Mit der selben Argumentation könnte dieser Prof. auch von allen anderen Studierenden Bezahlung verlangen. Auch eine Vorlesung oder ein Seminar macht schließlich eine Menge Arbeit und will ebenso finanziert werden wie die Betreuung einer Diss. An öffentlichen Hochschulen erfolgt diese Finanzierung durch das jeweilige Bundesland. Soweit ich weiß, erhält ein Prof. für jeden betreuten Doktoranden auch einen Betrag X, um diesen Mehraufwand abzugelten. Ob und inwieweit das Bundesland von seinen Studierenden für die Finanzierung dieser Leistungen Gebühren verlangt, hat das Bundesland zu entscheiden, nicht aber der Prof. selbst.
Ob freilich der Prof. Dich als Doktoranden annimmt, kann er selbst entscheiden. Und auch wenn er das mit sachfremden Erwägungen ablehnt, sehe ich keine erfolgversprechende Möglichkeit, ihn dazu zu zwingen. Es gibt doch aber bestimmt noch andere Profs, die einen motivierten und geeigneten Doktoranden, der sich selbst bereits eine passende Finanzierung organisiert hat, gerne nehmen, oder?
Erfahrungen mit derartigen Konstellationen - Du wirst es Dir schon gedacht haben - habe ich (zum Glück) keine.
Viel Erfolg!
Martin