Doktorarbeit Finanzieren: Wie soll ich rangehen

Finanzplanung, Stipendien incl. und Muster-Gutachten für eine Stipendienbewerbung, Krankenversicherung als Doktorand
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Doktorarbeit Finanzieren: Wie soll ich rangehen

Beitragvon Mati am 30.04.2008, 17:17

Hallo,

ich habe ein Problem. Ich habe eine Möglihckeit zur Promotion an einem Lehrstuhl wo ich aber keine wissenschaftliche Stelle bekomme und auch keine andere Möglihckeit habe finanziell unterstützt zu werden. Ich bekäme aber Gutachten zusammen so dass ich mich auf ein Stipendium bewerben kann.

Ich habe mein studium schon beendet vor 3 Monaten und muss jetzt langsam mal irgendwie anfangen - sehe aber einfach nur schwarz vor augen. Die Bewerbung bzw. das Exposee zusammenstellen schaffe ich alleine nicht - dazu muss ich wohl mit Prof oder so ständig in kontakt sein und bis ich das fertig habe mit aller Mathematik dauert das bestimmt noch 1-2 Monate. Dann schicke ich die bewerbung ein und dann dauert das ganze spiel noch 4-6 Monate bis ich geld sehe. Ich kann aber nicht mehr 8 Monate ohne geld sein. Schlussendlich kann es dann im worst case sein dass ich 8 Monate ohne Geld war und dann kein stipendium bekomme und so dann ganz bescheuert dastehe
ohne Geld und mit fast 1 Jahr nix tun sozusagen...

Mein Post hier geht mit meiner Hoffnung einher dass irgendjemand ne Idee hat oder eine Meinung bringt die mich auf neue Wege bringen könnte. Ich seh so aber nur noch schwarz für diese Art der Doktorarbeit.

Was sagt ihr zu der situation? Habt ihr Meinungen?

Danke für eure Meinungen...
Mati
 
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Re: Doktorarbeit Finanzieren: Wie soll ich rangehen

Beitragvon Eva am 01.05.2008, 13:59

Hallo Mati,

das Problem kenne ich, es ist blöd, dass man sich erst mal über ein paar ungewisse Monate selbst finanzieren muss, bis man in Sachen Stipendium Bescheid bekommt, ist aber wohl nicht zu ändern... Bei mir kamen dann noch dazu nur Absagen.

Mein Tipp: Mach die Bewerbung fertig, so schnell es geht, und such dir dann zur Überbrückung für die Zeit bis zur Entscheidung einen Nebenjob. Mit irgendwas kann man immer Geld verdienen, muss ja bei weitem nicht Vollzeit sein, so dass du nebenbei schon mit der Diss anfangen kannst (willst du damit wirklich bis zur Stipendienvergabe warten?).

So kannst du dich auch gleich mit der Situation vertraut machen, wie es wäre, am Ende kein Stipendium zu bekommen. Ziehst du es dann trotzdem durch, und wenn ja, wie? Oder ist die Sache mit der Diss dann eh gestorben?

Idealerweise findest du einen Job, der inhaltlich irgendwas mit deinem Fach zu tun hat (das könnte z.B. auch Nachhilfe sein, damit ist ganz gut Geld zu verdienen). Das muss aber nicht unbedingt sein. Für den Moment geht es ja erstmal um maximal ein halbes Jahr, das du anderweitig finanzieren musst.

Viel Erfolg,
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Re: Doktorarbeit Finanzieren: Wie soll ich rangehen

Beitragvon showbee am 01.05.2008, 19:48

Hi,
aus dem Grunde hab ich auf mögliche Bewerbungen bei Stipendienprogrammen verzichtet. Bei den meisten hätte ich sowieso noch gesellschaftliche oder politische Aktivitäten vorgaukeln müssen und zu guter letzt hätte ich dann noch in meine Diss eine Danksagung der XYZ Stiftung schreiben müssen hinter deren politischer Weltanschauung ich gar nicht stehe... Also habe ich gleich von Anfang an auf Arbeit neben der Diss gesetzt. Je nach Studiengang gibts auch für 2 Tage / Woche ein ansprechendes Nettogehalt und Arbeit nebenher ist auch ganz gut, weil man dann nicht nur an der Diss sitzt.
Mfg,
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Re: Doktorarbeit Finanzieren: Wie soll ich rangehen

