitragstitel durch.

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Re: Extern promovieren Wiwi

Beitragvon Mathilda am 18.12.2008, 16:09

Hallo Loreley,

so ganz schnell würde ich den Gedanken an eine Promotion in Deutschland auch nicht begraben :wink:

Wenn Du dem potentiellen Doktorvater etwas anderes bieten kannst - z.B. Erfahrungen aus der Praxis - kann es durchaus sein, dass die Note in den Hintergrund rückt. Gesundheitsökonomik gibt es ja nicht sooo viel und ist ein sehr spezieller Bereich. Ich kann mir gut vorstellen, wenn Du z.B. besonderes "Expertenwissen" mitbringst, zählt das viel mehr als eine super Note.

Schöne Grüße
Mathilda
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Re: Extern promovieren Wiwi

Beitragvon loreley am 22.12.2008, 22:30

Hallo nochmal,

@koenigsportal
Danke für den Tip, ich mach mich mal auf die Suche

@Mathilda
Naja, überragendes praktisches Expertenwissen habe ich nun auch nicht. Lustigerweise sind alle Stellen die seeehr interessant klingen mit der Bedingung versehen, dass man doch in dem Bereich bereits nebenbei promovieren solle :roll:

Ich werde mal weitersuchen. Zeitlich habe ich keinen Druck, für Karriere bin ich eh zu alt. Es ist eher reines Interesse.
Danke Euch!

Loreley
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Re: Extern promovieren Wiwi

Beitragvon Joe am 23.12.2008, 05:33

Hallo!

Also, abgesehen von der Tatsache, dass ich Promotionsstudien neben der Arbeit etwas skeptisch gegenüberstehe, sehe ich eigentlich keine Probleme.


loreley hat geschrieben:Mein Problem: Da ich neben meinem Studium sehr viel gearbeitet und meinen kranken Partner gepflegt habe, habe ich weder gute Noten noch einen schnellen Studienabschluss.


Das macht nichts, ich habe auch lange und schlecht studiert :oops: - und zwar ohne Arbeit oder kranken Partner, bei mir waren's Alkohol und Feten :mrgreen:. Im Ernst, ein interessantes Thema, ein überzeugendes Motivationsschreiben und ein erfolgreiches Bewerbungsgespräch sind mittlerweile auch in Teutonien wichtiger als die nackte Note (im Ausland sowieso).


loreley hat geschrieben:Da ich Wiwi studiert habe sind Promotionsstellen auch nicht wie Sand am Meer gesäht.


Huch? Gerade weil Du Wirtschaftswissenschaften studiert hast, sollte eine Promotionsstelle zu finden kein Problem sein. Allenthalben werden geisteswissenschaftliche Bereiche rasiert und dafür wirtschaftswissenschaftliche gegründet und ausgebaut. Abgesehen davon hast Du mit einem Gesundheitsökonomie-Thema den Vorteil, dass sowohl BWL- als auch VWL-Professoren als Betreuer in Frage kommen. Und schließlich ist die Gesundheitsökonomie aufgrund der steten Gerontisierung der Gesellschaft ein in seiner Bedeutung nicht zu überschätzender Zweig der WiWi.


loreley hat geschrieben:Das einzige womit ich glänzen kann ist mein IQ Test, aber der interessiert dabei ja nicht.


IQ ist egal, sonst dürfte ich net mal studieren, geschweige denn promovieren :oops:

loreley hat geschrieben:Mein Interessengebiet ist die Gesundheitsökonomie (Finanzwissenschaften) falls das jemandem was sagt ;).
Meine Frage: Wie stehen die Chancen an einer ausländischen Institution zu diesem Themenbereich? Kennt sich jemand damit aus? Kann ich in DLand Leben und arbeiten und im Ausland promovieren? Falls jemand einen Prof kennt der in diesem Bereich externe Promovanden akzeptiert: her mit der Adresse.


Ja, natürlich! Ich selber promoviere im Ausland, lebe aber (noch) hier. Den meisten Professoren ist es in Zeiten von Email und Telefon vollkommen egal, wo Du wohnst, solange Du hin und wieder vorbeischaust, nett Hallo sagst und einen selbst gebackenen Kuchen mitbringst.
Das Einzige, was nicht ginge, wäre das Studium an einer richtigen Wichtigtuer-PhD-Kasernierungsanstalt wie beispielsweise jener in Bonn, wo Doktorandenfreaks wöchentlich höchstens zwei Stunden zum Luftholen aus ihrem Lernbunker heraus gelassen werden. :roll: Der Grund dafür ist, dass diese Jungs neben der Dissertation noch permanent Kurse belegen und Seminare besuchen müssen. Reguläre Doktorandenprogramme verlangen dies normalerweise nicht.

Was die Wahl des Auslands angeht: Grundsätzlich empfiehlt sich immer der Blick gen Schweiz und Österreich. Die Schweiz kenne ich ganz gut, dort sind die Regeln biegbar und die Professoren gesprächsbereit. Wenn Dein Thema eher ins Volkswirtschaftlich-Politische geht, empirischer Natur ist und Deine Arbeit auf jeden Fall zum Schluss kommt, freie Märkte seien cleverer als Gott und Linke gehörten auf den Scheiterhaufen, dann kann ich Dir einen Prof. empfehlen.
Außerdem kommen noch Länder wie Tschechien und Slowakei infrage. Hier ist alles noch mal einen Tick entspannter, auch was den Arbeitsaufwand angeht...

loreley hat geschrieben:Kann/sollte ich vorab versuchen etwas zu dem Thema zu publizieren?

Diese Frage ist hier, glaube ich, öfters gestellt worden und die Antworten waren nie einstimmig. Unter Umständen könnte sich so was sogar negativ auswirken :?: Keine Ahnung.


loreley hat geschrieben:Kostet promovieren im Ausland immer etwas? Oder ist das dann Abzocke?


Hängt vom Ausland ab. Die Schweiz verlangt Studiengebühren, die sind aber gering. Die letzte österreichische Regierung hat vor dem Sturz Studiengebühren gekürzt IIRC (oder ganz gekappt?).


Kopf hoch, gibt keinen Grund für Schwarzmalerei.

Viel Erfolg!

Gruß
Joe
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