Hallo zusammen,
diese für mich sehr interessante Diskussion veranlasste mich, mal aus meinem Lurker-Dasein aufzutauchen.
Ich bin beileibe kein Doktorand, habe aber beruflich bedingt oft mit wissenschaftlichen Arbeiten zu tun. Nebenbei bin ich auch ein kleiner Stilfetischist, davon mal ganz abgesehen... *Mir* wäre als Prüfender ein Stil sehr wichtig!

Ich reagiere absolut allergisch auf Monstersatzbauten und verschwurbeltes, unnötig kompliziertes Bla.
Wie auch immer - eine Software, die den Stil überwacht, wäre mir auch neu. Natürlich gibt es den "DUDEN Korrektor", den ich auch gerne nutze. Auch wenn die Kontrolle m. E. besser ist als die, die bei Word serienmäßig dabei ist, dürften stilistische Fragen nur höchst selten automatisiert lösbar sein. Wie sollte das auch funktionieren? Vorstellen könnte ich mir höchstens eine "Warnung", wenn Sätze zu lang werden.
Ich fürchte, dabei kann man auf menschlichen Verstand und Sprachgefühl nicht verzichten. Dafür gibt es ja schließlich diese komische Spezies Mensch, genannt Lektoren.

Ansonsten gibt es eine ganze Reihe schlaue Bücher zum Thema. Wolf Schneider wurde ja bereits genannt und ist auch ein Tipp von mir. Reiners Stilfibel wäre ein weiterer Klassiker, der allerdings kaum (oder vielmehr gar nicht) auf wissenschaftliches Schreiben eingeht. Dennoch für alle Schreibende eine lohnende Lektüre.
(Ich will eigentlich keine Werbung machen, aber ich bin freier Lektor und habe mit dieser "Problematik" täglich zu tun... also, liebe Schreibenden, könnt euch ein Lektorat. Eure Leser werden es euch danken. Nicht als plumpe Werbung gemeint - ist aber so.)
Weiterhin gute Inspiration!
Herzliche Grüße
Michael