Hallo zusammen,
wie geht ihr (vornehmlich Geisteswiss./Historiker) mit nicht-schriftlichen Quellen und deren Zitation um: gebt ihr das Zitat im Charakter der mündlichen Kommunikation unverändert wortgetreu wieder, oder macht ihr daraus eine inhaltlich entsprechende "Schriftform"? Beispiel: Primärquelle ist eine Aussage in einem Fernsehinterview. Sprecher sagt dort:
"Ich mag ja, äh, diese neuen Materialien, hübsch hübsch, Sie wissen ja, wie soll ich sagen, ich glaube nicht, daß es gut ist, sowas dann aber gleich als Schreibtischplatte zu machen, daraus zu machen, und dann sozusagen in dieser Hinsicht als Möbelstück zu verkaufen. Daran habe ich kein Interesse, weil ich finde, da gibt es doch, wenn man sich das mal überlegt, so ist das einfach nicht zweckmäßig, unpraktisch, das funktioniert einfach nicht."
Ich möchte jetzt gerne daraus ein kürzeres Zitat machen, z.B.: Der Künstler Pablo Pikusso lehnt den Einsatz des neuen Materials in funktionalen Zusammenhängen ab: "........."
Würdet ihr es hier als ok ansehen, das ganze etwas zu "verschriftlichen"? So z.B: "Ich mag ja das neue Material, glaube aber nicht, daß man daraus gleich eine Schreibtischplatte machen sollte. Daran habe ich kein Interesse, es ist nicht zweckmäßig und unpraktisch, das funktioniert einfach nicht." (Pikusso im Interview von Frau-TV am 6.6.66)
Wenn ok, wie mache ich das aber kenntlich? Wie lautet der Fachbegriff dafür?