LaTex vs Word und Literaturverwaltung/Fußnotenverwaltung

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Für Fragen zu MS Word gibt es den eigenen Bereich.
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Beitragvon kivio am 23.03.2007, 08:20

Hallo Christian,

das sehe ich ein klein wenig anders, denk daran, dass neben Erst- und Zweitgutachter, die Arbeit ja auch (bei mir war es fünffach) fertiggebunden ausliegen muss, damit jeder sie einsehen und ggf. widersprechen kann.

Auch könnte ich mir vorstellen, dass Deine Gutachter die Arbeit so sehen wollen, wie sie später aussehen soll.

Nimm also die gaballte Faust aus der Tasche und beschäftige Dich mit Stylesheets und anderen Köstlichkeiten - sein ein Mann :lol: .

kivi*avec Gruß
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Beitragvon artifex am 02.04.2007, 11:17

Erstmal bin ich ja froh, daß noch kein philosophischer Diskussionskrieg TeX vs. Word entflammt ist. Spricht für Qualität...
Ich bin einer der Doppelnutzer: Im Institut wird Word genutzt - da bleibt mir keine Wahl.

- Vorteile/Nachteile:
Ich denke, es hat gewissen philoshischen Charakter, dies zu beurteilen. Für Naturwissenschaftler spricht sicherlich der Umgang mit Formeln für LaTeX, hier sind die Vorteile deutlich. Viele Probleme mit Word schiebe ich mal dreist auf fehlendes Wissen des Anwenders (mich eingeschlossen!). Ein Kurs eines Kollegen zeigte, daß sich Probleme lösen lassen, wenn man genau weiß, wie Word funktioniert. Das gilt auch für LaTeX - da wird es nur eher akzeptiert, bei Word meint jeder, er kann es bedienen...
Wirklich schön aussehenden Text hinzubekommen ist, glaube ich, mit beiden möglich, jeder von beiden verlangt aber auch entsprechenden Aufwand...
Pro LaTeX: Es schickt komplettes Paket incl. hervorragender Referenzverwaltung kostenlos mit. Bei Word sind (sofern selbst zu besorgen) ca. 50-100 EUR für ein ordentliches Programm nötig.
Pro LaTeX: Es bleibt schlank: Der Source ist PlainText, die Bilder werden von extern geladen (aber auch bei Word möglich...)
Pro Word: angesprochenes wysiwyg, es ist bereits intalliert (TeX: +900 MB)
Pro LaTeX: Ausgabe direkt in PDF (pdfTeX) incl. Links, Content etc.

- Zeitaufwand Einarbeitung (für Wechsler):
Als ich bei der Diplomarbeit gewissen Leerlauf hatte, bis das (Ozean-)Modell lief, mit dem ich arbeiten sollte, habe ich die Zeit genutzt, um mich in LaTeX einzuarbeiten. Bis ich mit allen Möglichkeiten vertraut war, hat es aber schon ca. 4-5 Wochen gedauert.
Das beinhaltete dann Befehle lernen, in Projekt-Aufbau, Graphiken, Bibl., Styles etc. einarbeiten.
Vorteil: Es gibt hunderte Einführungen und Vorlagen.
Nachteil: Herausfinden, was man will/ braucht (abhängig vom eigenen Anspruch!)

- Erst Word dann TeX:
Ich halte es für sinnvoll, gleich alles in LaTeX einzugeben, da sonst die Extraarbeit hinzukommt, alle Befehle nachträglich hinzuzufügen (emph, Bib, etc.), was direkt bei der Erstellung weit flüssiger geht (wenn man ein wenig in LaTeX eingearbeitet ist).

- Editor:
Ich kann sehr PROTON empfehlen, ein Texteditor von Uli Meybohm (Phase 5, HTML).
Er ist klein, keine Installation nötig, es gibt eine farbliche Hervorhebung für TeX-Syntax und der Compiler kann von integrierter Kommandozeile aufgerufen werden.
Zwischenzeitlich hab ich aber auch den Text nach Word exportiert, um die Rechtschreibung zu überprüfen und Korrekturen (PlainText) wieder zurückgeschrieben.

Wer bis hierhin durchgelesen hat, hat hoffentlich einen gewissen Überblick und ein paar weitere Infos bekommen.
Bei genauerem Interesse kann ich gerne noch Links zu Literatur, Vorlagen, Editor etc. geben.

So far, Christoph
artifex
 
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Beitragvon augs am 10.04.2007, 18:12

Noch ein kurzer Kommentar zu dem Beitrag von Ishtar respektive zur Literaturverwaltung:

Ich würde es keinem TeX-Nutzer empfehlen Citavi zu verwenden. An sich ein sehr schönes und leicht zu bedienendes Programm mit vielfältigen Funktionen. Allerdings ist der BibTeX-Export grauenhaft. Fast jeder Eintrag muss nachbearbeitet werden. Die Exportfelder von CITAVI und BibTeX stimmen nicht überein. Online-Dokumente werden z.B. falsch exportiert, Inproceedings und Incollection auch....Citavi bildet z.B. beim Export eines Sammelwerks die Gruppe @collection und diese gibt es in BiBTeX nicht...usw....

Empfehlenswert ist in jedem Fall JabRef. Absoolut kompatibel und ebenso leicht zu bedienen. Recherchemöglichkeiten z.B. in citeseer sind ebenfalls gegeben...

vg Matthias
augs
 
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Beitragvon Ishtar am 11.04.2007, 19:58

Hallo augs/Matthias,

ich hab den BibTex-Export von Citavi bisher noch gar nicht ernsthaft getestet und bin grad etwas geschockt.
Ich hatte (recht naiv) gedacht, dass ein BibTex-Export auch BibTex-kompatibel sei... :oops:

Hast Du vielleicht eine Idee, wo ich Näheres dazu erfahren kann (also was alles falsch exportiert wird)? Ich bin nämlich leider ein absoluter (Bib)Tex-Anfänger... Vielleicht kann man ja über den Citavi-Support mal deswegen nachfragen!

Vielen Dank.

Ishtar.
Ishtar
 
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Beitragvon augs am 12.04.2007, 17:44

Hallo Ishtar,

der Export ist leider nicht immer kompatibel. Zumal CITAVI dies ja nur als Option anbietet und nicht per se für BiBTeX konzipiert wurde. Der Support von CITAVi wird mit diesem Problem des Öfteren konfrontiert, hat allerdings noch kein Update herausgebracht....

Solltest Du Dich für TeX entscheiden empfehle ich Dir die Literaturverwaltung JabRef übernehmen zu lassen. Dieses Programm ist kostenfrei und extra für BiBTeX gebastelt :-) worden. CITAVI kostet in der Vollversion immerhin 79,- EURO, zumindest wenn uU mehr als 100 Quellen verwalten willst, und die hat man ja fast in der Einleitung schon :-D

Wenn Du weitere Fragen zu TeX hast, dann empfehle ich Dir weiterhin die Google Gruppe TeX: http://groups.google.com/group/de.comp.text.tex/topics

Hier findest Du umfangreiche Infos und die meisten Anwender sind auch ganz freundlich ;-) und vor allem kompetent....

Ich hoffe, das bringt Dich ein wenig weiter...

vg Matthias
augs
 
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Beitragvon Ishtar am 15.04.2007, 17:31

Hallo augs,

vielen Dank für Deine Antwort - das hilft mir auf jeden Fall schon mal weiter!

Ich werde dann mal fleißig in der Tex-Gruppe lesen! :D

Dann noch einen schönen, sonnigen Sonntag,

Ishtar.
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