Nun habe ich es soweit geschafft, dass im Grunde nur noch die Danksagung zu schreiben ist. Wider Erwarten ist die schwieriger zu schreiben als gedacht.
Ich weiß nämlich nicht, in welcher Reihenfolge ich zu danken habe, weil ich in keine Fettnäpfchen treten und keinem das Gefühl geben will, er sei "weniger wichtig", weil er nicht als erster genannt wird.
Mein Dilemma ist: Wen nenne ich zuerst?
Mein Doktorvater. Der wohl naheliegendste Kandidat. Ohne ihn hätte ich die Arbeit schließlich gar nicht schreiben können.
Mein Forschungsobjekt. Da ich über eine Person und deren Werk geschrieben habe, und diese Person schon bei der ersten Kontaktaufnahme an meinem Projekt sehr interessiert war, hatte ich das große Glück, nicht nur eine "Audienz" zu bekommen, sondern die ganze Zeit über viel Unterstützung von meinem Forschungsgegenstand höchstpersönlich zu erhalten. Die Frage ist, kann ein Künstlerego es ab, nicht an erster Stelle zu stehen?
Meine Eltern. Die haben nicht nur einen Großteil meines Studiums finanziert, sondern waren auch immer da, wenn irgend etwas nicht geklappt hat. Sie erst an dritter Stelle - oder gar an letzter - zu nennen, so nach dem Motto last but not least, das scheint mir schäbig. Klar bleibt mir immer noch die Möglichkeit, dem Gesamtkunstwerk außerhalb der Danksagung ein "Für meine Eltern" voranzustellen.
Die ganzen restlichen Bedankten werde ich, habe ich mir überlegt, am besten nach Alphabet aufstellen, dann kann sich niemand beklagen. Aber meine drei "Problemfälle" löst das nicht.
Ich habe mir verschiedene Dissertationen angesehen, aber irgendwie macht das jeder anders, es scheint keinen Standard zu geben. Oder vielleicht doch, und ich kenne ihn nur nicht?