von acoma am 11.06.2008, 18:49
Wie das mit der informellen Anerkennung ist, dazu kann ich nichts sagen, aber allgemein ist das typische Doktorat in Österreich 2 Jahre (gewesen, weil z.Zt. gibt es Änderungen). So ein Doktorat ist ist nicht wirklich vergleichbar mit einem größeren Promotionsstudium. Im Zuge der Angleichsversuche gibt es ja auch in Österreich inzwischen den PhD, und für diesen PhD wird im Durchschnitt ein Aufwand von 3-4 Jahren angenommen. D.h. in Österreich selbst soll dieser PhD mehr gelten, und kann nicht durch ein zweijähriges Doktorat erlangt werden, sondern hat höheren Anspruch mit einer Regelzeit von 3-4 Jahren. Im Moment ist ja alles stark im Umbruch, wenn das Kolleg fix über 2 Jahre läuft, dann ist es wohl der typische österreichische Doktor. Aber auch wenn man (noch) keinen PhD erwerben kann, und die Promotion ist wirklich sehr anspruchsvoll, also vergleichbar einem PhD, dann wird die informelle Anerkennung in Deutschland wohl kein Problem sein, egal, wieviel Jahre sie dauert. Und ist auch abhängig von der Reputation der Universität und des Professors, und natürlich von Deiner persönlichen Leistung.
Ich würde auf jeden Fall aufpassen, daß nicht der Eindruck entstehen kann, daß Du nach Österreich gewechselt hast, um es leichter zu haben. Es sollte vom Anspruch her so sein wie bei uns, und dann seh ich weiter für Dein Fortkommen keine Probleme, aber erkundige Dich auf jeden Fall noch weiter an anderen Stellen. Es ist ja bekannt, wie in Deutschland die FH-Absolventen diskriminiert werden, obwohl das der Sache nach meist nicht gerechtfertigt ist. Und die Vergleichbarkeit wird in Zukunft immer mehr nach einem typischen Aufwand von Jahren gehen, und das herkömmliche "kleine" österreichische Doktorat ist vom Anspruch her nicht immer mit einem deutschen Doktor oder dem PhD vergleichbar.