Nun möchte ich in diesem Zusammenhang fragen, was aus Eurer Sicht richtig ist oder wäre (unabhängig davon, wie es bei Euch Usus ist!).
- Sollen Eurer Meinung nach all jene draufstehen, die inhaltlich etwas (was auch immer "etwas" heißt...) dazu beigetragen haben, auch im Vorfeld, egal, ob sie dann am eigentlichen "Werkstück" mitgeschrieben haben?
- Oder sollen nur jene draufstehen, die tatsächlich am Werkstück gebastelt haben (also Teile geschrieben haben und/oder Feedback darüber gegeben haben).
Wie seht Ihr das dann, wenn eine Person ausschließlich die Datenauswertung geliefert hat? Wenn also die Fragestellungen vorgegeben wurden, die Personen diese "nur" beantwortet hat? Dann hat sie ja eigentlich nichts Inhaltliches dazu beigetragen; ohne sie wäre das Werkstück aber niemals entstanden.
Wie seht Ihr dieses Thema?
Vielleicht ganz kurz der aktuelle Auslöser meiner Frage:
A. arbeitet wissenschaftlich. Und er schreibt grundsätzlich B. als Ko-Autor drauf, auch wenn B. nichts dazu beiträgt. Ich habe A. darauf angesprochen und gemeint, dass das doch unfair sei. A. war total perplex ob meiner Anmerkung und meinte: "Wieso denn? Dafür stehe ich dann auf seinen Publikationen drauf, ohne dafür etwas tun zu müssen!" (Aaaaah! Da wird mir so schlecht! Ich habe in solchen Momenten echt das Gefühl, ich muss gleich ko**en!).
Demnächst wird mich A. fragen, ob ich mit ihm gemeinsam etwas schreiben möchte (was er alleine nicht kann, er braucht auf jeden Fall jemanden dazu). Und ich fürchte, er wird automatisch B. mitdraufschreiben. Und ich sehe das nicht ein! Erstens empfinde ich das als falsch. Und zweitens ist es auch mir gegenüber ungerecht! Ich überlege nun, aus diesem Grund nicht mitzuarbeiten. Und ich frage mich echt, ob ich mir überhaupt den Wissenschaftsbetrieb langfristig "antun" will. Ich leide einfach unter solchen (und einigen anderen) Situationen...
Liebe, traurige Grüße...
AGH
