Huhu,
sorry, war gestern gar nicht mehr hier.
musicus hat geschrieben:Wo siehst du den Unterschied zwischen "Expertenmeinung" und "Interview"?
Angara hat geschrieben:Unter einer Expertenmeinung verstehe ich eine Stellungnahme, die der Experte zu einem Sachverhalt abgibt. Unter einem Interview verstehe ich eine durch den Interviewer gelenkte Unterhaltung.
Danke

- so sehe ich es auch.
Meiner Ansicht nach liegt der Knackpunkt hier in der Methodik, denn der Begriff Befragung/Interview ist nun mal in der emp. Forschung belegt und bezeichnet eben nicht jede Form von Frage-Antwort-Spiel, sondern es gibt gewisse Standards, an die man sich halten muss. [EDIT: Und auch für Experteninterviews gibt es eine Menge Empfehlungen.] Und deshalb fragte (

) ich auch, wie das genau aussah und habe mich da wohl etwas ungeschickt ausgedrückt - ExpertenMEINUNG war wohl das falsche Wort, sorry.
Ich mache das vielleicht mal konkreter mit einem Beispiel aus meiner (

) Diss: Meine Diss "spielt" in einem Umfeld, zu dem es kaum öffentlich zugängliche Infos gibt. Ich habe einen Praxispartner aus der Branche, und wenn ich Fragen hatte - z.B. dazu, wie bestimmte Verträge geregelt sind, oder wie sie die weitere Entwicklung von Konkurrent xyz einschätzen etc. (Randbemerkung: Ersteres würde ich nicht als Meinung bezeichnen, obwohl sicher auch subjektive Aspekte eine Rolle spielen für die Antwort) - hab ich da den ein oder anderen Mitarbeiter angerufen (oder eine Mail geschrieben) und gefragt. Das war "irgendwie" eine Befragung und ja, Rückfragen stellen durfte ich auch

. Ich hab mir das Datum notiert und setze in meine Fußnoten jeweils "Telefonische Auskunft von xyz am [Datum]" oder "Auskunft per E-Mail von xyz vom [Datum]". Das als Interview zu deklarieren käme mir wie Hochstapelei vor. Ich komme ja aus dem Bereich Marktforschung, und der Begriff "Interview" ist dort ganz einfach mit einer bestimmten Methodik belegt (z.B. muss die Güte sichergestellt werden - ist das hier geschehen? War es standardisiert oder nicht? Eher nicht, vermute ich, also daher: Wurde vorher ein qual. Leitfaden entwickelt? Nach welcher Methodik wurde ausgewertet? Wurde nur eine einzige Person befragt? Etc. pp.).
Hoffe, so wird meine Meinung

klarer. Ich glaube - jetzt kommt die super-pragmatisch-Lösung - ich würde einfach mal den DV fragen, wie er das gerne hätte.
Viel Erfolg weiterhin
Mathilda