Beitragvon Mati am 01.05.2008, 20:30

und zu guter letzt hätte ich dann noch in meine Diss eine Danksagung der XYZ Stiftung schreiben müssen hinter deren politischer Weltanschauung ich gar nicht stehe


wie? So habe ich das noch gar nicht gesehen - muss man eine Danksagung der Stiftung aufführen oder ist das nur eine Höflihckeitsform? Würd mich mal interessieren wie weit so eine indoktrinierung geht....
Mati
 
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Re: Doktorarbeit Finanzieren: Wie soll ich rangehen

Beitragvon la_potranca am 02.05.2008, 10:18

Mati hat geschrieben:
und zu guter letzt hätte ich dann noch in meine Diss eine Danksagung der XYZ Stiftung schreiben müssen hinter deren politischer Weltanschauung ich gar nicht stehe


wie? So habe ich das noch gar nicht gesehen - muss man eine Danksagung der Stiftung aufführen oder ist das nur eine Höflihckeitsform? Würd mich mal interessieren wie weit so eine indoktrinierung geht....


du unterschreibst bei Annahme des Stipendiums, die Stiftung im Vorwort zu nennen. Im schlimmsten Fall kann das ein "Diese Arbeit wurde aus Mitteln der XY-Stiftung gefördert" sein, normal sind aber schon herzliche Dankesworte.

sowieso frage ich mich, wieso man sich bei einer Stiftung bewirbt, hinter deren Werten man nicht stehen kann. Es gibt ja mittlerweile eine für jede politische Richtung, jede Kirche und noch ein paar Exoten - da sollte doch zumindest eine dabei sein, zu der man sich durchringen kann?

@topic:
hast du dein Abschlusszeugnis schon? Recht klug wäre es gewesen, die Abgabe der Diplomarbeit bzw. das Ablegen der letzten Prüfung zu "vertrödeln", und derweil schon das Exposé zu schreiben - zumindest, sofern du unter der Regelstudienzeit liegst.
Bist du arbeitssuchend gemeldet? Auch wenn's formal nicht richtig ist und ich es auch aus Fairnessgründen für bedenklich halte: es gibt auch Leute, die sich die Diss vom ALGII finanzieren lassen.
la_potranca
 
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Re: Doktorarbeit Finanzieren: Wie soll ich rangehen

Beitragvon nK am 02.05.2008, 14:02

la_potranca hat geschrieben:du unterschreibst bei Annahme des Stipendiums, die Stiftung im Vorwort zu nennen. Im schlimmsten Fall kann das ein "Diese Arbeit wurde aus Mitteln der XY-Stiftung gefördert" sein, normal sind aber schon herzliche Dankesworte.


Bei welcher Stiftung ist das denn üblich? Bei der Ebert-Stiftung habe ich sowas nicht unterschrieben (habe gerade nochmal nachgeschaut :wink: ) und auch sonst davon noch nie gehört! In der FES habe ich noch nie Indoktrinierung erlebt oder Berichte von anderen darüber gehört. Klar bedanke ich mich im Vorwort für das Stipendium, warum auch nicht?

Ansonsten gebe ich Dir recht: Es gibt für jede Weltanschauung eine Stiftung. Und immer diese Angst, in eine Schublade gesteckt zu werden – natürlich habe ich bei meiner Bewerbung beim Land Baden-Württemberg angegeben, dass ich Ebert-Stipendiat bin. Und obwohl BW das einzige Bundesland ist, was noch nie einen SPD-Ministerpräsidenten hatte, wurde ich in keiner Bewerbungsphase darauf angesprochen und es hat mir nicht geschadet.

Grüße
Martin
nK
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