Zeit- und Finanzplan: Wann reisen?

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Zeit- und Finanzplan: Wann reisen?

Beitragvon clo_marra am 04.08.2010, 08:38

Hallo zusammen!

Das Exposè steht, die Fragestellung ist formuliert, Doktorvater ist zufrieden und Referenzschreiben sind auf dem Weg: so weit, so gut.
Die meisten Stipendienstellen verlangen (ist ja auch verständlich) einen detaillierten Zeit- und Finanzplan, und da verzweifle ich gerade...
Wie genau muss dieser Zeitplan sein? Wie viel lässt sich denn im Voraus planen?

Um genauer zu sein: Für die Bearbeitung meines Themas (Geisteswissenschaften) werden sicher ein Aufenthalt an einer ausländischen Bibliothek und die Recherche in zwei Archiven notwendig sein. Einerseits wird die Entwicklung der Arbeit von meinen "Fünden" dort abhängig sein, andererseits kann ich aber erst nach tieferem Einlesen genau einschätzen, was genau ich suchen möchte usw.
Pro forma habe ich mir die klassischen 3 Jahre vorgenommen. Was haltet Ihr davon, was ist vernünftiger: zuerst auf "Entdeckungsreisen" gehen und dann aussortieren, oder zuerst weiterlesen, planen und dann gehen? Was sind eure Erfahrungen?

(Das alles einmal ganz utopisch, vorausgesetzt, ich bekommen dann auch genau das, was ich möchte :wink: !)

Freue mich auf Eure Antworten!
Lg Claudia
clo_marra
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Re: Zeit- und Finanzplan: Wann reisen?

Beitragvon Amalia am 04.08.2010, 14:54

Liebe Claudia,

bei mir hat es sich als hilfreich erwiesen, keine großen Blöcke zu planen, sondern kleine und dabei die Arbeitsschritte zu mischen. Ein Plan wie: 12 Monate Literatur – 12 Monate Archiv – 12 Monate schreiben ist sehr unflexibel und störanfällig. Besser ist 2 Monate Literatur – 3 Monate Archiv – 1 Monat Puffer (sehr wichtig!) – 2 Monate schreiben – und wieder Literatur – Archiv – Schreiben – Puffer. So kannst du viel besser auf unvorhergesehenes reagieren.

Archivaufenthalte ohne vorherige Vorbereitung halte ich nicht für sinnvoll. Allerdings darf man sich auch in der Literatur nicht verlieren. Irgendwie muss man da die Mitte finden. Des Weiteren sollte man lieber zwei kürze Aufenthalte in einem Archiv anstreben als einen einzigen langen.

Außerdem würde ich Dir dringend raten nicht die vollen 36 Monate zu verplanen. Es dauert immer länger und dann hast du wirkliche Probleme. Ich habe nur 24 Monate Arbeit + 6 Monate Puffer verplant und bin nun sehr froh noch ein zusätzliches halbes Jahr Spielraum zu haben.
Bei Stipendienbewerbungen heißt es übrigens in aller Regel 24 + 12, deshalb sollten im Exposé auch nur 24 Monate (ohne Puffer) veranschlagt werden. Realität ist anders klar, aber man will ja das Stipendium.

Viel Glück
A.
Amalia
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