Wann seid Ihr vom Lesen zum Schreiben übergegangen?

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Re: Wann seid Ihr vom Lesen zum Schreiben übergegangen?

Beitragvon Mathilda am 05.09.2010, 20:56

Hallo,

auch wenn es nicht mehr viel Neues zu sagen gibt, möchte ich mich auch in die So-Früh-Wie-Möglich-Schreiber einreihen :wink: - ich denke, es ist für die Psyche sehr wichtig, ziemlich früh etwas zu Papier gebracht zu haben. Und wenn es auch hinterher in der Tonne landet. Abgesehen von einer groben Systematik habe ich mit einem Unterkapitel im Grundlagenteil begonnen, von dem ich auf jeden Fall wusste, dass es rein muss (Rahmenbedingungen in meinem Bereich), was aber für mich unkritisch war, weil ich mich in dem Bereich schon auskannte. Ich fand das sehr hilftreich; ich hatte angefangen und schon ein paar Seiten produziert, und es war gar nicht so schlimm :wink: , es gab mir das Gefühl, von dem großen Berg den ersten Brocken abgetragen zu haben. Außerdem hatte ich ziemlich früh ein grobes Raster meiner Gliederung, und dort habe ich einfach alles, war mir interessant/wichtig schien beim ersten Einlesen hineingetippt, unsortiert und kreuz und quer, aber es hat mir hinterher geholfen.

Viel Erfolg
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Re: Wann seid Ihr vom Lesen zum Schreiben übergegangen?

Beitragvon Garion am 06.09.2010, 13:39

Hallo zusammen,

auch wenn es sich wiederholt: Wie konntet Ihr denn schon Schreiben, wenn die Gliederung noch grob war? Man weiß doch dann noch gar nicht, was wichtig ist, oder?
Freundliche Grüße

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Re: Wann seid Ihr vom Lesen zum Schreiben übergegangen?

Beitragvon Robert am 06.09.2010, 14:12

Ich glaube, auch hier kann man die Erfahrungen aus den einzelnen Fachbereichen nicht unbedingt vermischen. Ich schreibe auch von Anfang an und habe ganz klassisch mit der Einleitung angefangen. Klar wird die ganz am Ende nochmal geschrieben, aber immerhin hatte ich schon was geschrieben. Mir macht es Spaß zu sehen, wie mein Text wächst. Manchmal scroll ich einfach ganz schnell durch die Seiten und bin stolz darauf, wie viel ich ganz allein geschrieben hat. Das mag kindisch sein, aber Bücher haben mich schon immer fasziniert. Und der Gedanke, dass ich selbst gerade ein Buch schreibe ist toll für mich.

Oft passiert es sogar, dass, wenn ich ein Buch lese, ich gucke, wie viele Seiten das Buch im vergleich zu meiner Diss hat und wie dick meine Diss in dieser Druckweise wäre. Kindisch, aber es bereitet mir Freude ;)
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Re: Wann seid Ihr vom Lesen zum Schreiben übergegangen?

Beitragvon cine am 06.09.2010, 15:15

@Garion: Man braucht doch keine komplett fertige Gliederung zum Schreiben. Ein paar Aspekte sind ja bei jedem Thema von Anfang an klar, die müssen einfach definitiv rein. Diese Teile werden trotzdem nochmal überarbeitet, aber man hat mal eine Grundlage, auf der man aufbauen kann.
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Re: Wann seid Ihr vom Lesen zum Schreiben übergegangen?

Beitragvon Eva am 06.09.2010, 19:25

Wenn es dich beruhigt: Ich habe auch schon Abschnitte geschrieben, die ich später wieder gelöscht oder mindestens stark gekürzt habe. Für den Moment war wichtig, dass ich mir das so ausführlich selbst darlege, danach hatte ich die Inhalte verinnerlicht und stellte manchmal fest, dass manche Textstelle für den Argumentationsgang, für das, was ich eigentlich aussagen möchte, zu tief geht, zu allgemein ist, vom Wesentlichen wegführt etc. Trotzdem hatte es zu seiner Zeit seinen Sinn und ich betrachtet diese Schreibarbeit im Nachhinein nicht als vertane Zeit.
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Re: Wann seid Ihr vom Lesen zum Schreiben übergegangen?

Beitragvon cine am 06.09.2010, 20:13

@Eva: danke, du hast ausgedrückt, was ich heute mittag nicht auf die Tastatur gebracht habe.
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Re: Wann seid Ihr vom Lesen zum Schreiben übergegangen?

Beitragvon miss_spok am 06.01.2011, 03:31

Bin jetzt irgendwie ganz angetan, dass hier meine Herangehensweise des frühen Schreibbeginns gar nicht schlecht wegkommt. Allerdings muss ich sagen: Man sollte die Fragestellung doch schon möglichst genau haben. Ich musste zur Anmeldung als Doktorandin kein Exposé machen und auch kein Thema endgültig festlegen. Damit hatte ich auch zunächst keine ganz genaue Fragestellung, nur ne ziemlich grobe richtung. Naja, irgendwie hab ich's jetzt (mit mittlerweile feststehender Fragestellung) so gedreht bekommen, dass ich den größten Teil des Geschriebenen noch verwenden kann. War aber nicht leicht.
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