Vorab Leseprobe an Prof.

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Re: Vorab Leseprobe an Prof.

Beitragvon Mathilda am 19.12.2008, 16:53

Hallo,

mmh, ich denke, es kommt auf den DV an - der eine hätte lieber Vorab-Proben, der andere nicht. Mein DV möchte explizit Einzelteile vorher und vor der Abgabe noch mal alles. Ein Kollege, der keine Lust auf allzuviele Änderungen zwischendrin hatte, hat ihm die komplette Vorabversion gegeben statt "Häppchen" - der hat dann erst mal ein paar Monate auf die Kommentare gewartet und dann noch fast ein Jahr geändert :shock: Also ähnlich zum Fall, den @nadine beschrieben hat.

Insofern kriegt mein DV von mir definitiv Häppchen serviert. Kenne es aber von anderen LS auch ganz anders. Wie wird es denn sonst bei Euch gehandhabt?

Schöne Grüße
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Re: Vorab Leseprobe an Prof.

Beitragvon chris0 am 19.12.2008, 17:31

ich denke man ist eben deutlich entspannter, wenn man schon zwischendurch ein Feedback vom DV bekommt. Leider bieten nicht alle so eine enge Betreuung an. Mein DV will nur das Endwerk haben und korrigiert dieses. Dadurch steigt natürlich das Risiko, dass ihm die Diss nicht zusagt und man sehr viel Zeit für die Änderungen einplanen muss.
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Re: Vorab Leseprobe an Prof.

Beitragvon Monika812 am 19.12.2008, 19:11

Ich gehöre auch zur Häppchen-Front :)
Gebe auch immer mal wieder einzelne (Unter-)Kapitel ab, dass hat bei der DA auch schon prima geklappt und beruhigt auch ungemein! Ich möchte nicht eine komplette Diss schreiben, um hinterher zu hören, dass ich total am Thema vorbeigerauscht bin oder zuviel unwichtiges drin steht oder ähnliches...

Lg, Monika
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Re: Vorab Leseprobe an Prof.

Beitragvon chris0 am 19.12.2008, 21:49

Es hängt auch davon ab, wie eng oder weit der DV die "wisschenschaftliche Freiheit" des Doktoranden auffasst. Ich kann die Argumente derjenigen Professoren, die nicht nach der "Häppchen-Variante" verfahren ,durchaus nachvollziehen. Letztlich ist es schon etwas anderes, wenn der/die Doktorand/in die gesamte Diss alleine schreibt und sie dann als mehr oder minder fertiges Werk zur Korrektur abgibt, als wenn der DV bereits nach jedem Kapitel Anweisungen gibt, wohin die Reise gehen soll. Könnte mir auch vorstellen, dass das Problem der "Häppchen" darin besteht, dass eine Diss ja oft aus einem zusammenhängenden Konzept besteht, welches erst als Ganzes in sich schlüssig ist. Der DV kritisiert so möglicherweise bereits einen Teil eines einzelnen Kapitels, was er im Rahmen der gesamten Diss ansonsten nicht tun würde. Dies hängt aber natürlich auch wieder vom Thema u. Fachrichtung ab.

Nicht falsch verstehen, ich als Doktorand würde auch lieber die Häppchen einreichen, da es mir einfach die Angst nehmen würde und man eine enorm gesteigerte Planungssicherheit hat. Ich kenne es aber von den meisten Juristen so, dass der DV die Arbeitsweise insoweit vorgibt, d.h. ein Wahlrecht des Doktoranden besteht gar nicht. Man muss es also einfach hinnehmen oder von der Betreuung durch diesen DV absehen, wenn man mehrere Angebote hat.
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Re: Vorab Leseprobe an Prof.

Beitragvon Joe am 23.12.2008, 07:21

Das entscheidet bei mir der Doktordaddy.

Wenn ich bei ihm bin und ein wenig diskutiere, frage ich ihn hinterher, ob er auch bisher Geschriebenes begutachten möchte. Will er nie, und das ist auch gut so!
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Re: Vorab Leseprobe an Prof.

Beitragvon Sebastian am 14.01.2009, 00:16

Ich gehörte zur "Dicker Brocken"-Fraktion: Gliederung/Expose am Anfang und die fertige Arbeit am Schluß. Zwischendurch einmal wegen eines Problems/Steckenbleibens hingegangen und ein paarmal, damit mein Name und Gesicht nicht in Vergessenheit geraten.

@Gonzo (bißchen spät...)
Gonzo hat geschrieben:
nadine hat geschrieben:ein befreundeter doktorand hat seine diss erst ganz am ende orab eingereicht udn musste relativ viel umschreiben.

Bin ein wenig ängstlich: kommt sowas oft vor, liebes Forum?

Gonzo, ich würde meinen, dass es da bei Juristens eher selten gibt, vor allem, wenn sie mit klassischer Methode und klassischem Ansatz arbeiten. Aber in anderen geisteswissenschaftlichen Bereichen gibt es ja nicht selten schon Grabenkämpfe zur Methodik - wenn man da mit seinem Tunnel mal versehentlich auf der falschen Seite der Front auskommt, wird es übel.

Ich für meinen Teil habe ein paar kleinere Änderungswünsche bekommen, die mir in dem Moment nur sehr lästig waren, weil ich gedanklich mit der Arbeit schon abgeschlossen hatte. Von totalem Umstricken habe ich im juristischen Teil meines Freundeskreises nie etwas gehört.
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